Gifford LecturesBesondere Auszeichnung für Heidelberger Theologen

28. Oktober 2019

Michael Welker hält „Gifford Lectures“ an der University of Edinburgh

Eine besondere Ehrung erfährt der Theologe Prof. Dr. Dr. Michael Welker, Seniorprofessor an der Universität Heidelberg: Er wurde eingeladen, die sogenannten Gifford Lectures an der University of Edinburgh in Schottland zu halten. Diese Einladung gilt als eine der höchsten internationalen Auszeichnungen im Bereich der Religionswissenschaften und der Religionsphilosophie mit ihren Nachbardisziplinen. In insgesamt sechs Vorträgen wird sich Michael Welker unter anderem mit dem Menschen als „Ebenbild Gottes“ befassen und sich darüber hinaus mit Fragen von Gerechtigkeit, Freiheit und Wahrheit auseinandersetzen. Die Beiträge aus seiner Forschung stehen unter der Überschrift „In God’s Image: Anthropology“. Die „Gifford Lectures“ finden noch bis zum 6. November 2019 in Edinburgh statt.

Porträt Prof. Dr. Dr. Michael Welker

Zu den „Gifford Lectures“, erstmals ausgerichtet im Jahr 1888, laden die Universitäten Edinburgh, Glasgow, Aberdeen und St. Andrews ein. Gestiftet wurde die Reihe von dem Rechtsanwalt und Richter Adam Lord Gifford (1820 bis 1887), um zur Förderung des philosophischen und theologischen Denkens beizutragen. Die bisher zu den „Gifford Lectures“ eingeladenen deutschsprachigen Theologen waren Albert Schweitzer, Karl Barth, Emil Brunner, Paul Tillich, Rudolf Bultmann und Jürgen Moltmann. Zu den Rednern vergangener Jahrzehnte zählen außerdem die Philosophin Hannah Arendt, der Physiker Werner Karl Heisenberg und der Sprachwissenschaftler Noam Chomsky.

Michael Welker, 1991 auf die Professur für Systematische Theologie/Dogmatik an die Ruperto Carola berufen, ist seit 2005 Geschäftsführender Direktor des an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg angesiedelten Forschungszentrums Internationale und Interdisziplinäre Theologie. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Fragestellungen der Christologie, der Schöpfungslehre, der Anthropologie und der Eschatologie. Daneben befasst er sich mit dem Dialog von Theologie und Naturwissenschaften sowie der interdisziplinären Biblischen Theologie.

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