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Olympia-Morata-ProgrammAuf dem Weg zur Hochschulkarriere

28. Juli 2022

Olympia-Morata-Programm der Universität Heidelberg: Förderung für vier junge Wissenschaftlerinnen

Vier junge Wissenschaftlerinnen, die an ihrer Habilitation oder einer vergleichbaren wissenschaftlichen Qualifikation arbeiten, werden im Rahmen des Olympia-Morata-Programms der Universität Heidelberg gefördert. Für eine Förderung ausgewählt wurden Dr. Corinna Assmann vom Anglistischen Seminar und Dr. Maria Bartosova von der Medizinischen Fakultät Heidelberg sowie Dr. Julia Elrod und Dr. Anna Hohneck von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruperto Carola, nachdem ihre Anträge in der Begutachtung erfolgreich waren. Ziel der Universität ist es, verstärkt Frauen für eine Hochschul- und Wissenschaftskarriere zu gewinnen.

In ihrem Habilitationsprojekt am Anglistischen Seminar befasst sich Dr. Assmann mit dem britischen Roman, ausgehend vom 18. bis in das 21. Jahrhundert. Im Mittelpunkt ihrer Forschungen steht dabei die räumlich-soziale Verortung literarischer Figuren. Mit ihrem wissenschaftlichen Ansatz verbindet Dr. Assmann Methoden der literarischen Analyse mit Gender- und Queer-Theorien, um unterschiedliche Formen des In-der-Welt-Seins aufzuzeigen.

Dr. Corinna Assmann

Am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg organisiert Frau Dr. Bartosova eine internationale Biobank mit über 500 Gewebeproben an Blutgefäßen. Es sind Proben von nierengesunden Kindern und solchen mit chronischer Nierenerkrankung, von Kindern, die mit einer Bauchfell-Dialyse behandelt werden, sowie von Kindern nach einer Nierentransplantation. Patienten mit Nierenschäden besitzen ein hohes Risiko, bereits im jungen Alter Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln, so die Wissenschaftlerin. Mithilfe innovativer molekularer Methoden erforscht Dr. Bartosova im Rahmen ihrer Habilitationsarbeit die molekularen Mechanismen der frühen Gefäßschädigung mit dem Ziel, neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren.

Dr. Maria Bartosova

In der Kinderchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim befasst sich Dr. Elrod mit der Wundheilung etwa in Folge von schweren Verbrühungen und Verbrennungen oder von Hauttransplantation. Dabei geht sie der Frage nach, auf welche Weise das angeborene Immunsystem die Heilungsprozesse beeinflusst. In diesem Zusammenhang untersucht sie in ihrer Habilitation, welche positiven Effekte in der Therapie durch ein differenziertes Eingreifen in das Immunsystem – eine sogenannte Immunmodulation – erreicht werden können.

Dr. Julia Elrod

Dr. Hohneck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der I. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim, beschäftigt sich in ihrer Habilitation mit Darmkrebspatienten, die begleitend zu einer konventionellen Chemotherapie auch eine Musiktherapie erhalten. Dabei sollen unter anderem Effekte wie die Reduktion von Nebenwirkungen oder Auswirkungen auf die Lebensqualität untersucht werden. Darüber hinaus geht sie der Frage nach, wer im Rahmen einer solchen Therapie den stärkeren Einfluss ausübt – die Musik oder der Therapeut?

Dr. Anna Hohneck

Die Förderung im Olympia-Morata-Programm setzt voraus, dass die Wissenschaftlerinnen nach der Promotion bereits selbständige Forschungsleistungen erbracht haben. Für ihre weitere Hochschulkarriere erhalten sie Stellen, die für einen Zeitraum von zwei Jahren im Rahmen des Gleichstellungskonzepts der Universität Heidelberg vergeben werden. Das Förderprogramm erinnert an Olympia Morata, eine italienische Dichterin und humanistische Gelehrte, die 1555 in Heidelberg starb.

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