Hella Bühler-Preis 2026 verliehen

Dr. Angelika Feldmann erhält Krebsforschungspreis

Für ihre herausragende Forschungsarbeit im Bereich der Steuerung der Genaktivität erhielt Dr. Angelika Feldmann den mit 100.000 € dotierten Hella Bühler-Preis. Die feierliche Übergabe des Preises durch die Rektorin fand am 7. Mai 2026 im Rahmen einer Festveranstaltung statt. Die von der Universität Heidelberg vergebene Auszeichnung wendet sich an junge Forscherinnen und Forscher, die bereits durch herausragende wissenschaftliche Qualität in der Krebsforschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Preisgeld soll sie dabei unterstützen, ihre vielversprechenden Forschungsarbeiten fortzuführen und zu vertiefen. 

Vor der eigentlichen Preisverleihung standen die Forschungsergebnisse der letzten beiden Preisträger im Mittelpunkt. Dr. Dr. Varun Venkataramani sowie Laura Rueda Gensini stellvertretend für Dr. Moritz Mall, gaben einen Einblick in die Fortschritte und die Entwicklung der jeweiligen Forschungsvorhaben seit Erhalt der Auszeichnung. Im Anschluss daran machte Prof. Dr. Dominik Niopek in seiner Laudatio deutlich, dass die diesjährige Preisträgerin geradezu beispielhaft zeige, wie unverzichtbar Grundlagenforschung sei, weshalb sie sich dieser auch mit Nachdruck widme. Nur wenn molekulare Mechanismen verstanden würden, könnten auch Überlegungen angestellt werden, wie man aktiv in die Prozesse eingreifen könne, die für die Krebsentstehung verantwortlich seien. 

Dr. Angelika Feldmann forscht am DKFZ und untersucht mit ihrem Team in Kollaboration mit der Forschungsgruppe von Herrn Prof. Niopek am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg jene molekularen Abläufe, die dafür sorgen, dass Zellen während der Entwicklung stets zur richtigen Zeit die richtigen Gene ablesen. Im Fokus stehen entfernte regulatorische Elemente, sogenannte Enhancer, und ihr physischer Kontakt mit den Gen-Promotoren. Fehlregulationen können hierbei zu Entwicklungsstörungen oder Krebs führen. Genau hier setzt die Forschungsarbeit von Frau Dr. Feldmann an. 

Der Hella Bühler-Preis geht zurück auf die Zahnärztin Dr. Hella Bühler, welche der Universität ihr Vermögen mit der Auflage vermacht hatte, aus den Erträgen einen Preis in der Krebsforschung auszuloben. Seit 2004 unterstützt der nach ihr benannte Forschungspreis Nachwuchswissenschaftler:innen der Universität Heidelberg und ihrer Kooperationspartner und gehört zu den höchstdotierten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Krebsforschung in Deutschland.