Deutschlandstipendium Zwischen Hörsaal und Engagement

Zu Beginn meines Studiums hätte ich nicht erwartet, dass ein Wechsel zwischen den Fakultäten für mich einmal infrage kommt. Auch wenn es nicht der planmäßige Weg war, habe ich rückblickend gemerkt: Für mich war es genau der richtige Schritt. Mein Rat an andere: Nicht immer nur auf den Ausgangsplan hören und offen für spontane Eingebungen sein. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass der richtige Weg sich auch später oder spontan zeigen kann und dass jeder seinen eigenen „richtigen“ Weg durchs Studium findet. Es ist völlig in Ordnung, wenn dieser individuell aussieht.
 

E. Murtazina, Detschlandstipendium Stipendiatin

Neben dem Studium engagiere ich mich auch privat. Natürlich bringt das eine gewisse Doppelbelastung mit sich. Vormittags Uni, nachmittags Engagement, abends noch lernen. Was mir hilft, das Ganze zu meistern? Struktur und kleine Routinen im Alltag. Aber vor allem ein Tipp, der mir selbst lange gar nicht so bewusst war: mir bewusst Zeit zum Essen zu nehmen. Ich bin schon so aufgewachsen, dass man sich gemeinsam an den Tisch setzt und nicht einfach nebenbei isst. Auch an sehr vollen Tagen schenkt mir diese Pause Ruhe, Energie und das Gefühl, kurz durchzuatmen.

Und das mit dem Engagement klappt, weil es mir selbst Energie gibt. Ich sehe sofort, wofür ich meine Zeit und Kraft investiere. Oft sind es kleine Dinge: das Lachen eines Kindes beim AK Medipaten oder das unerwartete Danke einer Kommilitonin, wenn man sich um etwas gekümmert hat. Es sind genau diese Momente, die Studium und Engagement für mich lebendig machen.

 

Stand: Oktober 2025