Maximilians „Sensor für Krebserkrankungen“
Der hei_INNOVATION Ideenwettbewerb bietet Mitgliedern der Universität Heidelberg eine Plattform, um eigene innovative Ideen und Forschungsergebnisse mit Verwertungs- oder Veränderungspotenzial zu präsentieren und voranzubringen.
hei_INNOVATION Ideenwettbewerb
Mit Phoenix gewannen Maximilian und sein Team 2025 in der Kategorie „Health and Future Tech“ den ersten Platz und zusätzlich den Publikumspreis, der am IMPACT DAY vor Ort gewählt wurde.

- Was kann Phoenix, und wie sind Sie auf die Idee gekommen, Phoenix zu entwickeln?
Phoenix (nun Phoenics) ist ein synthetischer Schaltkreis, der in menschlichen Zellen sensitiv und akkurat unterscheiden können soll, ob er sich in normalem Gewebe oder innerhalb eines Tumors befindet. Damit wollen wir einen ‚zellulären Sensor‘ bauen, der in der Lage ist bei Krebserkrankungen, insbesondere soliden Tumoren, dem Immunsystem zu helfen Tumore zu identifizieren und diese direkt zu bekämpfen.
Inspiriert hat uns eine Publikation, die den Grundbaustein für den Schaltkreises gelegt hat (Yang et al., 2025). Den Schaltkreis als solches haben wir aber im Rahmen des diesjährigen iGEM-Wettbewerbs konzipiert und arbeiten im gleichen Kontext auch an der Idee. Obwohl die Idee initial sehr stark in der Grundlagenforschung der synthetischen Biologie verankert war, haben wir uns immer mehr in Richtung der onkologischen Anwendung begeben. Durch Interviews mit verschiedenen Experten, von synthetischen Biologen bis zu Onkologen, haben wir auch immer mehr Ideen und Ansätze für die anwendungsspezifische Entwicklung bekommen und wollen Phoenics nun auch auf Autoimmunerkrankungen ausweiten.
- Wie geht es mit Phoenix nach dem Ideenwettbewerb 2025 weiter?
Aktuell arbeiten wir noch im Labor an der Validierung des gesamten Schaltkreises, sind aber auch gleichzeitig schon im Prozess, den Schaltkreis zu erweitern und zu verbessern. Vorerst wollen wir unser Proof-of-Concept soweit entwickeln und mit Laborergebnissen validieren, um es beim iGEM-Finale in Paris im Oktober einem weltweiten Publikum und Experten vorzustellen. Danach wäre es ideal, wenn wir das Projekt in dem Rahmen weiterführen können und ein wissenschaftlich fundiertes Projekt mit realistischen Anwendungsmöglichkeiten in der Zelltherapie zustande bringen. Hierbei wollen wir uns besonders auf Tumor- und Autoimmuntherapie fokussieren.
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Wie sorgen Sie persönlich für einen Ausgleich zum oft stressigen Uni-Alltag?
Generell versuche ich regelmäßig abends ins Sportstudio zu gehen, was mir für den tag-täglichen Ausgleich sehr guttut. Sonst gehe ich sehr gerne Wandern und mit Freunden auf die Neckarwiese – auch wenn das manchmal etwas unterkommt. Was mir auch unheimlich hilft, ist, dass mein Studiengang sehr eng verknüpft ist, und ich auch schon, wenn ich etwas für die Uni mache, das oft zusammen mit meinen Freunden mache.
Stand: Oktober 2025

