Marie Curie Doctoral Networks Aktuell bewilligte Doktorandennetzwerke

AGILE: Advanced Training for Next Generation Scientists in Spatio-Temporal Imaging of Plant Cells

Laufzeit: 01.03.2026 - 28.02.2030

Hochauflösende bildgebende Verfahren sollen neue Erkenntnisse ermöglichen über Strategien, mit denen sich Pflanzen in Wachstum und Physiologie an eine sich ändernde Umwelt anpassen. Das ist Ziel des Doktorandennetzwerks „Advanced Training for Next Generation Scientists in Spatio-Temporal Imaging of Plant Cells“ (AGILE). Es umfasst ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm, um eine neue Generation von Zellbiologinnen und Zellbiologen auszubilden. Sie werden neueste Verfahren der Mikroskopie und Bildanalyse anwenden, um zu untersuchen, wie der Pflanzenkern die pflanzliche Umweltanpassung reguliert. Langfristig sollen auf diese Weise auch neue Anwendungsgebiete jenseits der biowissenschaftlichen Grundlagenforschung erschlossen werden – zum Beispiel in der pflanzenbasierten Biotechnologie oder für die Verbesserung von Nutzpflanzen. Das Doktorandennetzwerk AGILE wird am CNRS Institut de Génétique, Reproduction et Développement (iGReD) in Clermont-Ferrand (Frankreich) koordiniert. Die Arbeiten an der Universität Heidelberg leitet Dr. Kasper van Gelderen, der mit seiner Forschungsgruppe am Centre for Organismal Studies (COS) zur pflanzlichen Wahrnehmung und Verarbeitung von Licht forscht. Das mit insgesamt rund 4,1 Millionen Euro geförderte Doktorandennetzwerk wird seine Arbeit im März 2026 aufnehmen.

Koordination: Centre National de la Recherche Scientifique
Projektleitung (Heidelberg): Dr. Kasper van Gelderen
Einrichtung (Heidelberg): Centre for Organismal Studies (COS)

ALMOA: Advances in Large-scale, Multilevel, and Hierarchical Optimisation for Challenging Applications

Laufzeit: 01.01.2026 - 31.12.2029

Neue Ansätze für die Lösung von Optimierungsproblemen in Wissenschaft und Wirtschaft stehen im Mittelpunkt des Doktorandennetzwerks „Advances in Large-scale, Multilevel, and Hierarchical Optimisation for Challenging Applications“ (ALMOA). Das Programm verbindet dazu Methoden der Angewandten Mathematik und der Informatik mit Themen aus der Operations Research und wird in enger Zusammenarbeit mit externen Partnern durchgeführt. Ziel der Arbeiten ist es, mathematisches Wissen in Produkte und Dienstleistungen für Zukunftsbereiche wie nachhaltige Energiesysteme, umweltfreundliche Logistik oder grüne Datenwissenschaft zu überführen. Koordiniert wird das Doktorandennetzwerk ALMOA an der Universität Klagenfurt (Österreich). Die Heidelberger Arbeiten finden unter Leitung von Prof. Dr. Ekaterina Kostina am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen statt. Die Europäische Kommission fördert ALMOA mit insgesamt rund 3,9 Millionen Euro. Das Netzwerk wird seine Arbeit im Januar kommenden Jahres aufnehmen.

Koordination: Universität Klagenfurt
Projektleitung (Heidelberg): Prof. Dr. Ekaterina Kostina
Einrichtung (Heidelberg): Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR)

ProtAlomics: European Training Network on Integrating AI in Proteomics: From Data Acquisition to Translational Applications

Laufzeit: 01.01.2026 - 31.12.2029

Die Verbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) und computergestützter Proteomik ist Thema des Doktorandennetzwerks „European Training Network on Integrating AI in Proteomics: From Data Acquisition to Translational Applications“ (ProtAlomics). Datenanalyse und KI sollen helfen, rohe Proteomik-Daten in Wissen über Proteinfunktionen und -interaktionen zu verwandeln. Im Verbund mit Partnern aus dem klinischen Bereich und Unternehmen werden die Doktorandinnen und Doktoranden des Netzwerks daran arbeiten, KI-basierte Algorithmen für eine qualitativ hochwertige Verarbeitung von Daten aus massenspektrometrischen Verfahren zu entwickeln. Langfristig sollen umsetzbare Erkenntnisse gewonnen werden, die als Grundlage für zukünftige Fortschritte in der medizinischen Forschung dienen können, sowie Forschungsergebnisse in therapeutische Anwendungen überführt werden, etwa in Form von maßgeschneiderten Wirkstoffen oder klinischen Biomarkern. Koordinierende Einrichtung des ProtAlomics-Netzwerks ist das Centre for Genomic Regulation in Barcelona (Spanien). Die Arbeiten an der Universität Heidelberg leitet Dr. Isabell Bludau, die in der Abteilung Neuropathologie am Pathologischen Institut der Medizinischen Fakultät Heidelberg forscht. Für die Forschungsarbeiten, die im Januar 2026 beginnen sollen, stehen Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 4,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Koordination: Centre for Genomic Regulation (CRG) in Barcelona (Spanien)
Projektleitung (Heidelberg): Dr. Isabell Bludau
Einrichtung (Heidelberg): Medizinische Fakultät Heidelberg

FADOS: Fundamentals and Applications of Doped Organic Semiconductors

Laufzeit: 01.09.2025 - 31.08.2029

Mit der gezielten Veränderung von Halbleitereigenschaften mithilfe der sogenannten Dotierung befasst sich das Doktorandennetzwerk „Fundamentals and Applications of Doped Organic Semiconductors“ (FADOS). Dabei werden Fremdmoleküle in das Grundmaterial eines organischen Halbleiters eingebracht, um seine elektrischen Eigenschaften zu kontrollieren und zu verändern. Standen hier bislang thermoelektrische Anwendungen im Vordergrund, soll im Rahmen des Doktorandennetzwerks untersucht werden, wie sich die Dotierung auf alle weiteren Materialeigenschaften auswirkt. Ziel der Arbeiten ist es, ein Verständnis der Grundlagen und neuartige Herstellungsprozesse zu entwickeln sowie, darauf aufbauend, neue Bauelemente mit nachhaltigen Funktionalitäten. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen soll auch ein damit verbundener Transfer in Anwendungen gestärkt werden. Koordiniert wird das Doktorandennetzwerk FADOS von Prof. Dr. Martijn Kemerink, Wissenschaftler am Institute for Molecular Systems Engineering and Advanced Materials der Universität Heidelberg. Mitantragsteller ist Dr. Clemens Göhler, der als Postdoktorand im Team von Prof. Kemerink forscht. Das Netzwerk wird seine Arbeit im September dieses Jahres aufnehmen. Es erhält Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 4,7 Millionen Euro.

Koordination: Universität Heidelberg
Projektleitung (Heidelberg): Prof. Dr. ir. Martijn Kemerink
Einrichtung (Heidelberg): Institute for Molecular Systems Engineering and Advanced Materials (IMSEAM)