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RingvorlesungGeltungskulturen. Genesen und Genealogien neuzeitlichen Wissens

Sommersemester 2022

Ort: HS 14, Neue Universität
Zeit: Freitags, 11–13 Uhr, c.t.
Veranstalter: Prof. Dr. Dirk Werle, Thematic Research Network Wissensgeltung (Field of Focus III)

Wie und warum gewinnt Wissen Anerkennung – oder nicht? Warum können (vermeintliche) Wahrheiten an Akzeptanz verlieren? Was passiert, wenn Wissen sich über zeitliche, kulturelle und symbolische Grenzen hinweg in (dann neuen) epistemischen Situationen behaupten muss? Welche Institutionen, Konventionen und Personen sind für diese Prozesse der Anerkennung und Ablehnung von Wissenssprüchen relevant? Und welcher historischen Entwicklung unterliegt das? Nicht erst in Zeiten von „alternativen Fakten“ und tiefer Skepsis gegenüber wissenschaftlichen und journalistischen Objektivitätsansprüchen sind Wissensansprüche und die Bedingungen und Mechanismen von Wissensgeltung selbst gesellschaftlich umkämpft.

In der Ringvorlesung, organisiert vom Thematic Research Network „Wissensgeltung“, soll diesen und weiteren Fragen aus einer interdisziplinären Perspektive anhand konkreter historischer (seit ca. 1500) und zeitgenössischer Fallbeispiele aus den europäischen, asiatischen und amerikanischen Kulturkreisen nachgegangen werden. Dabei werden literatur- und kunstwissenschaftliche, kulturhistorische, soziologische, wissenschaftshistorische und philosophische Zugriffe präsentiert. Aus den einzelnen Fallbeispielen heraus werden allgemeinere Ansätze einer Theoretisierung und Systematisierung von Geltungsfragen in der Neuzeit aufgezeigt. Die Vorlesung ist programmatisch auf einen globalen und transkulturellen Horizont ausgerichtet; neben Fragen nach Praktiken und materialer Einbindung von Wissensproduktion und -geltung wird auch die mediale und semantische Vermitteltheit von Geltungsansprüchen thematisiert.

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