Field of Focus III - Geförderte ProjekteVerborgenes Kulturerbe sichtbar machen

Visualisierungen von historischen Kultur- und Naturlandschaften am Beispiel des ‚Zullestein‘

Projektleitung

PD Dr. Roland Prien (HCCH)

 

Der wenig bekannte Komplex des ‚Zullestein‘ bei Biblis ist eine Stätte, die derzeit nur schwer der Öffentlichkeit zugänglich ist und regional wie überregional kaum als herausragendes historisch-kulturelles Erbe Südwestdeutschlands wahrgenommen wird.

Der inmitten des Rheinauenwaldes gelegene Zullestein entstand aus einer spätrömischen Kleinfestung (burgus) am rechten Rheinufer, die kontinuierlich bis in die Neuzeit weitergenutzt wurde. Im frühen Mittelalter wird er als königlicher portus erwähnt, der später in die Hände der Reichsabtei Lorsch überging und bis zu seiner Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg Sitz von Amtsträgern blieb, die verschiedenen Territorialherren in der Region und darüber hinaus dienten.

Das transdisziplinär ausgerichtete Vorhaben nutzt Entwicklungen im Bereich der Fern- und Naherkundung historischer Denkmäler mittels Airborne Laserscanning und verschiedener geophysikalischer Prospektionsmethoden in Kombination mit Analysen der herkömmlichen archäologischen Daten, um die Frage nach den verschiedenen Baugestalten des Zullesteins und seine genaue Verortung und Funktion innerhalb der dynamischen Landschaft der Rheinauen zu klären. Auf Basis der gewonnenen Daten sollen digitale Rekonstruktionen der archäologischen Strukturen und des zugehörigen Landschaftsbildes realisiert werden, die die Grundlage für eine umfassende Erschließung und Präsentation des Zullesteins als bedeutendes regionales Kulturerbe bilden.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Heidelberger Zentrum für das kulturelle Erbe (HCCH), dem Geographischen Institut und dem Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg.

 

Kontakt:

Roland.Prien@zaw.uni-heidelberg.de

 

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