
Exzellenzstrategie
Die Universität Heidelberg war in den bisherigen Runden des Exzellenzwettbewerbs in allen Förderlinien erfolgreich und wird seit 2007 als Exzellenzuniversität gefördert. „SEMPER APERTUS – Heidelberg: The Comprehensive Research University“ lautet der Titel des Selbstevaluationsberichts mit Ausblick auf die kommende Förderperiode, den die Universität Heidelberg im aktuellen Wettbewerb Exzellenzstrategie II beim Wissenschaftsrat eingereicht hat.
Voraussetzung für eine Antragstellung in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten waren zwei, im Falle von Universitätsverbünden drei erfolgreiche Exzellenzcluster. Neben dem allein an der Universität Heidelberg angesiedelten Cluster „SynthImmune“ geht der Cluster „3D Matter Made to Order“ gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie bereits in die zweite Förderphase; im Cluster „GreenRobust“ arbeiten die Universitäten Tübingen, Heidelberg und Hohenheim zusammen.
Exzellenzuniversität
Die Instrumente und Maßnahmen, die im Rahmen der Exzellenzstrategie der Universität Heidelberg entwickelt wurden und weiterentwickelt werden, sind gleichzeitig Kern der universitären Gesamtstrategie. Sie führen die vielfältigen Dynamiken, die in den vorhergehenden Runden der Exzellenzinitiative seit 2007 angestoßen und gefördert wurden, konsequent weiter.
In den beiden Förderphasen der Exzellenzinitiative haben sich vier große Forschungsfelder, die Fields of Focus (FoFs), herausgebildet, auf die sich über institutionelle und disziplinäre Grenzen hinweg die Forschungszusammenarbeit konzentriert. Die FoFs erlauben es, einen Großteil der universitären Forschung und Lehre themenbezogen zusammenzuführen und gezielt zu fördern.
Mit den Flagship-Initiativen (FIs) werden Forschungsbereiche mit großem wissenschaftlichem Potential und hoher gesellschaftlicher Relevanz über den Zeitraum von maximal sieben Jahren gefördert. In der ersten Phase der Exzellenzstrategie wurden die Flagship-Initiativen „Engineering Molecular Systems“ und „Transforming Cultural Heritage“ eingerichtet – zwei Forschungsfelder, die durch die Gründung der Fakultät für Ingenieurwissenschaften sowie das Heidelberg Center for Cultural Heritage nachhaltig in der Universität verankert wurden.
Als Inkubatoren für neue Forschungsinitiativen und wissenschaftliche Brücken zwischen den FoFs werden im Rahmen der Exzellenzstrategie drei zentrale interdisziplinäre Einrichtungen – das Marsilius-Kolleg, das Interdisziplinäre Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) und das Heidelberg Center for the Environment (HCE) – gefördert. Von 2026 an wird das HCE zu einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung weiterentwickelt. Als neuer interdisziplinärer Inkubator ist das Camilla-und-Georg-Jellinek-Zentrum für Ethik im Oktober 2025 eröffnet worden.
Exzellenzcluster
STRUCTURES
Fragen der Entstehung, Rolle und Aufdeckung von Struktur in einem weiten Bereich von Naturphänomenen – von der subatomaren Teilchenphysik zur Kosmologie und von der fundamentalen Quantenphysik zur Neurowissenschaft – stehen im Mittelpunkt des Exzellenzclusters STRUCTURES.
3D Matter Made to Order
Die gemeinsam vom Karlsruher Institut für Technologie und der Universität Heidelberg getragene Initiative „3D Matter Made to Order“ verfolgt in der Verbindung von Natur- und Ingenieurwissenschaften einen stark interdisziplinären Ansatz. Der Forschungscluster nimmt dreidimensionale additive Fertigungstechniken in den Blick – von der Ebene der Moleküle bis hin zu makroskopischen Abmessungen.
SynthImmune
Der Exzellenzcluster SynthImmune – Engineering von Immunfunktionen durch synthetische Biologie – verfolgt das Ziel, die Mechanismen dieser Elite-Immunfunktion zu entschlüsseln, um sie aus synthetischen und molekularen Bausteinen nachzubilden und Prototypen neuer Therapien zu entwickeln.
Flagship-Initiativen (2019-2026)
Engineering Molecular Systems
Die Entwicklung neuer Materialien, Methoden, Technologien, Geräte und Therapien auf der molekularen Ebene mithilfe natürlicher und synthetisch hergestellter Bausteine ist zentrales Anliegen der Flagship-Initiative „Engineering Molecular Systems“, in der Wissenschaftler aus verschiedenen Einrichtungen und Disziplinen zusammenwirken.
Transforming Cultural Heritage
Mit dem Ziel, kulturelles Erbe in einer innovativen Form in den Mittelpunkt von Forschung, Lehre und Transfer zu stellen, führt die Flagship-Initiative „Transforming Cultural Heritage“ die disziplinären und regionalspezifischen Kompetenzen der Universität Heidelberg in der Erforschung und im praktischen Umgang mit kulturellem Erbe zusammen.
Themen
Universität Heidelberg international
Die Universität Heidelberg ist in ein weltweites Netzwerk von Forschungs- und Lehrkooperationen eingebunden. Die Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen international weiter auszubauen verfolgt vorrangig das Ziel, mit den verschiedenen Expertisen und Perspektiven zusätzliche Forschungspotentiale zu heben sowie den wissenschaftlichen Nachwuchs für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren.
Chancengleichheit und Diversität
Semper Apertus – immer offen, so lautet das traditionelle Motto der Universität Heidelberg. Sie bekennt sich zu Diversität und Gleichstellung ihrer Mitglieder, gleich welchen Geschlechts, Alters, welcher Glaubensrichtung oder Herkunft. Die Ruperto Carola tritt aktiv ein für Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Forschendes Lehren und Lernen
Exzellente Lehre in Heidelberg ist durch eine besondere Nähe zur Forschung geprägt. Die internationale Forschungsstärke der Universität Heidelberg spiegelt sich daher auch unmittelbar in der Lehre und in der frühzeitigen Heranführung des wissenschaftlichen Nachwuchses an die Forschung wider.
Ausschreibungen
Mobilitätsmaßnahmen im Rahmen internationaler Forschungskooperationen
Im Rahmen der Exzellenzstrategie stehen Mittel zur Förderung des internationalen Austausches in Forschungskooperationen zur Verfügung. Besonders berücksichtigt werden: multilaterale Kooperationen mit ausländischen Partnerinstitutionen, der Aufbau von thematischen Netzwerken sowie Kooperationen, die in gängige Förderprogramme nicht hineinpassen.
Internationales Gastprofessurenprogramm
Im Rahmen der Exzellenzstrategie stehen Mittel für Gastaufenthalte internationaler Professor*innen zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, Expertenwissen von renommierten internationalen Wissenschaftler*innen an die Universität Heidelberg zu bringen, das Forschungspotential in bestimmten Bereichen zu ergänzen und das Angebot an forschungsbasierter Lehre zu erweitern und zu internationalisieren.
Gremien und Kommissionen
Academic Advisory Council
Der Wissenschaftliche Beirat der Universität (Academic Advisory Council - AAC) berät das Rektorat in strategischen Fragen. Das Gremium setzt sich zusammen aus renommierten internationalen Wissenschaftlern und hochkarätigen Repräsentanten der Wirtschaft, sowie erfahrenen Wissenschaftlern der Universität Heidelberg.










