
Herkunft und Rückführung: Herausforderungen und Potenziale
Das Projekt „Provenienz und Rückführung: Herausforderungen und Potenziale“ unter der Leitung von PD Dr. Carsten Wergin untersucht die Rückgabe von Artefakten und die Rückführung menschlicher Überreste als transkulturelle Prozesse der Verbundenheit und Heilung. Es wird am Lehrstuhl für Visuelle und Medienanthropologie am Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) durchgeführt und betrachtet Provenienz und Rückführung als inhärent transdisziplinäre und transkulturelle Themen, die kulturelle, soziopolitische und juristische Probleme aufwerfen. Das Projekt wird sich auf das Fachwissen von Mitgliedern sowohl des Schwerpunktbereichs 3 als auch des Schwerpunktbereichs 4 der Universität stützen, um diese zu untersuchen. Zu den Fallstudien gehören die Rückführung menschlicher Überreste und die Rückgabe kultureller Artefakte von Deutschland nach Australien (siehe Artikel im Sydney Morning Herald). Die Frage, die es zu klären gilt, lautet: Welche Hoffnungen und Konflikte sind mit diesen Rückführungen verbunden und inwieweit können sie zur Entstehung eines neuen „gemeinsamen Erbes” beitragen? Welches Potenzial bieten sie sowohl für indigene Gruppen als auch für ethnografische Sammlungen, die ihre kolonialen Besitztümer neu definieren, um neue Prozesse des transkulturellen Austauschs in Gang zu setzen?
Ansprechpartner
PD Dr. Carsten Wergin
Außerordentlicher Professor für Anthropologie
Fakultät für Verhaltens- und Kulturwissenschaften
wergin@uni-heidelberg.de
