MitgliedThomas Maissen

Professor Dr. Thomas Maissen ist ordentlicher Professor für Neuere Geschichte an der Universität Heidelberg seit 2004. Thomas Maissen war Gründer und erster Direktor (2007–2012) der Heidelberger Graduiertenschule für Geistes- und Sozialwissenschaften (HGGS). Im Jahr 2008 richtete er einen gemeinsamen Masterstudiengang Geschichte mit der EHESS Paris ein und leitete diesen bis 2013. Ab 2008 war er in den Leitungsgremien des Heidelberger Exzellenzclusters “Asien und Europa” und wirkte zuletzt als einer der drei Co-Direktoren des Clusters. Seit 2013 ist Thomas Maissen beurlaubt und leitet das Deutsche Historische Institut in Paris, wo er einen Forschungsschwerpunkt zu und in Afrika aufgebaut hat.

Thomas Maissen wurde 1994 in Basel promoviert, nach Studien in Basel, Rom, Neapel und Paris. Nach einer Assistentenstelle in Potsdam wurde er 2002 in Zürich habilitiert, mit der preisgekrönten Studie Die Geburt der Republic. Staatsverständnis und Repräsentation in der frühneuzeitlichen Eidgenossenschaft (Göttingen 2006). Von 2002 bis 2004 hatte er eine Assistenzprofessur in Luzern inne.

Thomas Maissens Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der politischen Ideen und ihrer visuellen Repräsentation, die Geschichte der Geschichtsschreibung, der Religion und der Mentalitäten. Seit 2006 ist er Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er war Fellow der EHESS Paris (2009), des IAS Princeton (2010), des Basler Forschungskollegs „Legitimität und Religion“ (2009–2011), des Marsilius-Kollegs Heidelberg (2012/13) und im Jahr 2019 Honorary Visiting Fellow der Queen Mary University, London.

Seit 2020 gehört er dem Wissenschaftlichen Beirat der Universität Heidelberg an.

Thomas Maissen