Universität Heidelberg Eine stabile Demokratie braucht eine freie Forschung

Wissenschafts- und Wirtschaftsorganisationen veröffentlichen Positionspapier: „Wir dürfen Wissenschaftsfeindlichkeit keinen Raum geben“

Eine stabile Demokratie und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft brauchen eine freie Forschung. Eine Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit darf in einer demokratischen Gesellschaft ebenso wenig Platz haben wie Demokratie- und Fremdenfeindlichkeit. Darin sieht sich die Universität Heidelberg einig mit 23 führenden Wissenschaftsorganisationen und Spitzenverbänden der Wirtschaft und schließt sich deren Statement „Freie Wissenschaft – Erfolgreiche Wirtschaft – Starkes Deutschland“ an. In dem Positionspapier sprechen sie sich unter anderem für den Schutz von Forschenden vor Diskreditierung, die Stärkung wissenschaftlicher Selbstverwaltung sowie eine offene Gesellschaft mit Willkommenskultur aus.

Bildung, Forschung und Innovation sind unser größtes Kapital, Grundlage unserer ökonomischen Basis und unserer kulturellen Errungenschaften. Deshalb dürfen wir Wissenschaftsfeindlichkeit keinen Raum geben. Wer wissenschaftliche Ergebnisse delegitimiert, Forschende diskreditiert oder Forschung politisch manipuliert, schwächt das Wissenschaftssystem, bedroht das Fundament unserer Gesellschaft und gefährdet unseren Wohlstand.

Statement der Wissenschafts- und Wirtschaftsorganisationen

„Herausragende Wissenschaft ist angesichts globaler Herausforderungen wichtiger denn je. Sie ist jedoch nur möglich in Freiheit und in einer offenen und vielfältigen Wissenschaftsgemeinschaft“, betont Prof. Dr. Frauke Melchior, Rektorin der Universität Heidelberg.

Das Positionspapier wurde unter anderem unterzeichnet von der Hochschulrektorenkonferenz, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Wissenschaftsrat und German U15 sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Verband der Chemischen Industrie.