RAN NEWSLETTER 02/2025 Inspirierendes Fellowship: Von Artikelideen zum Buchprojekt und neuer Energie für die Lehre

Dr. Marika Rose, Philosophische Theologie – Dozentin an der Universität Winchester, England

Von September 2024 bis Februar 2025 Fellow am Käte Hamburger Zentrum für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien (CAPAS) der Universität Heidelberg

Marika Rose

Warum haben Sie sich für die Universität Heidelberg entschieden?

Das CAPAS – das Käte Hamburger Zentrum für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien – ist mit seiner thematischen Ausrichtung ein einzigartiger Ort. Es war großartig, meine Gedanken zur Apokalypse mit den anderen Fellows und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Zentrum diskutieren und weiterentwickeln zu können. Als Wissenschaftlerin einer Institution, die keine Sabbaticals anbietet, hätte ich das Fellowship ohne die großzügige Förderung durch das CAPAS nicht annehmen können.

Was gefällt Ihnen am besten an Heidelberg?

Die Stadt ist wunderschön, und es war toll, ein eigenes Büro zum Arbeiten zu haben. In akademischer Hinsicht habe ich unsere Lesegruppen und Work-in-Progress-Seminare am CAPAS sehr geschätzt, die mir geholfen haben, mein eigenes Denken zu entwickeln und gleichzeitig von anderen zu lernen. Was Heidelberg angeht, habe ich es besonders genossen, mich durch die köstliche Auswahl an Kuchen und Keksen im Café Gundel zu probieren und mit meinem Deutschland-Ticket die Region zu erkunden.

Wie hat sich Ihre Karriere nach Ihrer Zeit in Heidelberg weiterentwickelt?

Zum einen hat mir das Fellowship geholfen zu erkennen, dass das, was ich als Material für ein paar Artikel angesehen habe, genug Substanz für ein Buch bietet. Zum anderen: Nach dem Stipendium bin ich sofort in den Lehrbetrieb zurückgekehrt und habe festgestellt, dass mir die kleine Auszeit geholfen hatte, erfrischt und mit neuer Energie in die Arbeit mit meinen Studierenden zu starten.

Wie beurteilen Sie das deutsche Wissenschaftssystem im Vergleich zu dem Ihres Heimatlandes?

Das britische Hochschulwesen befindet sich in einer schweren Krise. Auch wenn einige ähnliche Entwicklungen auch auf deutsche Universitäten überzugreifen scheinen, war es für mich eine Erleichterung, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem die Bedrohungen weniger existenziell sind und die Universitäten mehr geschätzt werden.

Welche Bedeutung hat Ihrer Meinung nach der internationale Austausch für Forscher?

Für mich persönlich war es eine wirklich prägende Erfahrung, Zeit in einem anderen Umfeld mit brillanten und interessanten Menschen aus aller Welt zu verbringen.

Würden Sie Ihren Studierenden oder Kollegen aus Ihrem wissenschaftlichen Netzwerk einen Forschungsaufenthalt an der Universität Heidelberg empfehlen?

Auf jeden Fall!