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Psychologische Psychotherapie

Inhalte

In Kooperation mit dem Zentrum für Psychologische Psychotherapie der Universität Heidelberg (ZPP) bietet die Wissenschaftliche Weiterbildung Aus- und Weiterbildungen im Bereich Psychologische Psychotherapie an. Die postgraduale Ausbildung in Psychologischer Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie wird als dreijährige Vollzeitausbildung sowie als fünfjährige berufsbegleitende Ausbildung angeboten und führt zur Approbation. Sie umfasst Unterrichts- und Praxisstunden für die theoretische und praktische Ausbildung, Supervision und Selbsterfahrung sowie die praktische Tätigkeit.

Ziel der Ausbildung ist der Erwerb der Approbation als Psychologische Psychotherapeutin bzw. Psychologischer Psychotherapeut mit Vertiefung in Verhaltenstherapie (Fachkunde gem. § 95c SGB V).

Theorie

Im Rahmen der theoretischen Ausbildung werden Grundlagen und Anwendung moderner Psychotherapie mit Vertiefung in Verhaltenstherapie durch renommierte Dozenten aus Forschung und Praxis vermittelt.

Der Theorieteil beinhaltet die Vermittlung der Grundlagen der Psychotherapie, z.B.

  • Diagnostik und Differentialdiagnostik
  • Klassifikationssysteme
  • medizinische Aspekte
  • rechtliche und ethische Rahmenbedingungen von Psychotherapie
  • Entwicklungspsychopathologie
  • therapeutisches Erstgespräch
  • Gesprächsführung
  • Methoden der Exploration

In der vertiefenden Ausbildung werden vorwiegend störungsspezifische Aspekte bearbeitet, in denen sowohl der theoretische Hintergrund einer Vielzahl von psychischen Störungen vermittelt wird (Diagnosekriterien und Diagnostik, Epidemiologie, Verlauf und Prognose, Störungstheorien und Modelle, Behandlung) als auch das praktische Vorgehen in Diagnostik und Therapie durch praktische Übungen in Kleingruppen, Rollenspiele, Videomaterial oder Live-Exploration von Patienten veranschaulicht wird.

 

In störungsübergreifenden Seminaren werden diagnostische Verfahren und Methoden der Problem- und Verhaltensanalyse, motivationale Strategien und Beziehungsgestaltung, kognitive Interventionen in der Verhaltenstherapie, Methoden zur Problemklärung und -bewältigung wie Entspannungsverfahren, emotionsfokussierte Ansätze oder Stressbewältigung vermittelt.
Seminare zum Vorgehen in der Praxis (z.B. Einführung in die praktische Ausbildung, Kassenantrag, Qualitätssicherung und Dokumentation) bereiten die Kandidatinnen und Kandidaten auf die praktische Ausbildung vor.
Einen Einblick in andere Therapieformen geben Seminare zur Gesprächspsychotherapie, tiefenpsychologische Ansätze und Psychoanalyse, Gruppentherapie, familien- und partnerschaftsorientierte Interventionen, Hypnotherapie usw.

Praxis

Im Praxisteil werden Ausbildungstherapien unter regelmäßiger Einzel- und Gruppensupervision an folgenden von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg ermächtigten Ambulanzen des ZPP durchgeführt:

  • ZPP am Psychologischen Institut Heidelberg
  • ZI Mannheim (Zentralinstituts für Seelische Gesundheit)
  • Otto-Selz-Institut an der Universität Mannheim
  • Praxengemeinschaft Handschuhsheim

Während der praktischen Tätigkeit werden die AusbildungsteilnehmerInnen an der Diagnostik und Behandlung von mindestens 30 Patienten bzw. Patientinnen beteiligt, wobei jeweils eine Falldokumentation zu erstellen ist.
Im Rahmen der praktischen Ausbildung sind mindestens 10 abgeschlossene Behandlungen durchzuführen, davon mindestens 6 Langzeit- und mindestens 4 Kurzzeitbehandlungen. Weitere Bestimmungen sind der Studienordnung des ZPP bzw. der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu entnehmen.

Begleitend zur theoretischen und praktischen Ausbildung sind im Studienplan außerdem Stunden zur Selbsterfahrung – überwiegend in Form von Kleingruppen – vorgesehen. Schwerpunkte der Selbsterfahrung sind Klärungs- und Bewältigungsprozesse, um ein reflektiertes psychotherapeutisches Selbstverständnis zu entwickeln. Die Selbsterfahrung umfasst Themen wie soziales Lernen in der Gruppe, Determinanten der Beziehungsgestaltung aus persönlich-biographischer Perspektive, persönliche Planstrukturen und emotionales Erleben im Therapieprozess.

Weitere Bestandteile der Ausbildung sind zusätzliche Theoriestunden, Therapiesitzungen, Supervisionseinheiten und externe Veranstaltungen wie Kongresse, Seminare, Workshops, Arbeit in Kleingruppen, Vor- und Nachbereitung von Supervision und Therapiesitzungen.

Für die praktische Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken sowie in anderen Versorgungsinstitutionen stehen ca. 100 Praktikumsplätze in ausgewählten Kooperationseinrichtungen zur Verfügung.

E-Mail: wisswb@uni-hd.de
Letzte Änderung: 06.07.2011