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Alter(n) & Medien

Referentin: Prof. Dr. Anja Hartung,  Universität Leipzig

Vortrag am 6. Juli 2015

Medien sind Symbole des Fortschritts. Im Gefüge von Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft werden Innovation und Zukunftsfähigkeit heute mehr denn je mit medialen Dynamiken assoziiert. Deutlich wird dies an den enormen Anstrengungen, die Gesellschaften unternehmen, ihrer Bevölkerung die jeweils neuen Medienkompetenzen zu vermitteln. Das Alter ist davon nicht unbenommen. Die Fähigkeit, mit der Dynamik medientechnischer Innovationen mitgehen zu können, gilt als juveniler Beweis dafür, mit den Idealen der Zeit im Einklang zu sein. Die „aktiven Alten“ erkunden freudig die bunte Medienwelt; sie surfen, chatten und twittern. So jedenfalls verkünden es die neuen Leitbilder des Alters. Sie fragen: Was leistet das Alter für eine Gesellschaft, die eine hochdynamische Mediengesellschaft ist. Selten wird danach gefragt, was Medien für das Alter(n) und das Alter(n) für eine humane Entwicklung unserer Medienkultur bedeuten können. Wechseln wir mit dieser Frage die Perspektive, dann können wir Technik und Zukunft nicht mehr selbstverständlich gleichsetzen, sondern müssen vielmehr darüber nachdenken, was die medialen Entwicklungen für die Handlungsoptionen des alternden Menschen leisten und was die Erfahrungen des Alters für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft bedeuteten. Der Vortrag sucht diesen Weg einzuschlagen und fragt, wie es möglich ist, ohne, gegen und mit Medien zufrieden, selbstbestimmt und sozialverantwortlich alt zu werden und alt zu sein.

Pressemitteilung zum Vortrag

 

Anja Hartung

Prof. Dr. Anja Hartung studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig und Bern (Schweiz), promovierte im Rahmen eines Stipendiums der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Universität Hamburg und habilitierte an der Universität Dresden. Danach war sie unter anderem Visiting Scholar am Institute of Communications Studies der University of Leeds (United Kingdom). Sie beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit dem Thema ‚Medien und höheres Lebensalter‘. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die empirische Exploration des Medienhandelns älterer Menschen und der mediatisierten Rahmenbedingungen des Alter(n)s in zeitgenössischen Gesellschaften.

 

 

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Letzte Änderung: 10.03.2017
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