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Internationale und nationale Rankings

Semper Apertus 250x125Nationale und internationale Hochschulrankings haben seit Beginn des neuen Jahrtausends zunehmend Konjunktur. Sie bedienen auf der einen Seite den steigenden Informationsbedarf auf Seiten der Studieninteressierten und Studierenden, der Forscherinnen und Forscher sowie aller Interessierten aus Politik und Gesellschaft, u.a. der Geldgeber. Auf der anderen Seite belegen sie den zunehmenden Konkurrenzdruck im Hochschulbereich, dem sich die Hochschulen im nationalen, mittlerweile aber auch im europäischen und internationalen Rahmen stellen müssen, sowohl in Bezug auf finanzielle Mittel wie auch auf „Köpfe“.

Alle Rankings stützen sich auf ein jeweils spezifisches Kriterien-Set, können also jeweils nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Forschungs- und/oder Lehrleistungen von Hochschulen und ihren Fakultäten bzw. Fachbereichen wiedergeben. Abgesehen vom jeweiligen methodischen Ansatz werden auch Qualität, Validität, Vollständigkeit und Vergleichbarkeit der erhobenen Daten vielfach hinterfragt. Werden zum Beispiel Expertenbefragungen herangezogen, wird teilweise der zu geringe Rücklauf kritisiert; werden bibliographische Informationen ausgewertet, wird die Datenbasis teilweise als zu einseitig kritisiert, insbesondere im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften oder weil nicht-englischsprachige Publikationen fehlen. Dementsprechend sind Rankingergebnisse grundsätzlich zu relativieren.

Die renommiertesten internationalen und nationalen Hochschulrankings werden im Rahmen des Qualitätsmanagements an der Universität Heidelberg ausgewertet und von den Fachdezernaten der Universitätsverwaltung, dem Rektorat, aber auch teilweise von den Fächern selbst – sofern fachspezifische Teilrankings zur Verfügung stehen – zur Standortbestimmung herangezogen, im Einzelfall auch zur Zieldefinition.

Die wichtigsten internationalen Rankings im Überblick:

Times Higher Education Ranking

Logo The 100x100Das Times Higher Education Ranking (THE-Ranking) wertet die Daten zu 13 Einzelindikatoren in insgesamt fünf Kategorien aus: (1.) Qualität der Lehre (30% der Gesamtwertung), (2.) Qualität der Forschung (30%), (3.) Zitationen (30%), (4.) Internationalität der Studierenden, des wissenschaftlichen Personals sowie Anzahl der Publikationen mit internationaler Beteiligung (7,5%), (5.) Fördermittel aus der Industrie (2,5%). Das alljährlich im Herbst veröffentlichte Times-Ranking weist eine Rangliste der 400 weltbesten Universitäten aus, wobei die ersten 200 mit Einzelrang dargestellt werden, die übrigen in alphabetisch sortierten Teilgruppen von 25 (201-300) bzw. von  50 (301-400). Nach Veröffentlichung der Gesamtliste werden in den Folgewochen Teilrankings zu den einzelnen Wissenschaftsbereichen veröffentlicht, wobei die Gewichtung der erhobenen Indikatoren bereichsspezifisch angepasst wird. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Times Higher Education Ranking.

 

Global Institutional Profiles Project

Logo Tr 100x100In enger Verbindung mit dem THE-Ranking steht das Global Institutional Profiles Project von Thomson Reuters, in dessen Rahmen die Leistungen von Forschungsuniversitäten umfassend – und weltweit vergleichbar – dargestellt werden sollen. Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Global Institutional Profiles Project.

 

QS World University Ranking

Logo Qs 100x100Dem QS World University Ranking, das ebenfalls im Herbst veröffentlicht wird und seinerseits 700 Hochschulen berücksichtigt, liegen zum einen Befragungen von (1.) Wissenschaftler/innen (Academic Survey, 40% der Gesamtwertung) und (2.) Arbeitgeber/innen (Employer Survey, 10%) zugrunde, zum anderen (3.) bibliometrische Analysen (Zitationen pro Wissenschaftler, 20%), (4.) das Betreuungsverhältnis zwischen Wissenschaftlern und Studierenden (20%) sowie (5. und 6.) die Quote internationaler Wissenschaftler und Studierender (je 5%). Veröffentlicht werden auch Teilrankings für die Wissenschaftsbereiche sowie (im folgenden Frühjahr)  einzelne Fachrankings für ausgewählte Fächer. Nähere Informationen erhalten Sie auf den Webseiten des QS World University Ranking.

 

Leiden-Ranking

Logo Uni Leiden 100x100Das Leiden-Ranking zum Forschungs-Output von Universitäten basiert ausschließlich auf bibliometrischen Analysen, weitere Informationen auf der Webeseite zu diesem Ranking.

 

Academic Ranking of World Universities

Logo Shanghairanking 100x100Das von der Universität Shanghai alljährlich veröffentlichte Academic Ranking of World Universities (ARWU) fokussiert ausschließlich auf die Forschungsleistung einer Hochschule: Ausgewertet werden (1.) Zitationen, (2.) Publikationen in international führenden Wissenschaftsmagazinen, (3.) die Anzahl von Nobelpreisen und anderen Auszeichnungen des aktuellen wissenschaftlichen Personals sowie (4.) der Alumni, (5.) die Anzahl der am häufigsten zitierten Wissenschaftler  und (6.) die Forschungsleistung (Indikatoren 1-5) gemessen an der Größe der Institution. Das Shanghai-Ranking wird jeweils im August veröffentlicht.

In enger Verbindung damit steht das Global Research University Profile (GRUP)-Projekt der Universität Shanghai, das auf einer interaktiven Online-Plattform individuelle Ranglisten zur Verfügung stellt, je nach Gewichtung der hinterlegten Kennzahlen aus den Bereichen Lehre, Forschung und Ressourcen (Personal und Finanzen). Auf der Webseite des Shanghai-Ranking stehen weitere Informationen zur Verfügung.

 

Scimago Institutions Ranking

Logo Sir 100x100Das in Madrid veröffentlichte Scimago Institutions Ranking (SIR) bewertet ausschließlich Angaben zu den Publikationen von – universitären und außeruniversitären – Forschungseinrichtungen, außer der Gesamtanzahl der Publikationen z.B. auch den Anteil von Publikationen, die in internationaler Kooperation entstanden sind, oder von Publikationen, die in den einflussreichsten Journals erschienen sind . Mit der Veröffentlichung eines „World Report“ jeweils im Herbst beansprucht das SIR-Ranking, das weltweit umfassendste Output-Ranking von Forschungseinrichtungen zu sein; 2012 wurden 3209 Forschungseinrichtungen berücksichtigt, Tendenz steigend. Die Webseite des Scimago Insitutions Rankings bietet weitere Informationen.

 

U-Multirank

Logo Umultirank 100x100Ein neues multidimensionales Rankingmodell  wurde im Rahmen des von der Europäischen Kommission finanzierten Ranking-Pilotprojekts U-Multirank (2009-2011) entwickelt. Hier werden eine Vielzahl von Faktoren und Indikatoren sowohl aus dem Lehr- als auch aus dem Forschungsbereich kombiniert, um die Vielfalt im Hochschulbereich weitgehend zu berücksichtigen. Die künftige Umsetzung dieses anspruchsvollen Konzepts, an dem auch das deutsche Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) maßgeblich beteiligt war, hängt jedoch von einer entsprechenden Finanzierung durch die EU ab. Der Projektverlauf ist auf der Webseite von U-Multirank nachzulesen.

 

Die wichtigsten nationalen Rankings im Überblick:

CHE-Hochschulranking

Logo Che Ranking 100x100Auf nationaler Ebene ist in Deutschland in erster Linie das CHE-Hochschulranking von Bedeutung, das 37 unterschiedliche Bewertungskriterien und -indikatoren aus den Bereichen Arbeitsmarkt/Berufsbezug, Ausstattung, Forschung, Gesamturteile, Internationale Ausrichtung, Studienergebnis, Studienort, Studierende sowie Studium und Lehre auf Fächerebene auswertet. Die CHE-Daten stützen sich sowohl auf Befragungsergebnisse als auch auf statistische Erhebungen. Im Rahmen des Qualitätsmanagement der Universität Heidelberg werden die fachspezifischen Kennzahlen zu einzelnen Kriterien analysiert und bewertet; hier sind sowohl Benchmark- als auch Längsschnitt-Analysen möglich. Die CHE-Daten fließen z.B. auch in die regelmäßige Stärken-Schwächen-Analyse (SWOT) zur Forschungsleistung im Kontext der Exzellenzförderung ein. In der Online-Veröffentlichung des CHE-Hochschulrankings, alljährlich im Mai, wird zu jedem einzelnen Fach ein Kompakt-Ranking mit 5-6 vorab ausgewählten Indikatoren angegeben; die Kriterien können jedoch auch einzeln oder individuell kombiniert zusammengestellt werden, als Basis für individualisierte Rankinglisten. Die Datenerhebung erfolgt im dreijährigen Turnus, wechselweise für verschiedene Fächergruppen, 2012 z.B. für: Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik, Medizin, Pharmazie und Sportwissenschaften. Die Daten des CHE-Hochschulrankings sind auch die Basis für den jeweils parallel erscheinenden Studienführer der „Zeit“. Die Webseite des CHE-Rankings stellt weitere Informationen zur Verfügung.

 

Vielfältige Exzellenz

Logo Che Ranking 100x100Darüber hinaus veröffentlicht das CHE auch das Ranking Vielfältige Exzellenz, das Indikatoren aus den Bereichen Forschung, Anwendungsbezug, Internationalität und Studierendenorientierung berücksichtigt (erstmals 2011 zu ausgewählten Fächern) und das frühere CHE-Forschungsranking ablöst. Zum Ranking Vielfältige Exzellenz gibt es beim CHE eine eigene Webseite mit weiterführenden Informationen.

 

Förderatlas der DFG

Logo Dfg Foerderatlas 100x100Als Nachfolger zu ihrem bis dahin alle drei Jahre erscheinenden Förder-Ranking hat die DFG 2012 erstmals einen Förderatlas veröffentlicht. Gemäß den Angaben der DFG gibt dieser Atlas „eine Übersicht über Drittmittel-Förderungen der DFG, des Bundes und der EU sowie über Personenförderungen der AvH, des DAAD und des ERC und bilanziert diese Förderungen für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen“.  An der Universität Heidelberg fließen die Informationen aus dem Förderatlas (wie zuvor aus dem Förder-Ranking) als Benchmarkinginformation in die regelmäßige Stärken- und Schwächenanalyse (SWOT) ein. Den Förderatlas sowie ein umfangreiches zusätzliches web-only-Angebot finden Sie auf den entsprechenden Webseiten der DFG.

 

Spezielle Rankings

Media 100x100Ferner gibt es spezielle Rankings zu einzelnen Indikatoren oder Fächern, z.B. das Humboldt-Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung, das alle drei Jahre (zuletzt 2012) pro Universität die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern auswertet, die in den jeweils 5 vorangegangenen Jahren als Stipendiaten oder Preisträger der Humboldt-Stiftung in Deutschland forschten, oder auch Rankings von Zeitschriften, wie z.B. das Ranking der Wirtschaftswoche zu wirtschaftsnahen Fachrichtungen, das ausschließlich auf der Befragung von Personalchefs der größten deutschen Unternehmen basiert, oder das Ranking des Handelsblatts, das die Forschungsleistung von Professor/innen im Fachbereich BWL auswertet.

 

Rankingergebnisse der Universität Heidelberg

Semperapertus 100x100Die Abteilung Kommunikation und Medien stellt auf einer eigenen Webseite eine Übersicht über das Abschneiden der Ruperto Carola in den aktuellen Ranking-Veröffentlichungen zur Verfügung.

 

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Letzte Änderung: 10.12.2013
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