Kennzahlenmonitoring
Drittmitteltätigkeiten
Einen Überblick über die Drittmitteltätigkeiten aller Einheiten der Universität, insbesondere über die Drittmittelausgaben pro Jahr und die jeweiligen Bewilligungssummen gibt der Abschnitt „Universität in Zahlen“ des jeweiligen Jahresberichts der Universität. Die Jahresberichte seit 2006 sind auf der Webseite zu Daten und Fakten der Universität abrufbar.
Erfassung externer Evaluationsbelastung (EEB)
Das EEB ist konzipiert als eine Landkarte externer Evaluationsbelastung innerhalb der Universität Heidelberg; erfasst werden dabei ausschließlich Großprojekte, deren externe Evaluation einen Aufwand für die Einrichtung als Ganze bedingen (z.B. SFBs., GRKs, ERC grants). Erfasst wird, wer wann und wie häufig extern evaluiert wird.
Das EEB dient als Verwaltungsinstrument zur Vermeidung von Überevaluation, in dem es die Summe der Evaluationsbelastung aus mehreren Projekten innerhalb einer Einheit erfasst. Miterfasst werden auch abgelehnte Projektvorhaben, da diese ebenfalls mit einem nachweislichen Evaluationsaufwand verbunden sind. Die Identifikation stark belasteter bzw. bislang noch nicht evaluierter Einheiten dient somit auch der Reihung für den externen Evaluationszyklus von heiQUALITY. Entsprechend bezieht sich das EEB jeweils auf übergeordnete Einheiten wie Institut, Zentrum oder Wissenschaftsbereich und ist nicht personalisiert.
Der Forschungsaktivitätsindikator (FAI)
Hinter dem FAI verbirgt sich eine Datenbank mit Angaben über Projekte innerhalb eines speziellen Wissenschaftsbereichs bzw. den darin vertretenen Untereinheiten (z.B. Lehrstühle, Abteilungen). Das FAI erweitert das EEB einerseits um spezifischere Angaben zu den Großprojekten, andererseits um Kleinprojekte (Sachbeihilfen, Stiftungsdrittmittel) auch auf personalisierte Ebene, sofern diese kompetitiv eingeworben wurden.
Das Instrument liefert in erster Linie Indikatoren für die Vernetzungs- und Kooperationsaktivitäten in dem zu evaluierenden Projekt bzw. der zu evaluierenden Einheit.
Sofern in einem Wissenschaftsbereich Groß- und Kooperationsprojekte (z.B. Transregios) existieren, wird in diesem Instrument automatisch die „geographischen Vernetzung“ miterfasst. Hierbei werden die Verbindungen zu regionalen, nationalen und internationalen Projektpartnern verzeichnet – unabhängig von deren fachlicher Ausrichtung (Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Gesellschaft).
Ähnlich der geographischen Vernetzungen kann das FAI auch „interdisziplinäre Kooperation“ abbilden, hierbei werden thematisch-inhaltliche Kooperationen von zwei oder mehr Disziplinen berücksichtigt – sowohl auf inner- als auch außeruniversitärer Ebene.
Das FAI gibt zudem Auskunft über Anzahl, Art, Fördervolumen und Zeitraum erfolgreicher Projektanträge. Bei deren systematischer Erfassung zielt das FAI auch auf die Ermittlung fachspezifischer Charakteristika ab: Geringe Drittmittelsummen werden nicht selten fälschlicherweise als mangelnde Antragsaktivität interpretiert. Das FAI hilft bei einer besseren Kontextualisierung der Antragsaktivität, indem nicht nur Großprojekte, sondern auch die Summe der erfolgreichen Anträge von Kleinprojekten, z.B. Projekte <25.000€ oder unilaterale Projekte auf Lehrstuhlebene bzw. mit nur einem Antragsteller, abgebildet wird.
Das FAI mitsamt all seinen Komponenten soll keinesfalls die alleinige und/oder ausschließliche Bewertungsgrundlage für Forschungsaktivität bilden, sondern liefert lediglich Einblick in einen ihrer Teilbereiche. So kann es je nach Disziplin zu relativ geringen Projektzahlen und Vernetzungsaktivitäten einzelner Einheiten kommen, deren Forschungsaktivität mit alternativen Kenngrößen deutlich besser sichtbar gemacht werden kann (u.a. Kongressteilnahmen, wissenschaftliche Vorträge, Veröffentlichungsverhalten und bibliometrische Analysen).
Gutachtertätigkeiten
Die Gutachtertätigkeiten Heidelberger Wissenschaftler, insbesondere bei den DFG-Fachkollegien, Forschungsfördereinrichtungen der europäischen Union sowie einigen weiteren großen Forschungsförderern, werden in der ZUV systematisch erhoben und ausgewertet. Eine ebenso regelmäßige Auswertung weiterer Gremientätigkeiten (in Fachvereinigungen und auch innerhalb der Universität Heidelberg) befindet sich derzeit im Aufbau.
Preise und Auszeichnungen
Eine bereits regelmäßig geführte Übersicht der wichtigsten Preise und Auszeichnungen, die Heidelberger Wissenschaftler erhalten haben, wird – nun auch um universitätsinterne Auszeichnungen erweitert – kontinuierlich fortgeführt. Informationsgrundlage sind hier gegenwärtig Pressemeldungen der Universität sowie die universitätseigenen Webseiten der Wissenschaftler und Institute. Meldungen an die zuständigen Mitarbeiter (siehe Kontakt) sind willkommen.
SWOT-Analyse
Anlassbezogen wird an der Universität Heidelberg eine fächerbezogene Stärken-/ Schwächenanalyse durchgeführt. Dabei werden neben quantitativen Kennzahlen wie Ausstattung, Drittmittel, Studierende und Promotionen pro Professor auch Informationen zu Gutachtertätigkeiten und wichtigen Forschungsprojekten aufbereitet. Darüber hinaus werden Daten anderer Universitäten aus Rankings und der amtlichen Statistik dargestellt, um hier einen Wettbewerbsbezug herzustellen.