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Die Weichenstellerin

Intern und extern: Die Vorsitzende des Universitätsrats Ulrike Albrecht ist der Ruperto Carola verbunden

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Ulrike Albrecht

Es war das Jahr 1997, als Ulrike Albrecht beruflich an die Ruperto Carola kam: Die promovierte Historikerin übernahm damals das neue Dezernat für Forschung und Grundsatzfragen der Forschung in der Universitätsverwaltung. „Mich hat sowohl diese Position mit ihren vielen Gestaltungsmöglichkeiten als auch die Universität selbst gelockt, die ich schon damals als einen sehr spannenden Ort empfand“, erzählt sie. Inzwischen leitet sie die Abteilung Strategie und Außenbeziehungen der Alexander von Humboldt-Stiftung und ist der Ruperto Carola nicht nur als Alumna verbunden, sondern seit 2004 auch als externes Mitglied des Universitätsrats, dessen Vorsitz sie im Oktober 2012 übernahm.  Und sie hat den Eindruck, „dass sich seit 1997 sehr, sehr viel geändert hat – diese Universität ist inzwischen noch aufregender geworden!“

Dass sie einmal bei der strategischen Entwicklung der Hochschullandschaft mitwirken würde, zeichnete sich noch nicht ab, als Ulrike Albrecht in den 1970er-Jahren an der Universität Göttingen Geschichte und Anglistik studierte. Ursprünglich schwebte ihr als Berufsziel Journalismus vor, im Laufe ihres Studiums verlegte sie ihren Schwerpunkt aber immer mehr auf den Bereich Geschichte. Anschließend arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Akademische Rätin am Göttinger Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, bevor sie 1993 „mit einem weinenden Auge“ die Forschung verließ und als Programmdirektorin an die Geschäftsstelle der Konferenz der deutschen Akademien der Wissenschaften in Mainz wechselte. „Als Wissenschaftlerin interessierte ich mich für das internationale Arbeiten, habe aber auch gesehen, welche Schwierigkeiten es damals noch in der Nachwuchsförderung gab. Deshalb hat mich die Möglichkeit sehr gereizt, mich bei der Konferenz der Akademien der Wissenschaften mit wissenschaftspolitischen Fragen zu beschäftigen“, erklärt sie.
 

Von der Forschung zur Forschungsförderung

In der Mainzer Geschäftsstelle war Ulrike Albrecht auch zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, 1997 übernahm sie zudem die kommissarische Geschäftsführung der Konferenz der Akademien, die inzwischen Union der deutschen Akademien der Wissenschaften heißt. Daneben hatte sie mit einem Lehrauftrag für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Mainz weiterhin ein Standbein als Wissenschaftlerin. Ebenfalls 1997 wechselte sie dann als Forschungsdezernentin an die Universität Heidelberg, die sie bereits durch die Zusammenarbeit mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften bei der Konferenz der Akademien kennengelernt hatte. „Das Forschungsdezernat war damals noch in einer Aufbauphase, so dass es viele Möglichkeiten der Gestaltung gab – und die habe ich auch sehr intensiv genutzt, da ich aus meinen zwölf Jahren in der Forschung wusste, wie sehr man als Wissenschaftler im Bereich der Förderinstrumente auf Hilfe angewiesen ist!“

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Foto: Eric Lichtenscheidt

Humboldt-Stiftung

Im Jahr 2001 kam dann der nächste Schritt: Ulrike Albrecht übernahm die Leitung der Abteilung Strategie und Außenbeziehungen der Humboldt-Stiftung in Bonn. „Dadurch, dass ich in Mainz schon einmal als kommissarische Geschäftsführerin gearbeitet hatte, hatte ich ‚Blut geleckt’, auch einmal an den strategischen wissenschaftspolitischen Entscheidungen mitzuwirken“, erklärt sie. „In Heidelberg war der Fokus damals – ganz anders als heute – vor allem auf Stuttgart ausgerichtet und weniger auf den nationalen Bereich – und mich hat die ‚Makroebene’ interessiert. Und bei der Humboldt-Stiftung kann ich nun tatsächlich in Kooperation mit den Universitäten und vor allem auch mit den Wissenschaftsorganisationen vieles planen und umsetzen, was mit Weichenstellungen in der Wissenschaftspolitik zu tun hat.“ Albrecht ist zuständig für alles, was in den Bereich strategische Entwicklung fällt, „das ist sehr vielfältig und reicht von Öffentlichkeitsarbeit über strategische Planung und Scouting bis hin zu internationalem Forschungsmarketing“.
 

Partnerin der Universität

Ihre Expertise in den „internationalen Beziehungen“ der Wissenschaft bringt Ulrike Albrecht auch in ihre Arbeit im Universitätsrat der Ruperto Carola ein. „Vor allem sehe ich die Mitglieder des Rats aber als Partner der Universität, als engagierte Ratgeber etwa bei Fragen der Schwerpunktsetzung oder bei Problemsituationen in Forschung und Lehre. Da ist es wertvoll, dass wir unsere Außensicht der Dinge einbringen können.“ Eine wichtige Aufgabe sieht sie auch darin, die Universität in der aktuellen Phase der Exzellenzinitiative zu begleiten „und auch zu sehen, wie es danach weitergeht“. Gerade durch die Exzellenzinitiative habe sich an der Ruperto Carola seit 1997 sehr viel geändert, was sich vor allem in einer starken Öffnung der Fächer untereinander zeige: „Da hat sich sehr viel bewegt – und ich habe den Eindruck, dass viele nun für ihre Universität arbeiten, und nicht nur für ihre eigene Disziplin.“

 

Der Universitätsrat

Der Universitätsrat ist als Aufsichtsrat neben Rektorat und Senat eines der drei zentralen Organe der Universität. Nach dem Landeshochschulgesetz trägt er Verantwortung für die Entwicklung der Universität und schlägt Maßnahmen vor, die der Profilbildung und der Erhöhung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dienen. Ihm gehören sechs externe und fünf interne Mitglieder an, das Rektorat und ein Vertreter des Wissenschaftsministeriums nehmen an den Sitzungen beratend teil. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Wahl des Rektors oder der Rektorin und des Kanzlers oder der Kanzlerin, die Beschlussfassung über Struktur- und Entwicklungspläne sowie die Feststellung der Jahresabschlüsse der Universität und der beiden medizinischen Fakultäten. Weitere Aufgaben sind die Zustimmung zu hochschulübergreifenden Kooperationen, zur Bildung, Veränderung, Aufhebung und Zuordnung von Hochschuleinrichtungen sowie zur Gründung von und Beteiligung an Unternehmen. Die Amtszeit der Mitglieder beziehungsweise eine Amtsperiode des Universitätsrats beträgt drei Jahre.

 

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Letzte Änderung: 24.10.2014
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