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Fluchtwege - ASR A2.3

Durch die Arbeitsstättenregel A2.3* wird näher beschrieben, wie die Anforderung der Arbeitsstättenverordnung, den Gefahrenbereich sicher verlassen zu können, umgesetzt werden müssen. Während unter Verkehrswegen alle Wege verstanden werden, die auf dem Betriebsgelände für Fußgänger und Fahrzeugverkehr zur Verfügung stehen, dienen die Fluchtwege dazu, aus einem Gefährdungsbereich in einen gesicherten Abschnitt zu flüchten. Auch die Rettung von Personen bzw. der Zugang für die Rettungskräfte erfolgt über die Flucht- und Rettungswege.

Allgemeine Anforderungen an Fluchtwege

Um ein ungehindertes Verlassen des Gefahrenbereiches sicherzustellen, müssen Fluchtwege, Notausgänge und Notausstiege ständig frei gehalten und dürfen nicht verstellt werden (Kap. 4. „Allgemeines“)* Selbst wenn durch herumstehende Gegenstände genug Platz zum Laufen vorhanden ist, ist der Aspekt der Verrauchung nicht unwesentlich. Der Rauch von Brandlasten wirkt toxisch und behindert die Sicht stark. Da Notausgänge in der Regel auch von außen verstellt werden können, muss durch weitere Maßnahmen (z.B. Kennzeichnung) sichergestellt sein, dass diese immer frei gehalten werden.

Im ersten Fluchtweg sind u.a. Aufzüge, Fahrtreppen, Spindeltreppen und Steigleitern unzulässig. Ausgleichsstufen sind ebenfalls im Verlauf der Fluchtwege nicht gestattet.

Ob auf einen zweiten Fluchtweg verzichtet werden kann, geht aus dem Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung hervor.

Der Fluchtweg ist deutlich und dauerhaft zu kennzeichnen, dabei muss auch die Richtung des Fluchtweges deutlich wahrnehmbar sein. (ASR A1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“)*. Ebenfalls in der ASR A1.3 sind die Anforderungen an einen Flucht- und Rettungsplan dargestellt, der auch über die Lage der Sammelstellen Auskunft gibt. In der Regel müssen Fluchtwege mit einer Sicherheitsbeleuchtung oder einem Sicherheitsleitsystem ausgestattet sein. Dies kann bspw. dann erforderlich sein, wenn die Bereiche durch ortsunkundige Personen betreten werden oder die Räume und Wege unter Erdgleiche liegen. Ob und in welchem Umfang dies erforderlich ist, hängt u.a. von den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung ab.

Abmessungen von Fluchtwegen

Die maximale Fluchtwegslänge ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung, darf aber folgende bereichsabhängige Längen nicht überschreiten (Kap. 5 „Anordnung, Abmessungen“)*:

  • a) bis zu 35m
  • b) bis zu 35m
  • c) bis zu 25m
  • d) bis zu 20m
  • e) bis zu 20m
  • f) bis zu 10m
  • für Räume, ausgenommen Räume nach b) bis f)
  • für brandgefährdete Räume mit selbsttätigen Feuerlöscheinrichtungen
  • für brandgefährdete Räume ohne selbsttätige Feuerlöscheinrichtungen
  • für giftstoffgefährdete Räume
  • für explosionsgefährdete Räume, ausgenommen Räume nach f)
  • für explosivstoffgefährdete Räume

Neben der Länge sind auch die Mindestbreiten der Fluchtwege wichtig und hängen von der Personenzahl ab, die im Notfall diese Wege benutzen. Dabei gilt:

  • Anzahl der Personen
    (Einzugsgebiet)
  • bis 5
  • bis 20
  • bis 200
  • bis 300
  • bis 400
  • Lichte Breite
    (in m)
  • 0,875
  • 1,00
  • 1,20
  • 1,80
  • 2,40

Die lichte Höhe darf dabei 2,00 m nicht unterschreiten.

Türen in Fluchtwegen

Türen, welche von Hand geöffnet werden, müssen immer in Fluchtrichtung aufgeschlagen werden.

In den Fluchtwegen dürfen manuell zu öffnende Türen nicht als Karussell- oder Schiebetüren ausgelegt sein. Abweichungen dieser Vorgaben dürfen nur dann erfolgen, wenn dabei die bauordnungsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden und es das Gefährdungspotential zulässt. Besonders wichtig ist dabei, dass sich die Türen leicht und ohne weitere Hilfsmittel öffnen lassen. Laut ASR A2.3 (Kap. 6 „Ausführung“)* ist unter „leicht zu öffnen“ folgendes zu verstehen:

  • Die Öffnungseinrichtungen sind gut zu erkennen und zugänglich
  • Die Betätigungsart ist leicht verständlich
  • Das Öffnen erfordert nur einen geringen Kraftaufwand

Wenn Türen von außen verschlossen sein müssen (z.B. zum Schutz vor Einbruch bzw. Zutrittsbeschränkungen), muss dennoch zu jedem Zeitpunkt das hilfsmittelfreie Öffnen von innen gewährleistet sein. Erreichen lässt sich das bspw. durch den Einsatz von Panikschlössern.

Elektrische Verriegelungssysteme müssen mit einem „Not-Auf-Taster“ ausgestattet werden und bei Stromausfall automatisch entriegeln.

*nur aus dem Campusnetz erreichbar!

Verantwortlich: Sicherheit
Letzte Änderung: 17.02.2017
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