Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg
Institut mit Modellcharakter: Das Zentrum für Molekulare Biologie (ZMBH) steht für erfolgreiche Grundlagenforschung, anspruchsvolle Lehre und eine hervorragende Nachwuchsförderung.
Die Forschung konzentriert sich auf fundamentale Fragestellungen der Molekular- und Zellbiologie. Eine Vielzahl biologischer Prozesse auf den Ebenen einzelner Moleküle, isolierter Zellorganellen, intakter Zellen und im Kontext ganzer Organismen wird dabei betrachtet. Zum Einsatz kommt die ganze Spannbreite modernster biochemischer, physiologischer und genetischer Untersuchungsmethoden bis hin zu den leistungsfähigsten mikroskopischen und bioanalytischen Techniken.
Genregulation auf Chromatinebene: Faktoren wie Polycomb binden bestimmte chromosomale Abschnitte und erhalten so Gen-Transkriptionsmuster, die in der frühen Entwicklung festgelegt wurden, über viele nachfolgende Zellteilungen hinweg aufrecht. – Identifizierung von Bindungsstellen des Proteins Polycomb mit Hilfe der Chromatin- Immunopräzipitations- methode und Microarrays (ChIP-on-Chip) |
Die aktuellen wissenschaftlichen Aktivitäten des ZMBH können in drei Bereiche gegliedert werden: Biogenese und intrazellulärer Transport von Proteinen und RNA; Kontrolle der Genexpression und molekulare Mechanismen der Entwicklung und Zelldifferenzierung; zelluläre Prozesse in pathogenen Mikroorganismen.
Direkter Eintritt in die Forschungspraxis
Das Zentrum für Molekulare Biologie im Internet: |
Diskussion an einer Genkarte des Krankheitserregers Mycoplasma pneumoniae über die Zuordnung von Pathogenitätsfaktoren. Grundlage der funktionellen Genomik ist die Sequenz des Gesamtgenoms eines Organismus. Mit ihr eröffnen sich neue Wege der Erforschung des Zusammenwirkens der Gene und Genprodukte in der lebenden Zelle. |
Das ZMBH-Konzept
Kern des ZMBH-Konzeptes ist es, optimale Bedingungen für eine erfolgreiche Forschung in hochkompetitiven Gebieten der modernen Biologie zu bieten sowie Studierenden, Doktoranden und Post-Doktoranden eine anspruchsvolle Aus- und Fortbildung zu ermöglichen. Das ZMBH besitzt eine Department-Struktur mit kleinen, unabhängigen Arbeitsgruppen und einer sehr guten Ausstattung an gemeinsam betriebenen zentralen Einrichtungen für wissenschaftliche, technische und administrative Dienstleistungen. Von den zwölf bis sechzehn Forschungsgruppen werden acht von Professoren geleitet, vier bis fünf unabhängige Gruppen sind in das Zentrum für Molekulare Biologie integriert, die von auf Zeit berufenen Nachwuchswissenschaftlern eigenverantwortlich geleitet werden. Dem wissenschaftlichen Austausch dienen Raum und Ressourcen für Gastwissenschaftler und -gruppen. Das ZMBH und die Leistungen der einzelnen Forschungsgruppen werden in regelmäßigen Abständen durch einen internationalen Wissenschaftlichen Beirat evaluiert. Ein mit renommierten Wissenschaftlern besetztes Gremium berät den Rektor der Universität in Fragen der allgemeinen Weiterentwicklung des ZMBH und bei personellen Entscheidungen.
Einführung in die Praxis des mikrobiologischen Laboratoriums. Ziel der Lehre ist es, den Nachwuchs frühzeitig an die Laborforschung heranzuführen. Im Mittelpunkt steht eine gründliche methodische Ausbildung. In Kursen werden wichtige Techniken vorgestellt und das experimentelle Arbeiten eingeübt. |
In der BioRegion Rhein-Neckar-Dreieck versteht sich das Zentrum für Molekulare Biologie als Keim eines wachsenden Netzwerks universitärer und außeruniversitärer Forschungsstätten. Der hieraus resultierende nationale und internationale Technologietransfer wird durch einen Wissenstransfer von gut ausgebildeten und motivierten jungen Wissenschaftlern unterstützt. Eine zukunftsweisende Perspektive nimmt das ZMBH durch die Entwicklung neuer Forschungsaufgaben in der postgenomischen Ära der Biologie ein: Quantitative Analyse, Modellierung und Simulation biologischer Systeme auf den Ebenen von Molekülen, Zellen und Organismen sollen die bereits existierenden Forschungsschwerpunkte verstärken. Diese Zielrichtung wird durch eine enge Kooperation von Biologen und Informatikern, aber auch von Physikern, Chemikern und Medizinern inner- und außerhalb des Heidelberger Campus gekennzeichnet sein.
Untersuchung zur Pathogenese der Alzheimer-Krankheit an einem Drosophila-Modell. In intensivem Austausch zwischen Vorhaben der Grundlagenforschung und anwendungsbezogenen Projekten werden insbesondere junge Wissenschaftler gefördert. |