25.1.1999

Heidelberger Botaniker Prof. Dr. Werner Rauh "Ritter des Nationalen Ordens" der Republik Madagaskar

Langjähriger Direktor des Botanischen Gartens trug fast 40 Jahre lang dazu bei, Madagaskar bekannt zu machen und der dortigen Bevölkerung die Bedeutung ihres Naturerbes zu zeigen

Eine weitere hohe Ehre für den Heidelberger Botaniker Professor Dr. Werner Rauh: der Präsident der Republik Madagaskar ernannte ihn zum "Ritter des Nationalen Ordens". Die hohe Auszeichnung wurde Rauh vom madagassischen Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Zafera Antoine Rabesa, überreicht. Mit dieser Auszeichnung solle sein Beitrag zum Naturschutz auf Madagaskar, dem Lieblingsgebiet von Prof. Rauh, gewürdigt werden. Wie der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Jürgen Siebke, in seiner Ansprache betonte, komme seinen wissenschaftlichen Arbeiten mit dieser Auszeichnung eine hochrangige Anerkennung hinzu.

Der Botschafter Madagaskars betrachtete es als einen besonders glücklichen Zufall, seinem ehemaligen Lehrer jetzt den Ehrentitel verleihen zu dürfen. Dieser werde nur denjenigen zuteil, die sich "durch unermüdliche Anstrengungen" für Madagaskar ausgezeichnet haben. Prof. Rauh, langjähriger Direktor des Botanischen Gartens, habe fast 40 Jahre lang dazu beigetragen, Madagaskar bekannt zu machen. Er habe sich für die Madagassen eingesetzt und ihnen die Bedeutung ihres Naturerbes gezeigt. Mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten über die südliche Flora der Insel habe Prof. Rauh den Madagassen eine Quelle ihres Erbgutes erschlossen.

Mit seinen Arbeiten habe er die Prophezeiungen Cammersons aus dem 18. Jahrhundert veranschaulicht, der gesagt haben soll: "Madagaskar ist das gelobte Land für Wissenschaftler." In seinem neuesten Werk erklärte Prof. Rauh bescheiden, daß es ihm lediglich darum gehe, die Artenvielfalt Madagaskars zu bewahren. "Und das im Interesse der Madagassen selbst", fügte der Botschafter hinzu.

"Ich nehme die Auszeichnung im Namen aller früheren Mitarbeiter an", sagte Prof. Rauh, der zwischen 1959 und 1998 insgesamt drei Jahre auf Madagaskar geforscht hat. Leider könne er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ins "gelobte Land der Wissenschaftler" reisen.

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Updated: 03.02.99