SPIRITUS MUSICAE –
1. Heidelberger Summer School zu Musik und Religion
28. JUNI BIS 1. JULI 2012
AGOSTINO STEFFANI (1654-1728): «STABAT MATER«
Bilder: v.l.n.r. Dürer, Cimabue, Tizian. The Yorck Project, Zenodot Verlagsgesellschaft mbH www.zeno.org, Stand: 05
Vom 28.06. bis 01.07.2012 findet unter dem Titel "SPIRITUS MUSICAE" die 1. Heidelberger Summer School zu Musik und Religion statt. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Hochschule für Kirchenmusik mit der Theologischen und Musikwissenschaftliche Fakultät der Universität Heidelberg. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe steht das Stabat mater von Agostino Steffani, der eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert und zeitweise auch Rektor der Universität Heidelberg war.
Donnerstag, 28. Juni 2012
Hochschule für Kirchenmusik, Raum 16
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19.00 – |
SWR 2 Forum Wie viel Religion steckt in der Musik? Prof. Dr. Helmut Schwier, KMD Prof. Bernd Stegmann, Dr. Meinrad Walter |
Freitag, 29. Juni 2012
Hochschule für Kirchenmusik, Raum C
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09.00 – |
Prof. Dr. Silke Leopold Agostino Steffani – Ein Katholik in protestantischen Landen Agostino Steffani ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert – Opernkomponist und Diplomat in päpstlichen Diensten, Rektor der Universität Heidelberg und Musiklehrer der brandenburgischen Kurfürstin Sophie Charlotte. Ebenso ungewöhnlich wie sein Leben ist seine Musik. Beides wird Thema des Vortrags sein. |
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10.45 – |
Dr. Martin Mautner „eas potuerim colligare“ Im 8. Jahrhundert entsteht – wohl aus der Tropierung melismatischer liturgischer Gesänge – die Gattung der Sequenz, die sich während des gesamten Mittelalters weiterentwickelte und großer Beliebtheit erfreute. Der Vortrag zeichnet die Gattungsgeschichte nach und beschäftigt sich mit der Frage nach der Entstehung und Autorschaft speziell der Stabat mater-Dichtung. |
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12.00 – |
Dr. Joachim Steinheuer „Quis est homo qui non fleret” Zur Geschichte der Stabat mater-Vertonungen Mehr als fünf Jahrhunderte lang haben sich Komponisten mit dem Stabat mater musikalisch auseinandergesetzt, obwohl die mittelalterliche Sequenz seit dem Konzil von Trient im 16. Jahrhundert aus der Liturgie entfernt und erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder zugelassen worden war. Der Vortrag behandelt wichtige Stationen in der Geschichte der kompositorischen Auseinandersetzung mit dem Stabat mater von Josquin Desprez über Giovanni Battista Pergolesi bis hin zu Krzysztof Penderecki. |
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15.00 – |
KMD Prof. Bernd Stegmann Die Stabat mater-Vertonungen von Agostino Steffani und Domenico Scarlatti. Eine Werkeinführung. Thematisiert werden die Beziehungen beider Kompositionen - auch im Blick auf die barocke Tradition der Stabat mater-Kompositionen. Aspekte der Wort-Ton-Beziehung sollen eine zentrale Rolle spielen, mit deren Hilfe ein Leitfaden für das am Samstag stattfindende Konzert gegeben wird. |
Samstag, 30. Juni 2012
Musikwissenschaftliches Seminar, Augustinergasse 7, Hörsaal
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09.30 – |
Prof. Dr. Albert Gerhards „Stabant iuxta crucem” Das Stabat mater im Kontext von Liturgie und Spiritualität Das Stabat mater hat als Sequenz am Fest der Schmerzen Marias (15. September) eine wechselvolle Geschichte in der römischen Liturgie. Obwohl es zunächst nicht in das Tridentinische Messbuch von 1570 aufgenommen wurde, lebte es in zahlreichen Übertragungen fort. Vom liturgischen Kontext aus geht es in diesem Vortrag um eine intertextuelle Erschließung der theologischen Aussagen sowie um eine Verortung der Sequenz und ihrer Nachdichtungen in der jeweiligen Spiritualität. |
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10.45 – |
Prof. Dr. Helmut Schwier Stabat mater, Magnificat und die andere Maria Stabat Mater und Magnificat bilden einen spannungsreichen Zugang zu Maria. Dabei erleichtert der biblische Text evangelische Rezeptionen und verbindet mit der Ankündigung der Geburt Jesu herrschaftskritische und politische Positionen. |
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12.00 – |
N.N. Kunsthistorischer Vortrag über Stabat mater-Darstellungen |
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15.30 – |
Gesprächsrunde Das Stabat mater im Kontext historischer Aufführungspraxis Moderation: Prof. Dr. Silke Leopold |
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20.00 Uhr |
Konzert Domenico Scarlatti: Stabat mater Agostino Steffani: Stabat mater Orgelimprovisationen Anette Lösch, Song-Yi Lee, Keun-Hee Park, Sabine Born – Sopran Matthias Lucht, Günter Daubenberger – Altus Johannes Balbach-Nohl, Peter Gortner – Tenor Gerhard Luchterhandt – Orgel Clayton Bowman, Magnus Cosmas Piontek, Marcus Rau – Bass Badischer Kammerchor der Hochschule für Kirchenmusik Barockorchester L’arpa festante Leitung: Bernd Stegmann Eintritt: € 15.- / ermäßigt: € 10.- / Karten an der Abendkasse |
Sonntag, 1. Juli 2012
Peterskirche Heidelberg
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10.00 Uhr |
Universitätsgottesdienst mit Aufführung der Kantate BWV 10 von Johann Sebastian Bach Liturg: Helmut Schwier • Predigt: Friederike Nüssel Anette Lösch – Sopran Matthias Lucht – Altus Johannes Balbach-Nohl – Tenor Marcus Rau – Bass Badischer Kammerchor der Hochschule für Kirchenmusik Barockorchester L’arpa festante Leitung: Bernd Stegmann |

