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Kontakt

Beauftragte für behinderte und chronisch kranke Studierende

Dania Hollmann und
Carolin Pfisterer-Weik

Seminarstraße 2
69117 Heidelberg

Tel.: 06221/54-3840 oder
Tel.: 06221/54-2362

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Bitte stellen Sie Ihre Anfrage per E-Mail. Sie müssen selbstverständlich keine Diagnose nennen, gerne aber Ihr Studienfach. Schildern Sie kurz konkrete Situationen oder Fragen. Wir werden Ihnen hierzu zeitnah Rückmeldung geben.
In dringenden Fällen vereinbaren wir telefonische oder persönliche Beratungstermine.

 
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FAQ


FAQ – Frequently Asked Questions

 

1.      Ich würde gerne an der Universität Heidelberg studieren. Kann ich aufgrund einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung an einem bevorzugten Zulassungsverfahren teilnehmen?

 

2.      Ich studiere an der Universität Heidelberg. Wie kann ich für Prüfungen Nachteilsausgleiche beantragen? 

 

3.      Ich beginne bald mein Studium in Heidelberg, habe aber die Sorge, dass sich der Studienbeginn aufgrund meiner Einschränkung schwierig gestaltet (Gebäude, Formalia, Organisation). Kann mich hierbei jemand unterstützen? 

 

4.      Um mein Studium durchführen zu können, bin ich auf eine Assistenz angewiesen. Gibt es hier Unterstützung durch die Universität?

 

5.      Wie kann ich als gesundheitlich eingeschränkter Studierender mein Studium finanzieren?

 

6.      I am an international student and want to study in Heidelberg. How does university support me as a handicapped student?

 

 

                                            

1. Ich würde gerne an der Universität Heidelberg studieren. Kann ich aufgrund einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung an einem bevorzugten Zulassungsverfahren teilnehmen?

 

Ob und in welchem Maße eine gesundheitliche Beeinträchtigung beim Zulassungsverfahren berücksichtigt werden kann, hängt von dem Studiengang ab, für den Sie sich bewerben möchten. In der Regel gibt es bei zulassungsbeschränkten Studiengängen die Möglichkeit entweder eines Härtefallantrags, eines Antrag auf Verbesserung der Durchschnittsnote oder einer Verbesserung der Wartezeit. Die folgenden Ausführungen dienen jedoch nur einer Orientierung; alle Einzelheiten müssen Sie auf jeden Fall noch einmal selbst recherchieren!

 

Härtefall – Härtefallantrag

Das bedeutet, dass man bei Anerkennung eines Härtefallantrages ohne Berücksichtigung der Auswahlkriterien (z.B. Durchschnittsnote, Wartezeit) vor allen anderen Bewerberinnen und Bewerbern zum Studium zugelassen wird.


Nicht jede Beeinträchtigung, mag sie auch als hart empfunden werden, rechtfertigt eine Zulassung als Härtefall. Vielmehr muss eine besondere Ausnahmesituation (schwerwiegende gesundheitliche, soziale und familiäre Gründe) vorliegen, dass es bei Anlegung besonders strenger Maßstäbe nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Der Härtefallantrag kommt daher nur für wenige Personen in Betracht und wird nach vorgetragener Begründung und dem vorgelegten Nachweis kritisch geprüft. Bitte beachten Sie, dass es bei dem Härtefallantrag um einen Antrag auf sofortige Zulassung zu einem Studium handelt. Gründe, die für das Studium an einem bestimmten Studienort geltend gemacht werden, spielen hierbei keine Rolle.

 

Für Sonderanträge existiert ein gesondertes Formular, das Sie unter folgendem Link abrufen können:
http://www.uni-heidelberg.de/md/studium/download/hartefallantrag_1._fachsemester.pdf

Dieses können Sie für die Stellung eines Sonderantrages unter Beifügung aller Belege, die geeignet sind den Härtegrund zu belegen, verwenden. Am besten führen Sie Ihre Gründe auf einem gesonderten Blatt auf. Welche Gründe zur Geltendmachung eines Härtefalls geeignet sind, können Sie diesem Merkblatt entnehmen:
http://www.uni-heidelberg.de/md/studium/download/hinweise-sonderantraegen.pdf.

Zudem sollten Sie darauf achten, dass Ihre Bewerbung neben dem Sonderantrag vollständig form- und fristgerecht bei der Universität Heidelberg eingeht. Beachten Sie dafür bitte die Informationen auf den allgemeinen Internetseiten.

 

Verbesserung der Durchschnittsnote

Bei der Vergabe der Studienplätze in bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen (sogenannter „bundesweiter NC“) – bezogen auf die Universität Heidelberg sind dies die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie – werden rund 20% der Studienplätze an die Abiturbesten vergeben. Wer nachweisen kann, dass er/sie aus persönlichen, nicht selbst zu vertretenden Gründen gehindert war, eine bessere Abiturdurchschnittsnote zu erreichen, wird auf Antrag mit einer verbesserten Durchschnittsnote am Vergabeverfahren in dieser Abiturbestenquote beteiligt.

In Studiengängen, die nicht bundesweit, sondern nur an einzelnen Hochschulen – so auch an der Universität Heidelberg – zulassungsbeschränkt sind (sogenannter „örtlicher NC“) kann eine Verbesserung der Abiturdurchschnittsnote mit einem entsprechenden Schulgutachten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens beantragt werden.

 

Verbesserung der Wartezeit

Mit dem Antrag auf Verbesserung der Wartezeit können Sie – in bundesweit wie in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen – Umstände geltend machen, die Sie gehindert haben, die Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel das Abitur) früher zu erwerben, sofern Sie diese Verzögerung nicht selbst zu vertreten haben.

 

2. Ich studiere an der Universität Heidelberg. Wie kann ich für Prüfungen Nachteilsausgleiche beantragen?

 

Beim Nachteilsausgleich geht es darum, die Chancengleichheit zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sollen die Rahmenbedingungen für beeinträchtigte Studierende so angepasst werden, dass Ihnen Ihre Behinderung oder chronische Erkrankung bei der Erbringung von Prüfungsleistungen nicht zum Nachteil wird. Wie ein Nachteilsausgleich im konkreten Fall aussehen kann, hängt daher maßgeblich von den individuellen Beeinträchtigungen und den daraus entstehenden Nachteilen ab. Einige Möglichkeiten eines Nachteilsausgleiches sind zum Beispiel:

  •  Prüfungszeitverlängerungen, z. B. Verlängerung der Bearbeitungszeit
  • Technische Hilfsmittel, z. B. Benutzung eines Computers als Schreibhilfe
  •  Prüfungsassistenz, z. B. Schreibkraft
  •  Änderung einer schriftlichen in eine mündliche Prüfung oder umgekehrt
  • Nutzung eines extra Prüfungsraumes unter Aufsicht

Um einen Nachteilsausgleich zu beantragen, können Sie sich direkt an das zuständige Prüfungsamt oder an Ihren Dozenten wenden (bei einzelnen Prüfungen an den Dozenten, bei absehbar mehreren an das Prüfungsamt). Wichtig ist, dass Sie sich mit dem jeweiligen Dozenten oder Prüfungsamt rechtzeitig in Verbindung setzen. Gerne können Sieim Vorfeld einen Beratungstermin bei den Beauftragten für behinderte und chronisch kranke Studierende wahrnehmen, die Sie bei der Antragstellung unterstützen können.
Ein offizielles Antragsformular gibt es nicht, daher begründen Sie bitte mit eigenen Worten, weshalb Sie einen Nachteilsausgleich benötigen. Um Ihren Anspruch zu belegen, müssen Sie mit dem Antrag ein (fach-)ärztliches Attest mit Angabe von Art und Umfang des drohenden Nachteils und Ausgleichsmöglichkeiten einreichen. Die Diagnose muss in Ihrem Attest nicht genannt werden. Es müssen aber die Symptome, aufgrund derer der Nachteil droht, so beschrieben werden, dass die Notwendigkeit des Nachteilsausgleichs für den Dozenten oder das Prüfungsamt nachvollziehbar ist. Zudem sollte der Arzt einen konkreten Vorschlag machen, welchen Nachteilsausgleich er aus ärztlicher Sicht befürworten würde.

 

 

3. Ich beginne bald mein Studium in Heidelberg, habe aber die Sorge, dass sich der Studienbeginn aufgrund meiner Einschränkung schwierig gestaltet (Gebäude, Formalia, Organisation). Kann mich hierbei jemand unterstützen?

 

Grundsätzlich gibt es in diesem Fall zwei Möglichkeiten: Zum einen gibt es das sogenannte „Patenprogramm“. Hierbei unterstützt ein Studierender aus einem höheren Semester einen Studienanfänger. Hierzu können wir einen Aufruf (selbstverständlich ohne Name oder Angabe der Art der Erkrankung/Behinderung) in dem jeweiligen Fach machen, ob ein Student/eine Studentin ehrenamtlich dazu bereit wäre, Pate zu werden und in diesem Rahmen Unterstützung zu leisten. Wenn sich jemand meldet, vermitteln wir die E-Mailadressen der beiden. Wie und in welchem Umfang sich der Austausch gestaltet, liegt dann in den Händen des Paten und des Studienanfängers.
In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, eine/n Studierende/n einzustellen, der diese Aufgaben offiziell übernimmt. Hierzu ist eine (persönliche) Absprache mit den Bauftragten nötig.

Sollten Sie umfassende Hilfe über einen längeren Zeitraum benötigen, können Sie Unterstützung bei der Eingliederungshilfe der Stadt Heidelberg beantragen.

Gerade der Studienbeginn ist für viele Studierende belastend, auch im Verlauf des Studiums können persönliche Konfliktsituationen auftreten. Das kostenlose Beratungsangebot der Psychosozialen Beratung (PBS) steht allen Studierenden der Universität und der Pädagogischen Hochschule offen.

 

4. Um mein Studium durchführen zu können, bin ich auf eine Assistenz angewiesen. Gibt es hier Unterstützung durch die Universität?

 

Prinzipiell gibt es die Möglichkeit, diese Art der Unterstützung zu erhalten. So kann z.B. eine Schreibassistenz bei Prüfungen im Rahmen eines Nachteilsausgleiches beantragt werden. Assistenzen in geringem Stundenumfang für die Unterstützung im Studienalltag können sinnvoll sein – in diesem Fall ist es auf jeden Fall nötig, sich mit den Beauftragten in Verbindung zu setzen.

Wenn Sie Assistenzen in größerem Stundenumfang benötigen oder für Dinge, die über das Studium hinausgehen (Abholen von der Wohnung und Begleitung zu Seminaren) können Sie Unterstützung bei der Eingliederungshilfe der Stadt Heidelberg beantragen (s.o.).

 

5. Wie kann ich als gesundheitlich eingeschränkter Studierender mein Studium finanzieren?

 

Erste Anlaufstelle in Punkto Finanzierung ist das Studierendenwerk Heidelberg. Hier können Sie sich Beratung einholen und Anträge stellen.
Das Studierendenwerk bietet auch eine Sozialberatung an. Studierende mit Handicap erhalten bei der Sozialberatung Unterstützung bei allen Fragen rund ums Studieren und Leben in Heidelberg - natürlich auch zum Thema Finanzierung.

 

BAföG

Das BAföG ist eine staatliche Finanzierungshilfe während der Ausbildung und besteht zur Hälfte aus einem Staatsdarlehen und zur Hälfte aus einem Zuschuss. Bei Studenten mit Behinderung können auch Leistungen über die Forderungshöchstdauer hinaus gewährleistet werden.

Informationen zur Antragsstellung, Förderhöhe und Förderbedingungen findet Sie im Internet unter http://www.bafoeg.bmbf.de/

 

Eingliederungshilfe

Eingliederungshilfe (nach §§ 53 ff. i. V. m. § 97 SGB XII) können Sie beantragen, wenn Sie als behinderter Mensch wesentlich in Ihrer Fähigkeit zur Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben beeinträchtigt sind.

Leistungen können unter anderem gewährt werden

-für stationäre Wohnheimversorgung

-für ambulant betreutes Wohnen

-zur Integration behinderter Studenten an der Hochschule

-für eine Wohnungsausstattung, die den besonderen Bedürfnissen der behinderten Menschen entspricht

Die Träger der überörtlichen Sozialhilfe erwarten oft bei Beschaffungswünschen eine Stellungnahme der Universität, bei der wir Ihnen gerne behilflich sind.

Für Studierende, die in der Stadt Heidelberg mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, ist das Amt für Soziales und Senioren zuständig.

 

Persönliches Budget

Das Persönliche Budget ist eine Leistungsform, bei der behinderte Menschen von den Leistungsträgern in der Regel eine Geldleistung anstelle von Dienst- oder Sachleistungen erhalten. Mit diesem Budget bezahlen sie die Aufwendungen, die zur Deckung ihres persönlichen Hilfebedarfs erforderlich sind. Die gemeinsamen örtlichen Servicestellen der Rehabilitationsträger bieten Beratung und Unterstützung an.

 

Stipendien

Eine andere Möglichkeit, sich das Studium zu finanzieren, sind Stiftungen und Stipendien. Es gibt eine Vielzahl von Stipendien mit unterschiedlicher Ausrichtung. Einige Stiftungen berücksichtigen gesundheitliche Beeinträchtigungen bei den Auswahlkriterien.

Auf der Seite der Universität Heidelberg finden Sie mehr Informationen zu Begabtenförderung, politischen und kirchlichen Stiftungen.

 

6. I am an international student and want to study in Heidelberg. How does university support me as a handicapped student?

 

On the one hand here are several possibilities to get support. On the other hand it has to be said that compared to other universities (for example in Great Britain) the service in Heidelberg is rather on a basic level – but at least studying is for free!

The commissioner for disabled and chronically ill students will help you with all your questions and difficulties, but they won’t organize your studies. There is nothing like a “key worker” or a “support center”.

You can apply for compensating disadvantages during tests (Nachteilsausgleiche). In special cases (e.g. some students with autism) there is the possibility to get an assistant for some hours a week, being your contact person and supporting you with your special needs (e.g. helping you to create a weekly plan how to organize yourself two hours a week).
For problems concerning living or financing you should talk to the responsible authority, for example the “Studierendenwerk Heidelberg”.


In every case: Once you know for sure that you will spend one or two semesters in Heidelberg, it is very useful to make an appointment with one of the commissioners. There you can discuss all questions you have. If you do not want to, of course you never have to tell anyone your diagnosis!

 


E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 09.06.2017
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