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Überzeugt: Erneut gibt die DFG Fördermittel für die Untersuchung von Protein-Lipid-Komplexen weiter
Übergeben: Neues Zentrum für Integrative Infektionsforschung will maßgeblichen Beitrag leisten weiter
Überlaufen: Wegen unkalkulierbarer Risiken verbietet die Stadt die beliebte Feier auf den 1. Mai weiter
Zwischen Buchdeckeln
Erlös von „Karneval der Tiere“ geht an das Kindertumorzentrum weiter

 

Berührende Geschichten aus der Kinderherzchirurgie weiter

 

Auftakt einer Sachbuchreihe „WissenKompakt Medizin“ weiter

 

Horst Gundlach: „Wilhelm Windelband und die Psychologie“ weiter

 

„Die neue Psychologie des Alterns“ von Hans-Werner Wahl weiter

 

Bildband aus der Schriftenreihe des Stadtarchivs spiegelt den Wandel weiter

 

Beiträge aus der Akademischen Mittagspause in Buchform weiter

 

Eine Reihe von Neuerscheinungen bei „CrossAsia-eBooks“ weiter

 

Von Laupheim über die Weimarer Republik bis zu den Exilkubanern weiter

 

Karriere
Deutschlandstipendien vergeben weiter

 

Angebote des Career Service der Ruperto Carola weiter

 

Hochschuldidaktikzentrum hat Jahresprogramm veröffentlicht weiter

 

Sonderpublikation des „Monitor Lehrerbildung“ (pdf) weiter

 

Studienplatzvergabe in Medizin verletzt teils das Grundgesetz weiter

 

„Spurwechsel“-Veranstaltung am 23. Januar in der Neuen Uni weiter

 

Soziale Integration erhöht die Chance auf Studienerfolg weiter

 

Beratung durchs Hochschulteam der Agentur für Arbeit (pdf) weiter

 

Die Promotion als Wegbereiter wissenschaftlicher Karrieren (pdf) weiter

 

Untersuchung zur Überschreitung der Regel­studienzeit (pdf) weiter

 

Filmkiste
Vortragsvideos vom Studium Generale im Sommer weiter

 

Jugendklimagipfel in Heidelberg weiter

 

Patrick Roth liest aus „Die amerikanische Fahrt“ und mehr weiter

 

Erste Delegation in Heidelbergs neuer Partnerstadt Palo Alto weiter

 

Stammzellforschung am Centre for Organismal Studies weiter

 

SWR hat die Kinderstation der Uniklinik Mannheim besucht weiter

 

Campus-TV über medikamentöse Behandlung von Hirnaneurysmen weiter

 

Kurzer Vortrag von Prof. Andreas Meyer-Lindenberg vom ZI weiter

 

Videos aus dem Mannheimer Medizinstudium weiter

 

Das Erste hat für seine Reportage auch im DKFZ nachgefragt weiter

 

Podcasts
BR24 schildert das einträgliche Geschäft mit den E-Zigaretten weiter

 

Gespräch mit Prof. Jörg Heil und Dr. Imad Maatouk (mp3) weiter

 

Entwickelt hat Dr. Marcel Mohr ein mathematisches Modell (mp3) weiter

 

Dr. Dominik Niopek widmet sich der Optogenetik (mp3) weiter

 

Molekularbiologe Prof. Bernd Bukau beim Campus-Report (mp3) weiter

 

Prof. Martin Bendszus setzt MRT statt Röntgenbilder ein (mp3) weiter

 

Vor gut 19 Jahren entwickelte Prof. Klaus Roth die „Ballschule“ (mp3) weiter

 

SWR2 hat Prof. Joseph Maran zur Bronzezeit befragt weiter

 

Dr. Tobias Endler vom HCA im Deutschlandfunk-Interview (mp3) weiter

 

NDR-Diskussionsrunde mit Tobias Endler zu Donald Trump weiter

 

Bildung in Zahlen
Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs 2017 (pdf) weiter

 

Analysen zur Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft (pdf) weiter

 

„Bildung und Forschung in Zahlen“ des BMBF für 2017 (pdf) weiter

 

„Höhere Chancen durch höhere Bildung?“ fragt der Bericht (pdf) weiter

 

Fürchten sich die Deutschen vor der Digitalisierung? (pdf) weiter

 

„Eine Agenda für mehr Wachstum und Gerechtigkeit“ (pdf) weiter

 

... als Grundlage der techno-logischen Leistungsfähigkeit (pdf) weiter

 

Expertenkommission Forschung und Innovation: Gutachten 2017 (pdf) weiter

 

Attraktivität der Hochschul-ausbildung ungebrochen (pdf) weiter

 

Journal@RupertoCarola
Ausgabe 8/17 vom 1. Dezember 2017
Redaktion
Archiv
Veranstaltungskalender

Dienstag, 24.04.2018

13:00
Uhr

Prof. Dr. Rüdiger Hell, Universität Heidelberg, Centre for Organismal Studies

14:00
Uhr

Prof. Dr. Joseph Maran, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie, Universität Heidelberg

20:00
Uhr

Kate Raworth, Oxford University
weiter Zum Veranstaltungskalender
Angerichtet
Was es heute zu essen gibt ... weiter

 

„Mensa for Kids“-Weihnachts-bäckerei im Zeughaus (pdf) weiter

 

DSW will 10 Millionen Euro für Hochschulgastronomie weiter

 

Anlaufstelle
Verwaltung und Beratung für Studierende an einem Ort weiter

 

Termine & Tipps
Das gesamte Kursprogramm der Zentralen Studienberatung (pdf) weiter

 

Heidelberg plant 25 weitere Standorte für öffentliches WLAN weiter

 

Tipps von Arbeitsrechtlerin Charlotte Kuhn aus dem Uniklinikum weiter

 

Recherchieren im Broschüren- und Dissertationskatalog der UB weiter

 

Das begehrte Kalenderblatt der Ruperto Carola liegt aus weiter

 

Agenda der Stadt Heidelberg weiter

 

Ausstellung mit Fotos des vergangenen Benefizkonzerts weiter

 

Sonderausstellung von Lobdengau-Museum und HCCH weiter

 

Probandensuche des „KliPS“ weiter

 

„yooweedoo“-Ideenwettbewerb weiter

 

Internationales
Aktuelle Angebote der Ruperto Carola fürs Auslandsstudium weiter

 

Heidelberger Wissenschaftler sind Teil der Initiative weiter

 

DAAD-Preis für den syrischen Medizinstudenten Obada Alhalabi weiter

 

Dr. Ahmadreza Djalali wurde im Iran zum Tode verurteilt weiter

 

Gerichtsprozesse gegen größere Gruppe türkischer Wissenschaftler weiter

 

Studentenwerke wenden sich gegen Studiengebühren für Ausländer weiter

 

MWK mit Blick auf internationale Studierende trotzdem gelassen weiter

 

Die Helmholtz International Research Schools weiter

 

Ergebnisse des neuen chinesischen Exzellenz-Programms (pdf) weiter

 

Reisestipendien der „zis Stiftung für Studienreisen“ weiter

 

Ausgezeichnet
Stadt würdigt Krebsforscher Prof. Harald zur Hausen weiter

 

Prof. Rohini Kuner bekam Award weiter

 

Sprachwissenschaftler Prof. Óscar Loureda in Lima ausgezeichnet weiter

 

Ludwig-Biermann-Förderpreis ging an Dr. Diederik Kruijssen weiter

 

Prof. Lutz H. Gade erhielt Horst-Dietrich-Hardt-Preis weiter

 

Ruprecht-Karls-Preise verliehen weiter

 

Auszeichnungen für Dr. Julia Strasheim und Dr. Jan Suckau weiter

 

Ein äußerst erfolgreiches Jahr der Heidelbergerin Sarah Köhler weiter

 

Die Preisträger im Video-Porträt weiter

 

Blick zurück
VGH Baden-Württemberg kassiert Regelung an Mannheimer Uni weiter

 

Studentenwerke drängen auf Hochschulsozialpakt weiter

 

Jubiläumsfeier in Berlin weiter

 

Forum Bedrohungsmanagement weiter

 

Katastrophenschutzübung des Universitätsklinikums am Neckar weiter

 

... der zukunftsfähigsten Städte weiter

 

Dr. Cornelia Hoffmann begleitet unheilbar erkrankte Menschen weiter

 

Wunschzettelaktion der Universitätsverwaltung weiter

 

Mit Peter Meusburger starb eine herausragende Persönlichkeit weiter

 

Ziellinie:

Griff nach den Sternen

Von Mirjam Mohr

Dr. Lisa Marie Haas

Sie könnte die erste deutsche Frau im Weltall werden: Dr. Lisa Marie Haas (Foto: Socher), die in Heidelberg Physik studiert hat und am Institut für Theoretische Physik promoviert wurde, nahm an der Initiative „Die Astronautin“ teil und gehört zu den sechs Finalistinnen. Das private Crowdfunding-Projekt hat zum Ziel, die erste Astronautin aus Deutschland ins All zu schicken – und junge Frauen für ein naturwissenschaftliches Studium zu begeistern. Nach einem einjährigen Auswahlverfahren, das an die Standards der Europäischen Weltraumorganisation ESA angelehnt war und für das sich mehr als 400 Frauen beworben hatten, wurden schließlich zwei ausgesucht, die zur Astronautin ausgebildet werden. Eine von beiden soll dann im Jahr 2020 zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Weil Nicola Baumann, eine dieser Kandidatinnen, Mitte Dezember ausgestiegen ist, wird nun eine Nachfolgerin aus dem Kreise der verbliebenen Finalistinnen bestimmt, um zusammen mit der anderen Kandidatin Dr. Insa Thiele-Eich, die übrigens in Heidelberg geboren wurde, das Astronautentraining zu absolvieren. Die Nachrückerin soll Mitte Februar auf einer Pressekonferenz präsentiert werden – bis dahin heißt es für Lisa Marie Haas warten. Haas arbeitet als Entwicklungsingenieurin bei der Robert Bosch GmbH in Reutlingen und ist dort für die Aufbau- und Verbindungstechnik von Sensoren im Bereich Consumer Electronics zuständig. Die 34-Jährige ist verheiratet und Mutter von zwei Söhnen. Im Interview gibt die ehemalige Studentin der Ruperto Carola Auskunft über ihren Kindheitstraum, das Auswahlverfahren und die Vorzüge ihres Studienorts:

Frau Haas, wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, Astronautin zu werden? weiter


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Planetologie:

Himmlischer Whirlpool

Grafik von Enceladus

Weil er flüssiges Wasser birgt, bietet der Saturnmond Enceladus zumindest in der Theorie eine Voraussetzung dafür, dass dort Leben existieren könnte; was ihn zu einem begehrten Forschungsobjekt in unserem Sonnensystem macht. Motor der beobachteten hydrothermalen Aktivität auf dem Mond könnte Wärme aus der Reibung von Gestein sein – ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte. Voraussetzung dafür ist, dass der Saturnmond einen porösen Kern hat, sodass Wasser des darüber liegenden globalen Ozeans in den Kern eindringen kann und dort durch Reibungswärme erhitzt wird (Grafik: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute, Choblet et al., ESA). Das zeigt eine Computersimulation, die im Zuge der europäisch-amerikanischen Cassini-Huygens-Mission entstanden ist und an der auch die Arbeitsgruppe von Privatdozent Dr. Frank Postberg, Planetologe an der Universität Heidelberg, beteiligt war.

Die Simulation liefert ebenfalls eine Antwort auf die lange ungelöste Frage, woher die Energie stammt, die Wasser in flüssiger Form auf dem kleinen, kryovulkanisch aktiven Mond fern der Sonne auftreten lässt. Bereits 2015 konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass es hydrothermale Aktivität auf dem Himmelskörper geben muss. Aus Eisvulkanen schleudert Enceladus feinste Gesteinskörner in riesigen Fontänen aus Gas und Wassereis in den Weltraum: Diese Partikel wurden mit einem Detektor der Raumsonde Cassini erfasst. Sie stammen vom Grund eines über 50 000 Meter tiefen Ozeans, der sich unter einer drei bis 35 Kilometer dicken Eiskruste erstreckt. weiter


Pädiatrie:

„PäPP“ für künftige Kinderärzte

Kleinkind

Was die Entwicklung eines Kindes bedeutet, in welchen kleinen und manchmal auch großen Schritten ein Neugeborenes zum Kleinkind wird, das können Heidelberger Medizinstudierende seit mittlerweile zehn Jahren im Zuge des Lehrprojekts „Pädiatrisches Patenschaftsprojekt Prävention“ (PäPP) erfahren. Als Paten begleiten sie Kinder und deren Eltern zu den Vorsorgeuntersuchungen und besuchen die Familien mehrmals zu Hause (Symbolbild: Universitätsklinikum Heidelberg). Bisher nahmen 160 Hochschüler und Familien sowie jedes Jahr sechs bis acht niedergelassene Kinderärzte aus dem Rhein-Neckar-Delta an dem Projekt teil. Das zehnjährige Bestehen der erfolgreichen Kooperation begingen jüngst Medizinstudierende, Patenkinder mit ihren Familien, Ärzte und Lehrbeauftragte des Heidelberger Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg mit einem Familienfest.

„Vorrangiges Ziel des Projekts ist es, dass künftige Ärzte an der normalen Entwicklung eines Kindes von Anfang an teilhaben können. Während sie im Alltag immer nur Momentaufnahmen sehen und es meist mit erkrankten Kindern zu tun haben, können die Studenten durch das ‚PäPP‘ erleben, welche motorischen, psychosozialen und sprachlichen Kompetenzen ein Kind in den ersten Lebensjahren erlernt“, erklärt Dr. Astrid Helling-Bakki, eine der Lehrleiterinnen des Patenschaftsprojekts am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Die angehenden Mediziner können sich durch die Zusammenarbeit schon während ihres Studiums mit dem Berufsbild eines niedergelassenen Kinderarztes vertraut machen und die sogenannten „U-Untersuchungen“ schrittweise und unter Aufsicht erlernen. Besonders der Präventionsgedanke steht dabei im Mittelpunkt. weiter


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Paleoökologie:

Die Höllenglocken von Yukatan

Hells Bells

Wissenschaftler haben in den vergangenen Jahren eine kleine Gruppe von Tropfsteinen identifiziert, bei denen die charakteristische Kalkbildung nicht etwa in einer trockenen Höhle sondern unter Wasser abzulaufen scheint. Dazu zählen die sogenannten „Hells Bells“ in der El Zapote-Höhle bei Puerto Morelos auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan (Foto: E.A.N./IPA/INAH/MUDE/UNAM/HEIDELBERG). Ein deutsch-mexikanisches Forscherteam unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck vom Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg hat nun analysiert, wie sich diese glockenförmigen, meterlangen Formationen unter Beteiligung von Bakterien und Algen gebildet haben. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Fachzeitschrift „Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology“.

Hängende Tropfsteine, auch als Stalaktiten bezeichnet, entstehen durch physikalisch-chemische Prozesse, bei denen kalkhaltiges Wasser eintrocknet. Sie verjüngen sich normalerweise und bilden an ihrem unteren Ende eine Spitze, von der die Wassertropfen auf den Höhlenboden fallen. Die Formationen in der El Zapote-Höhle, die bis zu zwei Meter lang sind, öffnen sich kegelförmig, sind hohl und weisen runde, elliptische oder auch hufeisenförmige Querschnitte auf. Doch nicht nur ihre Form und Größe sind einzigartig, auch die Bedingungen ihres Wachstums, so Wolfgang Stinnesbeck: Sie entstehen in einer absolut dunklen Umgebung an der Basis einer 30 Meter dicken Süßwassereinheit, die sich unmittelbar über einer sauerstofffreien Zone mit sulfidhaltigem giftigen Salzwasser befindet. weiter


Poesie:

Vielleicht einen Roman schreiben

Von Oliver Fink (Text und Foto)

Şafak Sarıçiçek

Bereits als Schüler verfasste er Kurzgeschichten und nahm an Schreibwettbewerben teil. Das literarische Schreiben wiederentdeckt hat Şafak Sarıçiçek dann während seines Jura-Studiums an der Universität Heidelberg. Nun ist sein erster Lyrikband erschienen, der den Titel „Spurensuche“ trägt und von Sven Kalb illustriert wurde; erschienen ist das literarische Debüt im Elif-Verlag. Geboren wurde Şafak Sarıçiçek 1992 in Istanbul, wo er auch an der Deutschen Schule sein Abitur ablegte. Zunächst studierte er anschließend ein Semester Biowissenschaften an der Ruperto Carola, dann wechselte er zu Jura – gerade steckt er in der Examensphase. Sarıçiçek ist Redakteur der Studentischen Zeitschrift für Rechtswissenschaft (StudZR) und Mitbegründer des studentischen Literaturkreises „echolot“. Der Autor über ...

... sein erstes Buch: weiter


Historie:

Goebbels’ glückloser Doktorvater

Von Oliver Fink

Max Freiherr von Waldberg

Als Joseph Goebbels 1943 für seine mehr als 20 Jahre zuvor abgeschlossene Dissertation an der Universität Heidelberg geehrt wurde und eine Erneuerung seiner Promotionsurkunde erhielt, erwähnte der Reichspropagandaminister in der anschließenden Dankesrede seinen Doktorvater mit keinem Wort. Ein Grund hierfür mag darin gelegen haben, dass Max Freiherr von Waldberg (Repro: Universitätsarchiv) Goebbels’ literaturhistorische Arbeit über den Dramatiker Wilhelm von Schütz seinerzeit eher kritisch begutachtet hatte. Hinzu kam: Der Heidelberger Germanistik-Professor war 1933 infolge der Machtergreifung der Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Herkunft in den Ruhestand versetzt worden. Fünf Jahre später, im November 1938, starb er an den Folgen einer Krebsoperation. Seine Ehefrau Violetta, der die Deportation in das KZ Theresienstadt drohte, nahm sich im April 1942 das Leben.

Wie eine neu erschienene Biographie von Olha Flachs zeigt, waren das Leben und die akademische Karriere Max von Waldbergs bereits vor 1933 von vielen Entbehrungen und Enttäuschungen gekennzeichnet. Seine große Bedeutung für die Entwicklung der Heidelberger Germanistik aber, so Flachs, ist kaum zu überschätzen. 1858 in Jassy im damaligen Fürstentum Moldau und heutigen Rumänien geboren, studierte von Waldberg in Wien, Berlin und Czernowitz, der Hauptstadt des Habsburgischen Kronlands Bukowina. Dort wurde er auch promoviert, habilitierte sich und wirkte als außerordentlicher Professor, ehe er auf die gleiche Funktion 1889 an die Universität Heidelberg wechselte. Von 1908 an bekleidete er hier den Rang eines Honorarprofessors. weiter