Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Weiter in der Deutschen Spitzengruppe

Ruperto Carola schneidet im aktuellen CHE-Forschungsranking erneut sehr gut ab

Das CHE-Forschungsranking 2007 attestiert der Universität Heidelberg wieder einen hohen Anteil forschungsstarker Fakultäten: In acht von 13 untersuchten Fächern – in Anglistik, Biologie, Chemie, Mathematik, Medizin, Pharmazie, Physik und Zahnmedizin – konnte sie sich für die Gruppe der "Forschungsstarken" qualifizieren und gehört damit zur Spitzengruppe der Hochschulen mit einem besonders hohen Anteil an Forschungsleistungen.

Ebenfalls zur Spitzengruppe zählen die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, die Ludwig-Maximilians- und die Technische Universität München, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie die Universitäten in Stuttgart und Karlsruhe (TH). 40 Hochschulen gehören dem CHE-Forschungsranking zufolge der Mittelgruppe an – sie weisen in mindestens einem Fach besondere Forschungsleistungen auf. 17 Universitäten schließlich werden in keinem der betrachteten Fächer zu den "Forschungsstarken" gerechnet.

Das CHE-Forschungsranking basiert auf dem forschungsbezogenen Datenmaterial des CHE-Hochschulrankings. Insgesamt wurden 16 Fächer betrachtet. Aktualisiert wurden die Daten für Anglistik, Elektro- und Informationstechnik, Erziehungswissenschaft, Geschichte, Maschinenbau und Psychologie. Neben Fakten, die für die Bildung der Spitzen-, Mittel- oder Schlussgruppe maßgeblich waren, wurde auch die Reputation der Fachbereiche bei Hochschullehrern abgefragt.

www.che-ranking.de/Forschungsranking_2007.php

Kontakt:

Dr. Sonja Berghoff
Tel. 05241/976129
E-Mail: sonja.berghoff@che-ranking.de

Die Studenten hängen an der Flasche

Fast ein Drittel der Hochschüler hat einer ZI-Studie zufolge ein Alkoholproblem

Eine umfassende Campusbefragung an 1130 Studierenden einer deutschen Hochschule nahmen jüngst Prof. Josef Bailer und seine Mitarbeiter von der Abteilung Klinische Psychologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim vor. Besonders alarmierend war den Ergebnissen der Studie zufolge die Häufigkeit des so genannten Alkoholsyndroms: Ein knappes Drittel der Hochschüler zeige ein problematisches Trinkverhalten, das offensichtlich unter Studierenden deutscher Universitäten ähnlich weit verbreitet sei wie an US-amerikanischen Hochschulen. In Deutschland fehle es jedoch im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten an spezifischen Präventions- und Interventionsprogrammen der Universitäten, erklärt das ZI.

Hintergrund der Untersuchung war die geringe Verfügbarkeit von umfassenden Daten über die psychische Gesundheit von Studenten in Deutschland. Die jetzt veröffentlichte Studie weist darauf hin, dass es einen großen psychologischen Versorgungsbedarf unter den Hochschülern gibt. So erfüllten 22,7 Prozent die Kriterien für mindestens eine psychische Störung. Neben dem Alkoholsyndrom mit 30,2 Prozent – das einzige Syndrom, das bei männlichen häufiger als bei weiblichen Studierenden auftritt – leiden die Hochschüler vorwiegend an somatoformen Störungen (9,1 Prozent), depressiven Syndromen (8,1 Prozent) oder idiopathischer Umweltintoleranz (7,2 Prozent). Als Fazit für die Praxis bedeute dies, so das ZI, dass psychische Probleme unter Studenten ähnlich häufig seien wie in der Allgemeinbevölkerung und problematisches Trinkverhalten sogar verbreiteter.

Kontakt:

Prof. Josef Bailer
Tel. 0621/1703-6151
E-Mail:
josef.bailer@zi-mannheim.de

Zu viel Prüfungsdruck durch Bologna?

Studierendenvertretung mahnt Überarbeitung der Prüfungsordnungen an

Der "freie zusammenschluss von studentInnenschaften" (fzs) fordert die Hochschulen auf, ihre neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge noch einmal zu überdenken. Die immense Prüfungslast, die Lehrende im Zuge der aktuellen Umfrage des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) festgestellt hätten, beklagten die Studierenden schon seit Einführung der neuen Studiengänge, so der fzs. Vorstandsmitglied Imke Buß: "Die Studierenden haben seit Beginn der Reformen gegen diese Prüfungslast gearbeitet. Es war absehbar, dass das weder für Lehrende noch für Studierende leistbar ist."

Konkret fordert der fzs die Lehrenden auf, flexibel auf Probleme zu reagieren und die neuen Prüfungsordnungen mit den Studierenden gemeinsam noch einmal zu überarbeiten. Gleichzeitig ruft die Studierendenvertretung die Landesregierungen dazu auf, den Hochschulen mehr Geld zuzusprechen. Die Umstellung der Studiengänge laufe meist parallel zum regulären Betrieb aber ohne zusätzliche Mittel. fzs-Vorstand Regina Weber hierzu: "Viele Lehrende arbeiten unter sehr schlechten Bedingungen. Das geht zu Lasten von Studium und Lehre. Um die Studienreform mit all ihren Facetten umsetzen zu können werden dringend neue Stellen benötigt – auch für die Studienberatung und Betreuung der Studierenden."

Siehe auch: "HIS: Bachelor-Studierende etwas, Master-Studierende deutlich zufriedener"

Siehe auch: "Positive Entwicklung bei Studienzeiten - Neue HRK-Statistik zu Bachelor und Master"

Siehe auch: "Studienverlauf und Verbleib der Bachelorabsolventen der Universität Konstanz"

Es geht um die Business Intelligence

Für künftige IT-Berater: Früherer URZ-Mitarbeiter kommt ins Rechenzentrum

Das BI Center of Excellence der Firmen Kybeidos/Systematika wird Werner Bundschuh am Freitag, 18. April, um 10.15 Uhr im Großen Seminarraum (119) des Universitätsrechenzentrums (Im Neuenheimer Feld 293) im Zuge des SAS-Treff am URZ vorstellen. Bundschuh war früher als Mitarbeiter des Rechenzentrums für den Bereich Statistik und statistische Software zuständig, jetzt arbeitet er bei der Firma Kybeidos. Diskutiert werden sollen im Anschluss an die Vorstellung des BI Center of Excellence Kooperationsmodelle mit der Universität wie Diplomarbeits- und Praktikanten-Betreuung, Schnuppertage oder Kursangebote für Absolventen ("Fortgeschrittene SAS-Programmierung in Projekten", "Fortgeschrittene SAS-Programmierung aus der Praxis"). Adressat der Veranstaltung sind vor allem Studierende, die kurz vor dem Abschluss stehen, sowie Professoren, Dozenten und Betreuer, die mit SAS-Software arbeiten; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Systematika und Kybeidos sind IT-Beratungsfirmen in Heidelberg, die Projekte für Business Intelligence-Lösungen mit SAS ausführen. Business Intelligence (BI) bezeichnet Verfahren und Prozesse zur systematischen Analyse von Unternehmensdaten – Basel II, Vertriebsscorecard oder Risikocontrolling sind Begriffe aus diesem Bereich, die man auch aus der Presse kennt. Die Grundlage für Business Intelligence Reporting bildet das Data Warehouse, welches operative Daten des Unternehmens in speziell aufbereiteter Form speichert und für Auswertung, Analyse und Darstellung bereitstellt. Ein Berater in diesem Umfeld braucht neben guter Kenntnisse in SAS auch fachliches Wissen im jeweiligen Unternehmensbereich.

2007 haben die Firmen Systematika und Kybeidos in Kooperation das BI Center of Excellence gegründet, um spezielle Services im BI-Umfeld zu entwickeln und zu vermarkten. Dem Center gehören rund 30 Spezialisten an, die hauptsächlich Lösungen mit der SAS-Software entwickeln. SAS wiederum ist einer der Marktführer im Business Intelligence-Markt und bietet neben dem traditionellen SAS/BASE zum Programmieren auch eine optimierte SAS/BI-Plattform an. Diese Plattform nutzt Webbrowser, JAVA und SAS in einer Mixtur, um verschiedene Nutzergruppen anzusprechen.

Weiterführende Links:

URZ: www.urz.uni-heidelberg.de

SAS-Treff am URZ: www.urz.uni-heidelberg.de/statistik/kurse_sastreff.html

SAS Institute: www.sas.de

Kybeidos: http://www.kybeidos.de/pages/index.php?flash=1

Systematika: www.systematika.com