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Bereichsbild

Evangelische Theologie

Studienabschluss: (1) Lehramt an Gymn. (2) Magister Theologiae

Evangelische Theologie (Pfarramt und Fakultätsexamen)
Bewerbungspflichtig: Nein Nein
Studienbeginn: WS u. SS WS u. SS
Regelstudienzeit: 10 10
Sprachnachweise: HF: Latinum und Graecum
NF: Latein- und Griechischkenntnisse
Hebraicum, Graecum, Latinum (bis zur Zwischenprüfung)
Lehrsprache:    

 
 Theologische Fakultät

 

Inhalt des Studiums

Die hier aufgeführten Informationen betreffen den Studiengang (1).  Zu den Studienordnungen für Lehramtskandidaten vgl. vorerst die Angaben in den Prüfungsordnungen für die Examen für das Lehramt an Gymnasien. Unter folgendem Link finden Sie die Informationen zum Studiengang (2) gesondert: Magister Theologiae.

 

Für das Studium bestehen neben dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife folgende Sprachvoraussetzungen, die bis zur Zwischenprüfung zu erbringen sind:

  • Lateinkenntnisse, die das Studium theologischer Texte ermöglichen,
  • das Graecum, sofern Neues Testament oder Kirchengeschichte und Dogmen- bzw. Theologiegeschichte studiert wird,

das Hebraicum, sofern Altes Testament studiert wird.

 

Aufbau des Studiums

Das Studium der Theologie gliedert sich in folgende Fächer:

  • Altes Testament
  • Neues Testament
  • Kirchen- und Dogmengeschichte
  • Systematische Theologie (Dogmatik, Ethik, Ökumenische Theologie und Philosophie)
  • Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie/Missionswissenschaft
  • Praktische Theologie

Einzelheiten über den Studienverlauf sind aus den Empfehlungen des Studienplans zu ersehen, der im Dekanat der Theologischen Fakultät erhältlich ist.

 

Altes Testament

Das Studium des Alten Testamtents (AT) vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Entstehung und Ursprungsintention des Alten Testaments sowie zur Geschichte und Religionsgeschichte des antiken Israel und seiner Umwelt. Die Theologie des AT wird in ihrer kanonischen Vielfalt, in ihrer umfassenden Wirkungsgeschichte in Judentum und Christentum sowie in ihrer aktuellen gesellschafts- und kulturpr ägenden Kraft betrachtet. Das Studium soll die Studierenden in die Lage versetzen, das AT mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden, kritischer hermeneutischer Reflexion und Benutzung wichtiger Fachliteratur selbständig auszulegen. Darüber hinaus sollten die Studierenden die Bedeutung der alttestamentlichen Schriften für Theologie, Kirche und Kultur der Gegenwart erfassen und auch im Blick auf Predigt und Unterricht die gewonnenen Kenntnisse schriftlich und mündlich vertreten können. Dem Studium liegen die Texte in hebräischer (und aramäischer) Sprache zu Grunde. In Studiengängen, in denen keine Kenntnisse dieser Sprachen verlangt sind, wird mit deutschen Übersetzungen unter Hinzuziehung der antiken griechischen Übersetzung gearbeitet. Neben den Texten des Alten Testaments werden archäologische Zeugnisse ausgewertet, die für Fragen der Geschichte und der Religionsgeschichte Israels und seiner Umwelt relevant sind. Dazu zählen insbesondere einschlägige Bereiche der althebräischen bzw. der altorientalischen Epigraphik, die aus der Lektüre von Originalquellen (gegebenenfalls in Übersetzung) erarbeitet werden. Das Studium des Alten Testaments wird zusätzlich vertieft durch interdisziplinäre und interreligiöse Zusammenarbeit mit der Hochschule für jüdische Studien in Heidelberg.

 

Neues Testament

Zum Studium des Neuen Testamentes (NT) geh ören Kenntnisse über die "Entstehung und Inhalt der neutestamentlichen Schriften" und des neutestamentlichen Kanons sowie über die "Geschichte des Urchristentums" und seine Einbettung in die religiöse, soziale und politische Geschichte seiner Zeit, insbesondere des Judentums. Relevante Teile der jüdischen und antiken Religionsgeschichte sollen durch Originalquellen bekannt sein. Ziel des Studiums ist es, mit der theologischen Gedankenwelt des Neuen Testaments vertraut zu werden, die Probleme seines Verstehens in der Gegenwart reflektieren zu können und zur selbständigen Auslegung neutestamentlicher Texte fähig zu sein.

 

Kirchen- und Dogmengeschichte

Das Studium der Kirchengeschichte umfaßt die Fächer Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte, Konfessionskunde, Christliche Archäologie und Geschichte der christlichen Kunst sowie im Blick auf die spezifisch deutschen Verhältnisse die Territorialkirchengeschichte.

In Hauptvorlesungen wird ein Überblick über die fünf Zeitalter der Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte (Altertum, Mittelalter, Reformation, Neuzeit, kirchliche Zeitgeschichte), über die Strukturen, bestimmenden Ereignisse und zentralen Problemstellungen gegeben. Bei den Zeitaltervorlesungen werden Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte integriert behandelt.

Der vertiefenden Kenntnis sollen L ängsschnitte oder ausgewählte Problemstellungen einer Epoche dienen. Als Felder solcher Vertiefung dienen vor allem die Kirchen-, Dogmen- und Theologiegeschichte des 4. und 5. Jahrhunderts, der Reformationszeit, des Pietismus und der Aufklärung sowie der kirchlichen Zeitgeschichte.

 

Systematische Theologie

Das Studium der systematischen Theologie umfaßt die Disziplinen Dogmatik, Ethik, Ökumenische Theologie und Philosophie.

In der Dogmatik werden Kenntnisse zu biblischen, historischen und gegenwartsbezogenen Themen vermittelt und Möglichkeiten zur Integration dieser Themen zu theologischen Lehren aufgezeigt; ferner wird die Fähigkeit zur argumentativen Darlegung der Inhalte des christlichen Glaubens eingeübt.

In der Ethik sollen die Studierenden Kenntnis und Einsicht in Probleme christlich motivierten Handelns in Geschichte und Gegenwart gewinnen und zu eigenem ethischen Urteilen befähigt werden.
In der Ökumenischen Theologie werden Kenntnisse über die Beziehungen der christlichen Kirchen untereinander, deren theologische Grundlegung in ihren unterschiedlichen Traditionen und ihre Bedeutung für das gesellschaftliche und politische Zusammenleben vermittelt.

Ziel der Religionsphilosophie ist es, den selbständigen Umgang mit Fragestellungen und zentralen Texten der Philosophie zu lehren.

 

Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie/Missionswissenschaft

In der Religionswissenschaft werden theoretische Ansätze und Kenntnisse zum Islam, Hinduismus und Buddhismus sowie zu neuen religiöse Bewegungen und zur Esoterik vermittelt.
In der Interkulturellen Theologie stehen die Theologie- und Christentumsgeschichte Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sowie Grundfragen der interkulturellen Theologie (Interreligiöser Dialog,Theologie der Religionen, Mission, kontextuelle Theologien etc.) im Mittelpunkt.

Praktische Theologie

Das Studium der Praktischen Theologie umfaßt die Disziplinen Homiletik und Liturgik (Predigt- und Gottesdiensttheorie), Religionspädagogik, Poimenik (Seelsorgetheorie), Kirchentheorie und Pastorallehre und Diakonik.

Die Homiletik beschäftigt sich mit dem Ursprung und der Geschichte biblischer und kirchlicher Predigt und Predigtlehre, möglichst in ihrem Zusammenhang mit der Liturgik und deren Werdegang; sie zeigt Möglichkeiten zu einer argumentativ verantworteten Integration von relevanten homiletischen Entwürfen in ein eigenes homiletisches Konzept auf und hilft, die Fähigkeit zum rechenschaftsfähigen Erarbeiten, Halten und Reflektieren eigener Predigt zu entwickeln. Die Liturgik vermittelt neben den historischen Entwicklungslinien christlicher Gottesdienste die Grundlagen von Gottesdiensttheorie und -gestaltung.

Die Religionspädagogik geht von der religiösen Gegenwartslage von Schülerinnen und Schülern aus und entwickelt ein angemessenes Profil des Religionsunterrichts, das Erwartungen an christliche Religion ernst nimmt, Anfragen und Enttäuschungen im kritischen Diskurs aufnimmt, und die religiöse Bildungsaufgabe neu und zeitgemäß mit einem eigenen theologischen Profil und unter Bezug auf empirisch-qualitative Überlegungen konzipiert. Sie erarbeitet Strukturen der Unterrichtsvorbereitung, reflektiert die Geschichte religöser Bildungsbemühungen und Formen kirchlich religiöser Bildung (Kindergottesdienst, Konfirmandenarbeit, Erwachsenenbildung) außerhalb des schulischen Kontexts. Dabei bleibt die Differenz von Unterricht und Verkündigung christlicher Religion immer im Blick.

Die Poimenik stellt die Frage nach der Seelsorge im Blick auf die Grundlagen der Theoriebildung (insbesondere im 20. Jahrhundert) und die Grundlagen ihrer Praxis in der Gegenwart. Unter Einbeziehen theologischer und humanwissenschaftlicher Perspektiven (Pastoralpsychologie) gilt das Interesse einem Verständnis des seelsorglichen Beziehungsgeschehens in der Vielfalt seiner personalen, kommunikativen und glaubensbezogenen Möglichkeiten. In der Vermittlung und Reflexion von poimenischer Theorie, eigener Person und konkreter Praxis kann dann eine eigene theologisch verantwortete und den Kommunikationsbedingungen angemessene eigene Seelsogekonzeption entwickelt werden.

Diakonik ist in Heidelberg als Teil der Praktischen Theologie ein besonderer Schwerpunkt, in dem die vielfältigen Bezüge und Dimensionen der diakonischen Verantwortung der Kirchen in Forschung und Lehre interdisziplinär behandelt werden. Neuerdings bietet das Diakoniewissenschaftliche Institut auch zwei weiterbildende Masterstudiengänge an, einen für „Unternehmensführung im Wohlfahrtsbereich“ und einen für „Diakoniewissenschaft“ (Anmeldung jeweils bis Juli).

In Kirchentheorie und Pastorallehre sollen im Sinne einer praktischen Ekklesiologie neuere Konzeptionen der Kirchenentwicklung und -organisation sowie verschiedene Sichtweisen vom Pfarramt, von Charismen, Ämtern und Diensten in Kirchen und Gemeinden sowie Konzeptionen von Gemeindearbeit kritisch mit praktischen Konkretionen in Geschichte und Gegenwart konfrontiert werden, um daraus Kriterien für adäquate Praxis-Analysen und für die Entwicklung eigener theologisch fundierter Handlungstheorien zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei einer Theorie kirchlichen Handelns, die Diakonie als zentrale Dimension von Kirche verständlich macht.

 

Formalia

Zulassung

Es besteht keine Zulassungsbeschränkungfür Lehramt an Gymnasien. Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier.

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

 

Fächerkombinationen

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.

Studien- und Prüfungsordnungen

Zwischenprüfungsordnung Lehramt, Magister (vom 16.12.2003)
Zwischenprüfungs- und Studienordnung Lehramt (vom 26.04.2010)
Lehramtsprüfungsordnung (LPO)
Prüfungsordnung Magister Theologiae (vom 16.07.2009)

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

 

Fachstudienberatung

Dr. Dirk Schwiderski
Kisselgasse 1, Zi. 123
Di.11.30-13.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-3394
E-Mail: dirk.schwiderski@wts.uni-heidelberg.de

 

Kontakt

Dekanat der Theologischen Fakultät

Hauptstraße 231
D-69117 Heidelberg

Geschäftsführung: Dorotea Grote, M.A.,  Zi. 102
Tel.: +49 (0)6221-54-3334
Fax: +49 (0)6221-54-3372
E-Mail: dekanat@theologie.uni-heidelberg.de
Internet: http://theologie.uni-hd.de/
Lageplan

Fachschaft:
Kisselgasse 1, Fachschaftskeller
D-69117 Heidelberg
E-Mail: fh1@ix.urz.uni-heidelberg.de
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Letzte Änderung: 28.03.2013