Soziologie
| Studienabschluss: | Master of Arts |
| Bewerbungspflichtig: | Ja |
| Studienbeginn: | WS |
| Regelstudienzeit: | 4 |
| Studienform: | Vollzeitstudium |
| Sprachnachweise: | |
| Sonstiges: | Postgradualer Studiengang (konsekutiv) |
| Lehrsprache: | Deutsch |
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Inhalt des Studiums
Der Master-Studiengang Soziologie startete am Heidelberger Max-Weber-Institut für Soziologie zum Wintersemester 2009/10. Er richtet sich an Absolvent/-innen, die ein sozialwissenschaftliches Erststudium von mindestens sechs Semestern Dauer mit überdurchschnittlichem Ergebnis abgeschlossen haben.
Im Zentrum des auf vier Semester angelegten Masters steht die theoretisch und methodisch fundierte soziologische Institutionenanalyse. Ziel ist es, sowohl theoretische, methodische und empirische Forschungskompetenz zu vermitteln, als auch wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erstellung praxisrelevanter Konzepte zu nutzen. Hierbei kann zwischen zwei Schwerpunkten gewählt werden:
Ausbildungsschwerpunkte
1. Forschungsschwerpunkt
In seiner forschungsorientierten Ausrichtung ist der Master auf eine enge Verzahnung der aktuellen soziologischen Forschungen am Institut mit der Lehre angelegt und erlaubt es den Studierenden, ihre eigenen Forschungsinteressen in dessen Rahmen einzubringen und unter Anleitung weiterzuentwickeln. In der Möglichkeit, sich vom ersten Semester an selbst gewählten Theorie- und Forschungsinteressen im Rahmen der soziologischen Institutionenanalyse widmen zu können, liegt sein Alleinstellungsmerkmal.
2. Anwendungsschwerpunkt
In der anwendungsorientierten Ausrichtung eröffnet der Master vertiefende Einblicke in die international vergleichende Organisations- und Managementforschung. Im Zentrum steht der Vergleich von Non-Profit-Organisationen (Stiftungen, NGOs, etc.) und Wirtschaftsunternehmen. Dabei steht – instruiert durch die Forschungen des Instituts – die soziologische Perspektive der Organisations- und Führungskräfteentwicklung im Vordergrund. Sie wird unter der Begleitung von Experten aus der Praxis renommierter Unternehmen, Stiftungen und NGOs zu einem Kompetenzfeld der Studierenden ausgebaut. Dadurch wird ein soziologischer Zugang zur Praxis der Organisations- und Führungskräfteentwicklung geschaffen, der gerade im systematischen Vergleich von Non- Profit-Organisationen und Wirtschaftsunternehmen sein Alleinstellungsmerkmal hat.
Das Heidelberger Masterstudium
Lehr- und Forschungsumfeld
Das Max-Weber-Institut für Soziologie ist in vielfältiger Weise innerhalb und außerhalb der Universität vernetzt. Neben intensiven Arbeits- und Forschungskooperationen mit einer Reihe von Disziplinen bietet das Max-Weber-Institut für Soziologie in den neu bezogenen Räumen im Campus Bergheim modernste Arbeitsbedingungen und eine hervorragende Betreuungsrelation. Sowohl die begrenzte Anzahl an Master-Studienplätzen wie auch die Lehrunterstützung durch Mentoren und Tutoren garantiert kleine Seminare, die ein produktives und kreatives Lernen ermöglichen; ein moderner EDV-Pool mit über 100 Rechnern, einem zusätzlichen Experimental- und CATI–Labor sowie einer Vielzahl frei verfügbarer Datenverarbeitungsprogramme und Datensätze; eine integrierte wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Bibliothek mit ca. 350.000 frei zugänglichen Bänden und 400 internationalen Fachzeitschriften; E-Learning-Komponenten bilden einen zentralen Aspekt im Rahmen der Ausbildung dar. Hierfür stellt das Max-Weber-Institut für Soziologie Ressourcen und spezifische Kompetenzen zur Verfügung; ein eigenes Praktikumsbüro hilft Ihnen nicht nur bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen, sondern berät Sie darüber hinaus auch bei Fragen der Bewerbung; regelmäßige Kolloquien bieten die Chance, an Vorträgen nationaler und internationaler Wissenschaftler teilzunehmen.
Arbeitsfelder für Absolvent/-innen
Absolvent/-innen des Heidelberger Master-Studiengangs werden, je nach Schwerpunktlegung, in den unterschiedlichsten Berufsfeldern nachgefragt: in öffentlichen und privaten, nationalen und internationalen Forschungsinstitutionen; als Personal- und Organisationsentwickler/- innen im Bereich von Unternehmen und Non-Profit-Organisationen; von öffentlichen Verwaltungen, Parteien und Verbänden; in der Markt-, Umfrage- und Wahlforschung.
Aufbau des Studiums
Der Heidelberger Master in Soziologie ist modular aufgebaut und erlaubt den Studierenden eine Schwerpunktsetzung. Neben fünf Modulen, die für alle Heidelberger Master-Studierenden verbindlich sind, findet die inhaltliche Fokussierung in drei weiteren Modulen statt, die dann in die jeweilige Master- Arbeit sowie ein daran gekoppeltes Oberseminar münden.
Gemeinsame Module
Für alle Studierenden ist ein zweisemestriges Theoriemodul verbindlich, in dem zentrale klassische Positionen, Ansätze und Konzeptionen der soziologischen Theoriebildung vorgestellt, diskutiert und reflexiv nachvollzogen werden, sowie, darauf aufbauend, ein Modul zur aktuellen soziologischen Theoriedebatte. Verbindlich ist ebenso eine einsemestrige Einführung in die soziologische Institutionenanalyse, in der die analytischen und inhaltlichen Schwerpunkte des Heidelberger Lehr- und Forschungsprofils diskutiert werden, sowie, darauf aufbauend, ein zweisemestriges Modul zur Organisations- und Managementsoziologie. Ergänzt werden diese Module durch transdisziplinäre Veranstaltungen, die Bezug nehmen auf aktuelle Ansätze und Positionen interessanter Nachbardisziplinen, wie etwa der Ökonomie, der Politikwissenschaft oder der Rechtswissenschaft. Diese für alle obligatorischen Veranstaltungen werden komplettiert durch die jeweilige Schwerpunktsetzung.
Spezialisierung
Je nach gewähltem Studienschwerpunkt sind die Veranstaltungen der Module Forschungs- bzw. Anwendungsorientierung zu belegen.
Module Forschungsorientierung
Im Modul „Gesellschaftsstruktur und -entwicklung“ steht die begrifflich und theoretisch angeleitete soziologische Analyse aktueller gesellschaftlicher Prozesse im Mittelpunkt. Im Forschungsseminar wird eine eigenständige soziologische Forschungsfragestellung entwickelt und mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Methoden empirisch bearbeitet.
Module Anwendungsorientierung
Im Modul „Organisations- und Führungskräfteentwicklung“ werden diese Anwendungsbereiche theoretisch fundiert, ihre Spezifika für Organisationen des Profit- und Non-Profit-Sektors sowie der öffentlichen Verwaltung herausgearbeitet sowie Gestaltungs- und Steuerungsmöglichkeiten dieser Prozesse vermittelt. Konzepte und Methoden der Organisationsanalyse, auf der Grundlage der Methoden empirischer Sozialforschung, werden im Modul „Soziologische Organisationsanalyse“ vermittelt. Das Praxisseminar „Entwicklungs- und Beratungsmethoden“ vermittelt praktische Interventionsmethoden und wendet sie im Rahmen von Projekten an.
Studienabschluss
Abgeschlossen wird das Master-Studium mit der Erstellung einer Master- Arbeit, die thematisch auf den jeweils gewählten Schwerpunkt Bezug nimmt. In einem vorgeschalteten Oberseminar werden Probleme im Zusammenhang mit der inhaltlichen Fragestellung, der Methodik und Durchführung der Master-Arbeit diskutiert.
Weitere Informationen zum Masterstudiengang Soziologie finden Sie hier.
Begleitfach
Der Masterstudiengang Soziologie kann als Begleitfach im Umfang von 20 LP studiert werden.
Forschungsschwerpunkte
Forschung und Lehre
Nach dem aktuellen CHE-Forschungsranking (2008) gehört das Heidelberger Max-Weber-Institut für Soziologie in die Spitzengruppe der acht forschungsstärksten soziologischen Institute Deutschlands. Es ist national und international führend in den Bereichen der Max Weber- und der Dritte-Sektor-Forschung. Im Zentrum der Forschungsaktivitäten stehen die vergleichende Institutionenanalyse sowie ihre theoretische und empirische Fundierung. Die theoretische Weiterentwicklung der soziologischen Institutionenanalyse hat einen wichtigen Bezugspunkt im Werk Max Webers. Dieses bildet einen Ausgangspunkt für die theoretischen Arbeiten am Institut, die die Entwicklung der nationalen und internationalen Weber-Forschung nachhaltig geprägt haben. Daran knüpft die empirische Makrosoziologie mit ihrem Schwerpunkt in der Untersuchung des Zusammenhangs von globaler Entwicklung in unterschiedlichen Weltregionen und den daraus resultierenden institutionellen Veränderungen an. Im Zentrum stehen hierbei die Analyse der globalen Kulturentwicklung und die Weiterentwicklung des Konzepts der Zivilgesellschaft, der internationale Vergleich wohlfahrtsstaatlicher Institutionen sowie die Analyse der Sozialpolitik, der makrostrukturelle Vergleich der Folgen der demografischen Entwicklung, der Veränderungen der Familienstruktur sowie des Wandels von Bildungsinstitutionen.
Der dritte Forschungsschwerpunkt des Instituts ist auf der Mesoebene der international vergleichenden Organisations- und Managementforschung angesiedelt. Gesellschaftliche und institutionelle Veränderungen konkretisieren sich in spezifischen Organisationsformen (For-Profit- und Non-Profit-Organisationen), die durch herausgehobene Trägerschichten gesellschaftlichen Wandels (z.B. das Management) gestaltet werden. Die Forschungsarbeiten der Heidelberger Wissenschaftler finden Anerkennung nicht zuletzt in der Verleihung zahlreicher nationaler und internationaler Preise und Auszeichnungen in allen Forschungsbereichen.
20 Jahre Anwendungsorientierung
Soziologie in Heidelberg versteht sich als aufklärende Wissenschaft, d.h. sie muss in der Lage sein, auf der Grundlage einer wissenschaftlichen Problemanalyse zu praktisch relevanten Aussagen zu kommen. Sie soll soziologisches Wissen für verschiedene Praxisfelder nutzbar machen. Institutionalisiert wurde diese Programmatik in der Lehre bereits 1988 durch die Einführung des Schwerpunktstudiums Industrie- und Betriebssoziologie mit interdisziplinären Elementen und Anwendungsorientierung. 2002 wurde, in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Organisationspsychologie Mannheim und gefördert durch Landesmittel, das Zusatzstudium „POP – Professionalisierung in Organisations- und Personalentwicklung“ entwickelt. Die praxisorientierte Profilbildung wurde hier weiter ausdifferenziert und ist heute in das Curriculum des anwendungsorientierten Schwerpunkts des M.A. Soziologie integriert.
Formalia
Zulassung
Es besteht eine hochschuleigene Zugangsbeschränkung und eine hochschuleigene Zulassungsbeschränkung; hier finden Sie die geltende Zulassungssatzung.
Bewerbungsfrist
15. Mai für das Wintersemester
Bewerbungsverfahren
Aktuelle Informationen zum Bewerbungsverfahren
Weitere Informationen
Internetseiten des Max-Weber-Instituts für Soziologie
Studien- und Prüfungsordnungen
Prüfungsordnung Master (vom 05.02.2009)
Auf der Internetseite des Max-Weber-Instituts für Soziologie stehen weitere Informationen, u.a. das Modulhandbuch zum Masterstudium, als Download zur Verfügung.
Prüfungsausschuss
Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.
Gebühren
Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.
Fachstudienberatung
Dr. Stefan Bär
Raum: 2. OG, 003
Sprechstunde: Di. 11.00 - 13.00 Uhr
Tel: 06221 / 54 3613
Fax: 06221 / 54 2996
E-Mail: stefan.baer@soziologie.uni-heidelberg.de
Kontakt
Max-Weber-Institut für Soziologie
Bergheimer Str. 58
D-69115 Heidelberg
Sekretariat
2. OG, Raum 02.020
Tel.: +49 (0)6221-54-3614
Fax: +49 (0)6221-54-2996
E-Mail: lydia.ponier@soziologie.uni-heidelberg.de
Internet: www.soz.uni-heidelberg.de/
Lageplan
Fachschaft:
Bergheimer Str. 58
Kommunikationszentrum (KOZ)
www.fs-soz-hd.de