Romanische Philologie (Romanistik)
Inhalt des Studiums
Aufbau des Studiums
Schwerpunkte in Forschung und Lehre
Formalia
Fachstudienberatung
Kontakt
| Studienabschluss: |
Lehramt an Gymnasien (Französisch, Italienisch, Spanisch) |
| Bewerbungspflichtig: | Ja |
| Studienbeginn: | WS |
| Regelstudienzeit: | 10 |
| Sprachnachweise: | Hauptfach und Beifach: Grundkenntnisse in Latein und in einer zweiten romanischen Sprache |
| Lehrsprache: |
Inhalt des Studiums
Die Romanische Philologie beschäftigt sich mit der Erforschung der aus dem Vulgärlateinischen stammenden romanischen Sprachen, die innerhalb und außerhalb Europas gesprochen werden. Zu ihnen zählen Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch, Katalanisch, Galizisch, Okzitanisch, Rätoromanisch, Sardisch. Das Studium einer romanischen Sprache gliedert sich in die Bereiche Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft, Kulturwissenschaft und Sprachpraxis.
Die Literaturwissenschaft umfasst die Nationalliteraturen der romanischen Sprachgemeinschaft von den Anfängen bis zur Gegenwart. Ihre Aufgabe besteht in der Untersuchung literarischer Einzelwerke, Gattungen und Epochen unter Einbeziehung ihrer Entstehungsbedingungen, ihres gesellschaftlichen Bezugs und ihrer Rezeption auf der Grundlage wissenschaftlicher Methoden und Argumentationsweisen. In den literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Proseminaren, Hauptseminaren) der gewählten romanischen Einzelphilologie werden herausragende Epochen, Einzelwerke, Autoren oder literarische Motive thematisiert und auf wissenschaftlicher Grundlage untersucht.
Die Sprachwissenschaft befasst sich zum einen mit der Entstehung der romanischen Einzelsprachen aus dem Vulgärlateinischen und ihrer weiteren Entwicklung bis zur Gegenwart. Diese Teildisziplin der romanischen Sprachwissenschaft wird historische Sprachwissenschaft genannt. Zum anderen widmet sich die Sprachwissenschaft der systematischen Beschreibung der romanischen Gegenwartssprachen. Die moderne Sprachwissenschaft gliedert sich in vielfältige Teildisziplinen, die die Sprache aus verschiedenen Perspektiven untersuchen: Sprache und Gesellschaft, Sprache im Raum, Dialekte und Standard, gesprochene und geschriebene Sprache, Sprachen in Kontakt u.v.m. In den sprachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Proseminaren, Hauptseminaren und Übungen) der gewählten romanischen Einzelphilologie werden ausgewählte sprachwissenschaftliche Fragestellungen thematisiert und auf wissenschaftlicher Grundlage untersucht.
Gegenstand der Kulturwissenschaft sind die romanischen Kulturen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ihre Aufgabe besteht in der wissenschaftlich fundierten Darstellung und Untersuchung kultureller Einzelphänomene, unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsbedingungen und ihrer gesellschaftlichen Relevanz in Geschichte und Gegenwart. Hierzu gehören z.B. prägende Persönlichkeiten oder historische Ereignisse, geistesgeschichtliche Strömungen oder herausragende Epochen. Kulturwissenschaftliche Lehrveranstaltungen (Proseminare und Übungen) aus der gewählten romanischen Einzelphilologie thematisieren ausgewählte Fragestellungen und untersuchen diese auf wissenschaftlicher Grundlage.
Die sprachpraktischen Veranstaltungen dienen der systematischen Verbesserung und Vertiefung der Kenntnisse in der gewählten romanischen Einzelsprache mit dem Ziel, diese mit Beendigung des Studiums mündlich und schriftlich sicher zu beherrschen. Zu den regelmäßig angebotenen sprachpraktischen Lehrveranstaltungen gehören Übungen zur Grammatik, Übersetzungen aus der Fremdsprache und in die Fremdsprache, Textproduktion, Lektüreübungen u.v.m.
Aufbau des Studiums
Das Lehramtsstudium ist grundsätzlich in den romanischen Sprachen Französisch, Italienisch und Spanisch möglich. Zur Möglichkeit des Studiums weiterer romanischer Sprachen im Rahmen des Lehramt-Studiengangs konsultieren Sie bitte die Fachstudienberatung des Romanischen Seminars.
Das Studium erfolgt nach der gymnasialen Prüfungsordnung GymPO I 2009. Vor Aufnahme des Studiums sind ein Lehrerorientierungstest sowie ein Orientierungspraktikum zu absolvieren. Das Studium umfasst zwei Fächer mit Hauptfachanforderung; ein zusätzliches Fach (mit Haupt- oder Beifachanforderung) kann hinzugewählt werden (Erweiterungsprüfung). Über die Möglichkeiten der Fächerkombination informiert Sie die Homepage der Universität Heidelberg. Bis zum Ende des 2. Semesters ist in der Regel die Orientierungsprüfung abzulegen, die Zwischenprüfung folgt in der Regel nach Beendigung des 4. Semesters.
Gemäß der Anlage A der GymPO I sind bei Aufnahme des Studiums folgende Sprachkenntnisse nachzuweisen: Grundkenntnisse in Latein (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, kulturelles und sprachliches Erbe vor allem in Bezug auf die Romania) sowie Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache (Mindestniveau A2 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen). Der Nachweis der Sprachkenntnisse kann nachträglich, spätestens jedoch bis zur Zwischenprüfung, erbracht werden.
Der Studiengang für das Lehramt an Gymnasien beinhaltet das Studium der gewählten romanischen Einzelphilologie unter Berücksichtigung literaturwissenschaftlicher, sprachwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher sowie sprachpraktischer Inhalte. Diese fachwissenschaftlichen Inhalte werden durch fachdidaktische, bildungswissenschaftliche und ethisch-philosophische Veranstaltungen sowie das Modul „Personale Kompetenz“ ergänzt. Für das 5. Semester ist ein Schulpraxissemester vorgesehen, das 13 Unterrichtswochen umfasst. Zu den Möglichkeiten, diese Zeit teilweise an einer Schule im Land der gewählten romanischen Einzelphilologie zu absolvieren, informiert Sie die Fachstudienberatung des Romanischen Seminars.
Das Studium wird mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Hieran schließt sich das Referendariat an. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Heidelberg.
Informationen zum Studienaufbau, Modul- und Semesterempfehlungen finden Sie auf der Homepage des Romanischen Seminars.
Studienmöglichkeiten im Ausland
Eine nachdrücklich zu empfehlende Ergänzung des Studiums ist ein mindestens dreimonatiger, zusammenhängender Aufenthalt im Land selbst. Er dient nicht nur der Erweiterung der Sprachkenntnisse, sondern führt zu einem tieferen Verständnis von Kultur und Lebensweise. Das Romanische Seminar der Universität Heidelberg unterhält zahlreiche Kontakte zu renommierten Universitäten im romanischsprachigen Ausland. Zur Möglichkeit der Finanzierung eines Auslandsstudiums sei hier auf das Erasmus-Programm der EU und das Romanisten-Programm des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD) verwiesen. Auch BAFöG-Empfängern wird Möglichkeit geboten, über die Studienförderung einen Studienaufenthalt im Ausland zu absolvieren. Eine Übersicht über die Partneruniversitäten und die zuständigen Ansprechpartner finden Sie auf der Homepage des Romanischen Seminars.
Schwerpunkte in Forschung und Lehre
Die Forschungsschwerpunkte in Literatur- und Sprachwissenschaft zeigen sich auch mit entsprechender Akzentsetzung in der Lehre.
Sprachwissenschaftliche Forschungsschwerpunkte sind u.a.:
- Modernes Gegenwartsfranzösisch
- Dialektologie und Sprachgeographie des Italienischen
- Gesprochene und geschriebene Sprache
- Außereuropäische Romania
Zu den literaturwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten gehören u.a.
- Novellistik, Autobiographik, Theorie des Romans in Italien und Frankreich
- Zeitgenössische Lyrik Frankreichs und Italiens
- Literaturen der Aufklärung in Italien und Frankreich
- Diskurstheorie zum spanischen Barock und moderne Lyrik Spaniens
- Außereuropäische Romania
Das Romanische Seminar verfügt über eine Fachbibliothek mit etwa 100.000 Bänden sowie eine umfassende Mediathek.
Formalia
Zulassung
Es wird eine Aufnahmeprüfung (AP) durchgeführt, deren Verlauf und Bewertungsmaßstäbe durch die zugehörige Auswahlsatzung für die Aufnahmeprüfung geregelt werden. Die Bewerbung erfolgt online.
Erweiterungsprüfung Lehramt
Die Aufnahme des Erweiterungsfaches ist bei Nachweis mindestens der Orientierungsprüfung in den beiden Hauptfächern möglich.
Beifachanforderungen: Es wird eine Aufnahmeprüfung (AP) durchgeführt.
Hauptfachanforderungen: Es wird eine Aufnahmeprüfung (AP) durchgeführt.
Ausländische Studienbewerber
Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).
Fächerkombinationen
Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.
Studien- und Prüfungsordnungen
Zwischenprüfungsordnung: Lehramt (vom 14.01.1987, letzte Änderung 27.09.2006)
Zwischenprüfungs- und Studienordnung: Lehramt (vom 29.04.2010)
Lehramtsprüfungsordnung (LPO)
Prüfungsausschuss
Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.
Gebühren
Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.
Fachstudienberatung
Alle Studiengänge, BAFöG- und Zwischenprüfungsangelegenheiten:
Stefanie Schmitz
Seminarstraße 3, Zi. 313
Sprechstunde siehe Aushang
E-Mail: Stefanie.Schmitz@rose.uni-heidelberg.de
Kontakt
Romanisches Seminar
Seminarstraße 3
D-69117 Heidelberg
Geschäftszimmer:
Zi. 103
Tel.: +49 (0)6221-54-2731
Fax: +49 (0)6221-54-3153
E-Mail: Alessandra.Acquarone@urz.uni-heidelberg.de
Internet: www.uni-heidelberg.de/rose
Lageplan
Fachschaft:
E-Mail: rosig@urz.uni-heidelberg.de