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Bereichsbild

Psychologie

Studienabschluss: Diplom (auslaufend ab WS 07/08) Magister (NF) (auslaufend ab WS 07/08) Erw. Prüfung Lehramt an Gymn.
Bewerbungspflichtig: Ja Ja Ja
Studienbeginn: WS WS WS
Regelstudienzeit: 9 9 3
Sprachnachweise: Keine
Lehrsprache: Deutsch

Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften

Inhalt des Studiums

Die Studierenden sollen im Verlauf des Studiums Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen erwerben, die sie zur Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit einer Diplompsychologin bzw. eines Diplompsychologen befähigen. Zu dieser Tätigkeit gehören diagnostische, beratende, evaluierende und psychotherapeutische Aufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen, in Bildung und Ausbildung, in Verwaltung, Wirtschaft und Industrie wie auch Aufgaben der psychologischen Forschung und Lehre. Das Studium gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Studienabschnitt von vier Semestern wird mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Darauf folgt der zweite Studienabschnitt, der nach weiteren fünf Semestern mit der Diplomprüfung endet.

Der erste Studienabschnitt vermittelt an allen Universitäten in vergleichbarer Weise vorwiegend grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse sowie eine Orientierung über Forschungsergebnisse. Dieser Abschnitt wird mit einer orientierenden Studieneingangsphase eingeleitet; er ist einerseits nach Prüfungsfächern gegliedert, enthält aber andererseits wesentliche Teile der Methodenausbildung sowie fächerübergreifende Veranstaltungen, die in forschungsbezogene, historische, wissenschaftstheoretische und berufliche Aspekte der Psychologie einführen.

Im zweiten Studienabschnitt werden die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten vertieft und erweitert. Hier können die verschiedenen psychologischen Institute unterschiedliche Ausbildungsschwerpunkte ausbauen und bei forschungsorientierten Vertiefungen auch verschiedene Fächer anbieten. Dieser Abschnitt soll mit den wichtigsten Tätigkeitsbildern der Psychologie vertraut machen. Hierzu sind auch berufspraktische Tätigkeiten einbezogen. Ferner soll die Befähigung zu psychologischer Forschung gefördert werden. Die Diplomarbeit, die im Regelfall auf empirischen Daten aufbaut, soll die Beherrschung der fachspezifischen Methodik ausweisen.

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung für das Psychologiestudium ist die Allgemeine Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis. Zusätzlich werden jedoch an die Studierenden besondere Anforderungen gestellt:

  • Da Psychologinnen und Psychologen in vielen für ihre Berufsausübung charakteristischen Tätigkeiten mit anderen Menschen umgehen und sich ihnen verständlich machen müssen, ist als Eingangsvoraussetzung zumindest Interesse und Bereitschaft hinsichtlich des Erwerbs entsprechender sozialer Fertigkeiten zu fordern. Derartige Fähigkeiten sind jedoch kaum geeignet, sich selbst aus persönlichen Schwierigkeiten herauszuhelfen. Wer etwa erwartet, das Psychologiestudium könne eine Art Ersatz für Therapie sein, wird sicherlich enttäuscht werden.
  • Da Daten aus psychologischen Untersuchungen in der Regel einer mathematischen und/oder statistischen Analyse unterzogen werden, bevor Aussagen über Ergebnisse gemacht werden können, schließt das Psychologiestudium Statistikkurse ein.
  • Auch psychologische Theorien bedienen sich in zunehmendem Maße mathematischer Strukturen, die in einschlägigen Lehrveranstaltungen behandelt werden. Genügend Motivation und mathematische Grundkenntnisse sind dafür erforderlich.
  • Da der weitaus größte Teil der wissenschaftlich-psychologischen Primärliteratur – auch sehr viele Lehrbücher – in englischer Sprache erscheint, sind gute Englischkenntnisse unbedingt erforderlich.

Darüber hinaus sind die Theorien und Methoden der Psychologie auch von anderen Wissenschaften beeinflusst; desgleichen setzen praktische psychologische Aufgaben häufig interdisziplinäre Kooperation voraus. Diese Umstände erfordern es, dass sich die Studierenden auch eine Orientierung in Mathematik, Medizin, Naturwissenschaften, Philosophie, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften erwerben.

Aufbau des Studiums

Kurz vor Beginn der eigentlichen Vorlesungszeit des ersten Semesters findet in der Regel eine mehrtägige Einführung in das Studium statt, die über Studienaufbau und Studieninhalte informiert (das sog. Erstsemester-Kompakt-Seminar). Studienplan und Prüfungsordnung sind bereits vor Studienbeginn im Sekretariat des Psychologischen Instituts erhältlich. In einer weiteren Semester begleitenden Einführungsveranstaltung folgen Orientierungen über Tätigkeitsfelder von Psychologinnen bzw. Psychologen.

Nach der Studieneingangsphase umfasst der erste Studienabschnitt die folgenden Teilfächer:

  • Allgemeine Psychologie I (Wahrnehmung, Psychomotorik, Lernen und Gedächtnis) und Allgemeine Psychologie II (Denken und Problemlösen, Sprache, Motivation und Emotion)
  • Entwicklungspsychologie
  • Differentielle und Persönlichkeitspsychologie
  • Sozialpsychologie
  • Biopsychologie
  • Methodenlehre
  • fächerübergreifende Studienanteile zur Geschichte der Psychologie, Wissenschaftstheorie und Berufserkundung

Das quantitativ gewichtigste Teilfach stellt dabei die Methodenlehre dar, in der die empiriewissenschaftliche Arbeitsweise der heutigen akademischen Psychologie erlernt wird, und zwar durch aufeinander aufbauende Lehrveranstaltungen zur Einführung in die psychologische Methodenlehre (Vorlesung), Statistik (Übung) und elektronische Datenverarbeitung (Übung) sowie zur Versuchsplanung (Seminar) und linearen Statistik (Übung); ferner gehören zwei empirische Praktika dazu, in denen von den Studierenden selbstständig einfachere Forschungsprobleme in Form empirischer Untersuchungen zu bearbeiten sind.

Im zweiten Studienabschnitt (nach der Diplom-Vorprüfung) stehen die folgenden Anwendungsfächer im Mittelpunkt:

  • Klinische Psychologie und Psychotherapie: Dieses Fach hat die ätiologischen Bedingungen psychischer Störungen und deren psychologischen Behandlungen zum Inhalt. Es umfasst einerseits die Pathopsychologie (Erscheinungsweise, Ätiologie und Pathogenese, Klassifikation, Epidemologie), andererseits die psychologische Behandlung (Prävention, Beratung und Psychotherapie, Rehabilitation)
  • Pädagogische Psychologie: Gegenstandsbereich sind Erziehungs- und Sozialisationsprozesse im weiteren sowie Lehr-Lern-Prozesse im engeren Sinne
  • Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie: Dieses Fach befasst sich mit den Bedingungen menschlicher Arbeit und den psychologischen Grundlagen der Tätigkeit in Betrieben und sonstigen Organisationen

Die vorgenannten Fächer werden ergänzt durch die Methodenfächer Diagnostik und Intervention, Evaluation und Forschungsmethodik sowie ein forschungsorientiertes Vertiefungsfach. In Heidelberg können die Studierenden dieses Vertiefungsfach aus den folgenden drei Forschungsschwerpunkten auswählen:

  • Entwicklungsforschung:
    Die Entwicklungsforschung befasst sich mit biologischen Grundlagen der Entwicklungspsychologie, kognitiver Säuglingsforschung und Methoden der Entwicklungsforschung. Durch Kooperation mit dem Zentrum für Alternsforschung in Heidelberg soll zudem gewährleistet werden, dass auch der Bereich der Gerontopsychologie vertieft studiert werden kann
  • Kognition und Kommunikation:
    Im Rahmen dieses Faches können die Studierenden Fächer vertiefen, die sie bereits im Grundstudium kennen gelernt haben. Angeboten werden hierfür ausgewählte Bereiche der kognitiven Psychologie, der Kommunikation und der Sozialpsychologie Ein Studium in dem forschungsorientierten Vertiefungsfach Kognition und Kommunikation ist insbesondere für die folgenden Berufsfelder zugeschnitten: Markt- und Umfrageforschung, moderne Kommunikationsmedien sowie Entscheidungen in Ökonomie, Gesundheit, Politik und im Rechtswesen
  • Psychologie der Gesundheit und Prävention:
    Ziel des Faches Psychologie der Gesundheit und Prävention ist es, spezifische psychologische Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, die für die Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit, für die Vorbeugung von Erkrankungen und die Verhinderung von Wiedererkrankungen notwendig sind. Ein besonderer Schwerpunkt des Faches liegt dabei in der Vermittlung von Wissen zur Grundlagenforschung, zum Verhältnis von psychischer (seelischer) und physischer Gesundheit, zu gesundheitsrelevanten Einstellungen und Verhaltensweisen, zur Epidemiologie sowie zur psychologischen Prävention und Intervention

Außerdem ist ein nicht-psychologisches Wahlpflichtfach zu studieren, für das auf jeden Fall folgende Fächer als Wahlmöglichkeit zur Verfügung stehen:

  • Ethnologie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Kriminologie
  • Psychiatrie
  • Psycholinguistik
  • Psychopathologie
  • Soziologie
  • Wirtschaftswissenschaften

Auf begründeten Antrag können im Einzelfall auch andere nicht-psychologische Wahlpflichtfächer zugelassen werden, soweit eine sachliche Begründung für eine spezielle Fächerkombination in Bezug auf verbesserte Berufschancen plausibel gemacht werden kann.

Innerhalb des zweiten Studienabschnittes ist zur Berufsvorbereitung auch eine berufspraktische Tätigkeit in Form von so genannten Außenpraktika vorgesehen. Diese Außenpraktika sollen den Studierenden ermöglichen, sich durch eigene Tätigkeit über die Berufsfelder der psychologischen Praxis zu orientieren und die Anwendung von psychologischen Arbeitstechniken unter Anleitung zu üben.

Für die Vorbereitung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf die berufspraktische Tätigkeit der Forschung beteiligt sich das Psychologische Institut der Universität Heidelberg regelmäßig an der Einrichtung von Graduierten-Studiengängen.

Angegliedert ist dem Institut die Praxis und Forschungsstelle für Psychotherapie und Beratung (PFPB). Die PFPB ist eine Versorgungseinrichtung des Psychologischen Instituts für die Bereiche Psychotherapie und Beratung. Die Angebote sind teilweise Grundlage für die fallbezogene Ausbildung im Rahmen des Psychologiestudiums. Weiterhin werden praxisbezogene Forschungsprojekte durchgeführt.
Die Angebote umfassen folgende drei Bereiche:

  • Psychotherapie für Erwachsene: Diagnostische Abklärung, Einzel- und Gruppentherapie. Schwerpunkt: Angst- und Zwangsstörungen, besonders soziale Phobien. Kosten können über Gesetzliche Krankenversicherungen abgerechnet werden
  • Mediation und Paartherapie: Beratung und Therapie bei Paar- und Familienkonflikten; Scheidungsmediation
  • Psychotherapie und Beratung für Kinder und Jugendliche: Psychologisch-diagnostische Untersuchungen bei Verhaltensproblemen sowie Erziehungs- und Schulschwierigkeiten; ggf. Beratung bzgl. weitergehender Behandlungen. Schwerpunkt: Kinder mit geistigen Behinderungen und autistischen Störungen. Kosten können zum Teil über Gesetzliche Krankenversicherungen abgerechnet werden

Formalia

Zulassung

Diplom, Magister (Nebenfach): Es besteht ein Zulassungsstop in den ersten Semestern. Für das Studium des Fachs Psychologie besteht eine Zulassungsbeschränkung. Eine Bewerbung ins höhere Fachsemester ist erforderlich. Die Bewerbung erfolgt online.

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

Lehramt (Erweiterungsprüfung): Es besteht eine hochschuleigene Zulassungsbeschränkung; hier finden Sie die geltende Auswahlsatzung

Fächerkombinationen

Magister, Lehramt: Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.

Studien- und Prüfungsordnungen

Prüfungsordnung: Diplom
Zwischenprüfungsordnung: Magister
Prüfungsordnung: Magister
Lehramtsprüfungsordnung (LPO) 

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Studiengebühren

Die allgemeinen Studiengebühren betragen 500,00 € pro Semester. Zusätzlich ist ein Beitrag für das Studentenwerk und ein Verwaltungskostenbeitrag zu bezahlen.

Fachstudienberatung

Bachelor-Studiengang 100%

Dipl-Psych Stefanie Glawe
Hauptstr. 47-51, Zi. F106
Tel.: 06221/547787
E-Mail: beratung-bachelor@psychologie.uni-heidelberg.de
www.psychologie.uni-heidelberg.de/studium/beratung/bachelor/fachstudienberatung.shtml

Offene Sprechstunde:
Mo 11.00 - 12.00 Uhr
Do 10.00 - 11.00 Uhr und 16.00 - 17.00 Uhr
 
Telefonsprechstunde:
Mo 10.00 - 11.00 Uhr
Do 09.00 - 10.00 Uhr und 15.00 - 16.00 Uhr

Hauptstudium (Diplom)

Prof. Dr. Annette Kämmerer
Hauptstraße 47–51, Zi. 113A
Mo. 16.00-17.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-7290
E-Mail: annette.kaemmerer@psychologie.uni-heidelberg.de

Magister Nebenfach

Prof. Dr. Ursula Christmann
Hauptstraße 47–51, Zi. 124
Di. 14.00-15.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-7356
E-Mail: Ursula.Christmann@psychologie.uni-heidelberg.de

Kontakt

Psychologisches Institut
Hauptstraße 47–51
D-69117 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-54-7346
Fax: +49 (0)6221-54-7734
E-Mail: verwaltungssekretariat@psychologie.uni-heidelberg.de
Internet: www.psychologie.uni-heidelberg.de/
Lageplan

Fachschaft

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Letzte Änderung: 16.08.2011