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Bereichsbild

Pharmazie

Studienabschluss: Staatsexamen
Bewerbungspflichtig: Ja
Studienbeginn: WS
Regelstudienzeit: 8
Sprachnachweise: Keine   
Lehrsprache: Deutsch  

Fakultät für Biowissenschaften

Inhalt des Studiums

Pharmazie ist ein interdisziplinärer naturwissenschaftlicher Studiengang. Er liefert von den Grundlagen in Chemie, Biologie, Physik und Physiologie bis hin zu Fächern wie Molekularbiologie, Pharmazeutischer Technologie, Pharmakologie und klinischer Pharmazie eine breite naturwissenschaftliche Ausbildung. Die Absolventen werden dadurch in die Lage versetzt, das gesamte Spektrum von Tätigkeiten im Zusammenhang mit Arzneimitteln wahrzunehmen. Dies reicht von der Suche nach neuen Wirkstoffen über die praktische Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln bis hin zur Ausgestaltung der individuellen Therapie von Patienten.

Die Pharmazeutische Chemie beschäftigt sich mit der Synthese und Analytik von Wirkstoffen und deren Wirkmechanismus auf molekularer Ebene. Diese Bereiche werden im Pharmaziestudium insbesondere in zahlreichen praktischen Lehrveranstaltungen vermittelt, so dass unsere Absolventen fundierte Kenntnisse in der chemischen Analytik, der Wirkstoffentwicklung und synthetischen Chemie der Arzneistoffe vorweisen können. 

Die Pharmazeutische Biologie vermittelt die Grundlagen der Biologie und darüber hinaus spezielles Wissen über Arznei- und Giftpflanzen sowie den Einsatz von isolierten biogenen Wirkstoffen (aus Pflanzen und Mikroorganismen) in der medizinischen Therapie. Auch die Lehre in der Pharmazeutischen Biotechnologie, bei der rekombinant hergestellte Arzneistoffe im Vordergrund stehen, gehört in das Lehrgebiet der Pharmazeutischen Biologie.

Die Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie befasst sich mit der Verarbeitung von Arznei- und Hilfsstoffen zu Arzneiformen (z.B. Tabletten) und mit den zeitlichen Konzentrationsverläufen eines Arzneistoffes im menschlichen Körper.

Die Pharmakologie beschäftigt sich mit dem molekularen Wirkungsmechanismus von Arzneistoffen im Körper und der Beeinflussung von Organfunktionen. Im Zusammenhang damit stehen klinische Aspekte, die rationale Wahl eines geeigneten Arzneistoffs zur optimalen Therapie einer Erkrankung, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen, sowie die kritische Bewertung von unerwünschten Nebenwirkungen.

Die Klinische Pharmazie in Heidelberg wird durch die Kooperationseinheit Klinische Pharmazie getragen, eine Einheit, in der sich die Abteilung Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie, die Apotheke des Klinikums und das IPMB funktionell vernetzt haben. Dadurch ergibt sich eine klinisch ausgerichtete, patientenorientierte Lehre und Forschung, die zum Ziel hat, Arzneimitteltherapierisiken zu erkennen und zu vermeiden und die Wirksamkeit der Arzneimittel für den einzelnen Patienten zu optimieren.

 

Aufbau des Studiums

Der Studiengang wird vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie (IPMB) der Universität Heidelberg getragen. Das IPMB gehört, wie durch eine Reihe von Universitäts-Rankings bestätigt wurde, zu den in der Forschung führenden pharmazeutischen Hochschulinstituten in Deutschland.

 

Die pharmazeutische Ausbildung mit dem Ziel der Approbation ist in Deutschland bundesweit einheitlich geregelt durch die Approbationsordnung für Apotheker (AAppO). Diese Rechtsverordnung definiert die Studieninhalte und den Ablauf der Ausbildung:

 

Im Grundstudium (vier Semester) werden die Grundlagen in den Bereichen Biologie, Chemie, Humanbiologie, Mathematik und Physik vermittelt. Als erste Universität in Deutschland führt Heidelberg das erste Staatsexamen nicht mehr als Zentralexamen durch, sondern – analog zu einem Bachelorstudiengang – mit studienbegleitenden Prüfungen während des Grundstudiums (alternatives Prüfungsverfahren).

 

Im Hauptstudium (vier Semester) werden die Kenntnisse in den pharmazeutischen Kernfächern und angrenzenden medizinischen Fächern vertieft. Das zweite Staatsexamen beschließt die Ausbildung an der Universität mit einer mündlichen Prüfung in den Fächern Pharmazeutische Chemie, Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie.
 

Im Anschluss wird in der Regel eine praktische Ausbildung von zwölf Monaten Dauer in Forschungsabteilungen, Industrieunternehmen und Apotheken absolviert ("Praktisches Jahr"). Darauf folgt der dritte Teil des Staatsexamens. Danach kann die Approbation als Apotheker beantragt werden.

 

Tätigkeitsfelder von Apothekerinnen und Apothekern

Die beruflichen Perspektiven von Absolventen des Studiengangs Pharmazie sind sehr vielfältig. Apothekerinnen und Apotheker arbeiten in der öffentlichen oder Krankenhaus-Apotheke, in der Pharmaindustrie, in Wissenschaft und Forschung, in Gesundheitsämtern und Verwaltung, Fachverlagen, der Bundeswehr und den Krankenkassen. In kaum einem anderen naturwissenschaftlichen Studiengang gibt es vergleichbar gute Berufsaussichten und eine derart geringe Arbeitslosenquote.

 

Spezifisches Profil des Pharmaziestudiums an der Universität Heidelberg

Obwohl die Approbationsordnung relativ detaillierte Vorgaben zum Studienablauf macht, bestehen teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den Pharmazie-Studienorten. Das Profil des Pharmaziestudiums in Heidelberg wird auf den Seiten des IPMB detailliert geschildert.

Ständig aktualisierte Informationen zum Studiengang und zur Bewerbung finden Sie unter:
http://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/biowissenschaften/studium/studiengang/pharma/index.html

 

Formalia

Zulassung

Während ein Teil der Studienplätze zentral durch Hochschulstart.de vergeben wird, verteilt die Universität die verbleibenden Studienplätze selbst in einem hochschulinternen Auswahlverfahren. Eine Bewerbung bei Hochschulstart.de ist in jedem Fall erforderlich. Wenn Sie am hochschulinternen Auswahlverfahren teilnehmen wollen, müssen Sie sich zusätzlich direkt bei der Universität bewerben. Näheres dazu erfahren Sie hier.

 

Eine Bewerbung um Pharmazie-Studienplätze an der Universität Heidelberg ist nur zum Wintersemester möglich.

 

Die Regelung der Universität Heidelberg für die Zulassung nach dem hochschuleigenen Auswahlverfahren finden Sie in der Zulassungssatzung.

 

Bewerber für einen Hochschulwechsel oder Quereinstieg sollten sich vorab im Studien- und Prüfungssekretariat beraten lassen.

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2). Jeweils im Sommersemester wird für ausländische Studienbewerber ein Propädeutisches Vorsemester angeboten.

Studien- und Prüfungsordnungen

Prüfungsordnung: 1.-4.Semester (vom 15.02.2010)
Studienordnung (vom 26.07.2004)
Studienordnung (vom 18.05.2011)

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

 

Fachstudienberatung

Herr Prof. Dr. Gert Fricker
Studiendekan für Pharmazie
Im Neuenheimer Feld 366
Tel.: +49 (0)6221- 54-5971
E-Mail: gert.fricker@uni-hd.de
Sprechzeit n.V.

 

Frau Dr. D. Kaufmann
Studienkoordinatorin
Im Neuenheimer Feld 364, EG
Tel.: +49 (0)6221-54-5670
E-Mail: StudienkoordinationIPMB@uni-heidelberg.de
Sprechzeit n.V.

Kontakt

Studien- und Prüfungssekretariat
für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
Fakultät für Biowissenschaften:

Im Neuenheimer Feld 234
69120 Heidelberg

Tel.:+49 (0) 6221-54 6036
Fax : +49 (0) 06221-54 4953
E-Mail: Knefeli@uni-hd.de


Internet: http://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/biowissenschaften/studium/studiengang/pharma/index.html

Lageplan

Fachschaft:

Im Neuenheimer Feld 306, EG
D-69120 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-54-4856
E-Mail: fs_pharmazie@web.de
Internet: http://www.pharmaziestudenten-hd.de

 

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 11.05.2016
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