Neuere Sprachen und Literaturen Südasiens (Moderne Indologie)
| Studienabschluss: | Bachelor of Arts |
| Bewerbungspflichtig: | Nein |
| Regelstudienzeit: | 6 |
| Prozentstruktur: | 50%; 25% |
| Studienbeginn: | WS |
| Sprachnachweise: | Englisch |
| Lehrsprache: | Deutsch u. Regionalsprachen |
Indologie im Allgemeinen beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit Sprachen, Kulturen, Religionen, Literaturen, Philosophien und der Geschichte des indischen Subkontinents. Den Schwerpunkt, bzw. Ausgangspunkt, bildet hierbei stets sie Beschäftigung mit der Sprache und dem dazugehörigen Textmaterial. Am Südasien-Institut (SAI) der Universität Heidelberg ist dieser große Bereich auf verschiedenen Einzeldisziplinen aufgeteilt, u. a. der Geschichte Südasiens, der Ethnologie Südasiens und der Politischen Wissenschaft Südasiens. Auch die Indologie gliedert sich am SAI in zwei eigenständige Fachbereiche, deren Trennungslinie annähernd anhand sprachlicher und inhaltlicher Fixpunkte gezogen werden kann. Die Klassische Indologie konzentriert sich in Forschung und Lehre auf die alt- und mittelindischen Sprachen, vornehmlich das Sanskrit, und untersucht deren überliefertes Material hinsichtlich religions- und kulturwissenschaftlicher Aspekte. Die Moderne Indologie konzentriert sich in Forschung und Lehre auf die modernen indogermanischen (Hindi, Urdu, Bengali) und dravidischen Sprachen (Tamil) und behandelt literatur- und sozialwissenschaftliche Fragestellungen. Eine Trennung anhand historischer Gesichtspunkte kann kaum erfolgen, da sowohl Fragestellungen der Klassischen Indologie aktuelle Bezüge haben, als auch Fragestellungen der Modernen Indologie Bezug auf historische Ereignisse nehmen.
Moderne Indologie
In der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Neueren Sprachen Südasiens ist die Abteilung für moderne Indologie philologisch orientiert, befasst sich aber neben Literatur im engeren Sinne auch mit Originärquellen zu geistesgeschichtlichen wie historisch-politischen Aspekten dieses vielfältigen Kulturraums.
In festen Studienprogrammen werden Hindi, Urdu, Bengali und Tamil angeboten. Nach Möglichkeit wird das Angebot durch andere südasiatische Sprachen erweitert.
Weitere Informationen zum Studium finden Sie auf der Website der Abteilung für Moderne Indologie am Südasieninstitut. Eine individuelle Fachstudienberatung vor oder zu Beginn des Studiums wird dringend empfohlen.
Aufbau des Studiums
B.A. "Neuere Sprachen und Literaturen Südasiens"
Der Studiengang erstreckt sich über 6 Semester (einschließlich der Abschlussprüfungen) und kann als Hauptfach (50%) oder als Begleitfach (25%) belegt werden. Gegenstand des Studiums ist die Beschäftigung mit neueren Sprachen und Literaturen Südasiens in einem kulturwissenschaftlichen Zusammenhang.
Zu Studienbeginn wählen die Studierenden eine der regulär angebotenen Sprachen (Bengali, Hindi, Tamil, Urdu) als Erstsprache. Empfohlen wird, das Studium zum Wintersemester zu beginnen, da nur einmal jährlich Anfängersprachkurse angeboten werden.
In den ersten Semestern liegt besondere Gewichtung auf dem Spracherwerb, studienbegleitend wird spätestens zum Ende des 2. Semesters eine Orientierungsprüfung abgelegt. Ergänzt wird der Spracherwerb durch Seminare und Vorlesungen, in denen die Grundlagen wissenschaftlicher Beschäftigung mit Südasien vermittelt werden. Dies geschieht in den ersten Semestern durch Einführungsveranstaltungen zu Landeskunde, Kulturen und Religionen Südasiens. In den weiteren Semestern belegen die Studierenden vor allem literatur- und sprachwissenschaftliche Seminare.
Hauptfach-Studierende erlernen in der Regel eine weitere südasiatische Sprache. Je nach gewähltem Studienschwerpunkt kann die Zweitsprache z.B. durch kulturwissenschaftliche Seminare in anderen Abteilungen des Instituts ergänzt werden.
Den Abschluss des Bachelor-Studiums bilden die mündliche Prüfung und – für Studierende im 1. Hauptfach - das Verfassen einer ca. 35-seitigen BA -Arbeit.
Forschungsschwerpunkte
Die moderne Indologie beschäftigt sich vorrangig mit Sprach- und Textwissenschaft des neuzeitlichen Südasiens. Das Fach betrachtet die Literaturen und Sprachen in ihrem im weitesten Sinne kulturellen Kontext, wobei Gewicht gelegt wird auf deren Wechselbeziehungen zum gesellschaftlichen, historisch-politischen und religiösen Umfeld. Eine intensivere Beschäftigung mit islamischen und weiteren modernen religiösen Strömungen in Südasien ist für die nähere Zukunft geplant.
Formalia
Zulassung
Es besteht keine Zulassungsbeschränkung; Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier.
Zulassungsordnung.
Ausländische Studienbewerber
Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).
Fächerkombinationen
Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.
Für Studierende im Haupt- ebenso wie im Begleitfach empfiehlt sich die Wahl eines weiteren nicht-philologischen Studienfachs, um eine wissenschaftliche Horizonterweiterung in systematischer und methodologischer Hinsicht zu erzielen. Hierbei bieten sich z.B. die am Südasien-Institut vertretenen Disziplinen an.
Studien- und Prüfungsordnungen
Prüfungsordnung Bachelor (vom 28.03.2007)
Prüfungsausschuss
Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.
Gebühren
Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.
Masterstudiengang
Die Universität Heidelberg bietet die konsekutiven Masterstudiengänge Neuere Sprachen und Literaturen Südasiens und Health and Society in South Asia an.
Fachstudienberatung
Felix Otter
Im Neuenheimer Feld 330, Raum 216
Sprechstunde: Di 11.00-12.00 Uhr und n.V.
Tel.: +49 (0)6221-54-89 33
E-Mail: otter@uni-heidelberg.de
Kontakt
Südasien-Institut
Abteilung Moderne Indologie
Im Neuenheimer Feld 330
D-69120 Heidelberg
Sekretariat:
Britta Cierniak, Zi. 217
Tel.: +49 (0)6221-54-8837
Fax: +49 (0)6221-54-8841
E-Mail: m91@ix.urz.uni-heidelberg.de
Internet: http://www.sai.uni-heidelberg.de/nsp/
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