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Bereichsbild

Mathematik

Studienabschluss: Bachelor of Science Lehramt an Gymn.
Bewerbungspflichtig: Nein Nein
Studienbeginn:

WS

WS
Regelstudienzeit: 6 10
Prozentstruktur: 100%  
Sprachnachweise: Keine  
Lehrsprache: Deutsch  
Sonstiges:    

 

Fakultät für Mathematik und Informatik


Inhalt des Studiums

Die Faszination der Mathematik beruht auf ihrer Fähigkeit, das Verhalten komplexer Systeme zu beschreiben. Schon im sechsten vorchristlichen Jahrhundert begründete der griechische Philosoph Pythagoras die Mathematik als Wissenschaft und wies ihr die beherrschende Rolle im System seines Weltverständnisses zu. Seitdem hat die Mathematik nahezu alle Gebiete der Wissenschaft durchdrungen. Ohne Mathematik sind weder die Naturwissenschaften noch die Technischen Wissenschaften denkbar. Sie ist heute universelle Systemwissenschaft. Immer mehr wird Mathematik die Schlüsseldisziplin für die Beherrschung der Zukunftstechnologien.

Die Mathematik nimmt seit jeher dabei eine gewisse Doppelrolle ein: Ursprünglich wohl aus praktischen Bedürfnissen des Messens und Zählens und durch Beobachtung realer Dinge entstanden, ist sie seit Jahrtausenden zugleich theoretisch orientierte und anwendungsbezogene Wissenschaft.

Mathematik ist dort »reine« Wissenschaft, wo sie aus sich selbst heraus neue Probleme und Fragestellungen formuliert und diese zu lösen versucht. Sie lehrt, Probleme streng rational anzugehen und zugrundeliegende Strukturen zu erkennen. Das Analysieren von Wechselbeziehungen zwischen unterschiedlichen Strukturen und das Untersuchen, aus welchen Annahmen welche Konsequenzen folgen, stehen im Mittelpunkt der mathematischen Theorien. Die abstrakte Arbeitsweise rückt die theoretisch orientierte Mathematik in die Nähe der Philosophie. Doch gibt es zahlreiche Beispiele für innermathematisch entwickelte Theorien, die erst nach einer gewissen Zeit außermathematische Anwendungen fanden, so zum Beispiel die Theorie der Primzahlen für moderne Verschlüsselungstechniken, die Gruppentheorie für die Kristallographie, für die Quantenmechanik oder für die Klassifikation der Elementarteilchen, ferner die Riemann-Minkowskische Geometrie für die Relativitätstheorie.

Andererseits wurde mathematische Forschung auch immer aus der konkreten Anwendung heraus angeregt. Viele mathematische Teilgebiete sind aus physikalischen oder anderen naturwissenschaftlichen Fragestellungen gewachsen. Die Bereitstellung von mathematischen Methoden und Verfahren zur schnellen und effizienten Lösung vieler Probleme aus den Naturwissenschaften und der Medizin, den Ingenieur-, Informations- und Wirtschaftswissenschaften, der Informatik und den Geisteswissenschaften ist deshalb eine weitere wichtige Aufgabe der Mathematik. Heutzutage erlangt der Einsatz von modernen Computern zur Entwicklung solcher Methoden eine immer größere Bedeutung.
Im Studium wird sowohl das »analytisch-mathematische Denken« geschult, als auch die Umsetzung von Mathematik in verschiedenen Anwendungsgebieten vermittelt.

Anforderungen

Um Mathematik zu studieren, braucht man kein Rechenkünstler oder Computer-Ass zu sein. Studierende der Mathematik sollten aber zu Beginn des Studiums den Spaß und das Interesse an der Mathematik und die Fähigkeit zum abstrakten Denken mitbringen. Es ist dabei lediglich eine gewisse spezifische Begabung nötig, die allerdings mit der Fähigkeit gepaart sein sollte, ausdauernd und konzentriert arbeiten zu können. Auch ein gutes geometrisches Vorstellungsvermögen ist sicherlich von Nutzen. Im Verlauf des Studiums wird ein zunehmendes Maß an Abstraktion erlangt. Zum Ende des Studiums sollten Studierende in der Lage sein, Probleme zu erkennen, zu analysieren, in klarer und übersichtlicher Form niederzuschreiben und darüber mit anderen zu kommunizieren.

Der Umgang mit Programmiersprachen ist zwar keine Eingangsvoraussetzung – sie werden während des Studiums problemorientiert vermittelt; Interesse am Umgang mit Computern und Programmierkenntnisse sind jedoch hilfreich. Einführende Kurse werden vom Universitätsrechenzentrum (URZ) angeboten. Wichtig sind ferner englische Sprachkenntnisse, da in höheren Semestern, wie in den meisten Wissenschaften heute üblich, häufig englischsprachige Fachliteratur benutzt wird und die internationale Kommunikation weitgehend in Englisch erfolgt.

Mögliche Berufsfelder

Das Berufsbild des Mathematikers ist sehr weit gefächert und kann kaum auf fest umrissene Gegenstandsbereiche festgelegt werden. Unabhängig von den Inhalten vermittelt das Studium der Mathematik eine methodische Qualifikation, die in nahezu allen Bereichen einsetzbar ist. Der Mathematiker ist Generalist. Neben dem Lehrberuf an Schulen und Universitäten stehen ihm je nach Ausrichtung seines Nebenfaches und erworbenen Zusatzqualifikationen eine Vielzahl von Möglichkeiten offen. Typische innovative Berufsfelder sind u.a.:

  • Banken und Versicherungen (z.B. Controlling, Kundenanalysen, Finanzprodukte)
  • Entwicklungs- und Forschungsarbeit in Unternehmen und Forschungseinrichtungen
    (z.B. Computersimulationen)
  • Softwareentwicklung
  • Unternehmensberatung
  • EDV/Organisation
  • Statistik

Vielen dieser Tätigkeiten gemeinsam ist die Arbeit in einem Team mit Naturwissenschaftlern, Ökonomen, Ingenieuren oder Medizinern. Dies setzt Team- und Kommunikationsfähigkeit voraus.

Studiengänge

Mathematik kann man an der Universität Heidelberg in den folgenden Studiengängen studieren:

Bachelorstudiengang Mathematik

Details zum Bachelor-Studiengang finden sich auf den Seiten der Fakultät Mathematik und Informatik.
An den Bachelorstudiengang Mathematik schließt sich der Masterstudiengang Mathematik bzw. der Masterstudiengang Scientific Computing an.

Lehramtsstudiengang Mathematik (Staatsexamen)

Unverändert angeboten wird der Lehramtsstudiengang Mathematik an Gymnasien mit Mathematik als erstem oder zweitem Hauptfach. Zu einer Verbindung von drei Fächern kann in Mathematik eine Erweiterungsprüfung mit den Anforderungen eines Hauptfaches oder Beifaches abgelegt werden.

  • Für andere Fächer, z.B. Physik, gibt es im jeweiligen Bachelorstudiengang Pflicht- und Wahlpflichtmodule Mathematik.

Schwerpunkte in Lehre und Forschung

Insbesondere im Hauptstudium kann ein Studienschwerpunkt innerhalb der Mathematik gesetzt werden. Das Spektrum ist dabei weit gefächert. Besondere Schwerpunkte der Heidelberger Mathematik sind:

  • Reelle und komplexe Analysis (Funktionentheorie)
  • Algebra und Zahlentheorie
  • Geometrie und Topologie
  • Angewandte Analysis
  • Numerische Mathematik und Optimierung
  • Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
  • Wissenschaftliches Rechnen und Simulation
  • Theoretische Informatik und Mathematische Logik

Eine weitere Spezialisierung und Vertiefung in einem der obigen Fächer geschieht etwa bei einem eventuellen Promotionsstudium, in dem die wissenschaftliche Arbeitsweise in der mathematischen Forschung vertieft wird. Die Promotion ist auch nach einem abgeschlossenen Lehramtsstudium möglich.

Die theoretisch fundierte und praktisch orientierte Heidelberger Mathematik zieht auch zahlreiche Doktoranden von außerhalb an. Die mathematische Forschung in Heidelberg ist charakterisiert durch eine fächerübergreifende und breite internationale Zusammenarbeit. Hierdurch wird insbesondere auch der internationale Austausch von Studierenden über die üblichen Austauschprogramme (ERASMUS/SOKRATES) hinaus gefördert.

Formalia

Bewerbung und Zulassung Bachelor

Für den Bachelorstudiengang besteht keine Zulassungsbeschränkung; Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier.

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2). Jeweils im Sommersemester wird für ausländische Studienbewerber ein Propädeutisches Vorsemester angeboten.

Fächerkombinationen

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.

Studien- und Prüfungsordnungen

Prüfungsordnung Bachelor (vom 05.08.2008)
Prüfungsordnung Bachelor (vom 03.07.2012)
Zwischenprüfungsordnung Lehramt (vom 16.12.2003)
Zwischenprüfungs- und Studienordnung Lehramt (vom 28.07.2010)
Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang Lehramt an Gymnasien - Allgemeiner Teil (vom 29.04.2010)
Lehramtsprüfungsordnung (LPO)

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

Masterstudiengang

Die Universität Heidelberg bietet die konsekutiven Masterstudiengänge Mathematik und Scientific Computing an.

Fachstudienberatung

Bachelor:

PD Dr. Karl Oelschläger
Angewandte Mathematik
Im Neuenheimer Feld 294, Zi. 114
Mo, 11.00-12.00 Uhr u. n.V.
Tel.: +49 (0)6221-54-4874
E-Mail: oelschlaeger@math.uni-heidelberg.de

Dr. Thomas Richter
Universitätsrechenzentrum
Im Neuenheimer Feld 293, Zi. 217
Di, 14.00-15.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-5448
E-Mail: richter@uni-hd.de

Lehramt:

Dr. M. Rheinländer
Angewandte Mathematik
Im Neuenheimer Feld 294, Zi. 105
Tel.: +49 (0)6221-54-8972
E-Mail: rheinlaender@math.uni-heidelberg.de
Sprechstunden: siehe Website

Kontakt

Dekanat der Fakultät für Mathematik

Im Neuenheimer Feld 288
D-69120 Heidelberg

Sekretariat:

Tel.: +49 (0)6221-54-5758
Fax: +49 (0)6221-54-8312
E-Mail: dekanat@mathi.uni-heidelberg.de
Internet: www.mathinf.uni-heidelberg.de
Lageplan

Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen

Im Neuenheimer Feld 368
D-69120 Heidelberg

Sekretariat:

Tel.: +49 (0)6221-54-8233
Fax: +49 (0)6221-54-5224
E-Mail: wissrech@iwr.uni-heidelberg.de
Internet: www.iwr.uni-heidelberg.de
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Fachschaft MathPhys

Im Neuenheimer Feld 305, Zi. 045
D-69120 Heidelberg

Tel.: +49 (0)6221-54-4167
E-Mail: mathphys@uni-hd.de
Internet: mathphys.uni-hd.de

 

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Letzte Änderung: 26.03.2013