SUCHE
Bereichsbild

Islamwissenschaft (Islamic Studies)

Inhalt des Studiums
Aufbau des Studiums
Schwerpunkte der Forschung/Lehre
Formalia
Fachstudienberatung
Kontakt

Studienabschluss: Bachelor of Arts
Bewerbungspflichtig: Nein
Studienbeginn: WS
Regelstudienzeit: 6
Prozentstruktur: 75%; 50 (2); 25%
Sprachnachweise: Lesekenntnisse in Englisch und Französisch, letzteres auf Antrag durch eine andere moderne europäische Fremdsprache ersetzbar.
Lehrsprache: Deutsch/Englisch

Philosophische Fakultät

 

Inhalt des Studiums

Gegenstand der Islamwissenschaft (Islamic Studies) ist diejenige kulturwissenschaftliche Disziplin, die sich auf der Basis der Kenntnis der Sprachen des islamischen Kulturraums mit der Erforschung der islamischen Welt vom Auftreten Muhammads bis heute befasst. Der Islam, ursprünglich im arabischen Sprachraum entstanden, griff bald über diesen Sprachraum hinaus auf Völkerschaften nicht-semitischer Zunge über, die wichtige Beiträge zur Ausbildung der islamischen Gemeinschaftskultur lieferten. Heute umfasst die islamische Welt Regionen Europas, Asiens und Afrikas von der Atlantikküste bis zu den Philippinen und von den Gestaden Ostafrikas bis zu den Strömen Sibiriens. Die historischen Kernländer des Islams wie die Arabische Halbinsel, Großsyrien, das Zweistromland, Ägypten, Iran mit Afghanistan sowie Anatolien und Teile Zentralasiens umfassen dabei den arabischen und türkisch-persischen Sprachraum.

In thematischer Hinsicht befasst sich die Islamwissenschaft (Islamic Studies) mit einem breiten Spektrum von Methoden und Inhalten, wie sich dies aus der Beschäftigung mit Geschichte, Religionen, Sprachen, Literaturen, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Recht, Philosophie, Kunst, Archäologie und Historischer Landeskunde der islamischen Welt ergibt.

An der Universität Heidelberg wird der Komplexität und Diversität der Disziplin durch eine dreifache geographische und inhaltliche Schwerpunktbildung in Forschung und Lehre begegnet. Diese Schwerpunkte werden im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Islamwissenschaft (Islamic Studies) vor allem durch die Sprachwahl ausgebildet und können in den ausdifferenzierten und thematisch enger gefassten Master-Studiengängen Arabic and Islamic Studies, Turkish and Ottoman Studies sowie Persian and Iranian Studies vertiefend verfolgt werden. Diese Schwerpunkte sind im einzelnen:

1. Der arabische Schwerpunkt, der sich auf der Basis der Kenntnis des Arabischen und seiner unterschiedlichen geographischen und historischen Ausprägungen besonders der Erforschung der Literatur-, Religions- und Kulturgeschichte der arabischen Welt ab dem 7. Jahrhundert bis zur Gegenwart widmet.

2. Der türkisch-osmanische Schwerpunkt, der die Geschichte und Kultur des Osmanischen Reiches und der angrenzenden Gebiete in Südosteuropa, Kaukasien und Iran umfasst. Für den türkisch-osmanischen Schwerpunkt ist die Erlernung des Türkischen in seiner modernen und klassischen Sprachstufe (Osmanisch) unabdingbare Grundlage.

3. Der persisch-iranische Schwerpunkt, der sich – vornehmlich ausgehend von einer Beschäftigung mit der islamischen Periode der Geschichte Irans – mit der Geschichte und Kultur des iranischen Kulturraums beschäftigt. Sprachliche Grundlage des persisch-iranischen Schwerpunkts stellt die Kenntnis des Neupersischen dar, erweitert durch eine erste Annäherung an dessen klassische Sprachstufen (Mittelpersisch, Altpersisch, Avestisch) bzw. das synchrone Spektrum der iranischen Sprachen.

Studienanforderungen und Studienvoraussetzungen

Das Studium im Bachelor-Studiengang Islamwissenschaft (Islamic Studies) setzt ein breites Interesse an Geschichte, Literatur und Gesellschaft des islamischen Kulturraumes voraus. Es verlangt die Fähigkeit und Ausdauer des oder der Studierenden, sich in vergleichsweise kurzer Zeit in mindestens eine der klassischen islamischen Literatursprachen Arabisch, Türkisch oder Persisch einzuarbeiten, die untereinander nicht verwandt und in der Regel von der Schule her auch nicht bekannt sind. Der Arbeitsaufwand, den jeder Studierende hierfür im Unterricht zu erbringen hat, ist groß und vergrößert sich noch durch die Notwendigkeit zu intensiver und kontinuierlicher Vorbereitung auf den Unterricht. Darüber hinaus ergibt sich aus dem breiten Aufgabenfeld der Islamwissenschaft die Notwendigkeit zur breit angelegten selbständigen Lektüre, für die die Kenntnis des Englischen und Französischen (auf Antrag durch eine weitere europäische lebende Fremdsprache ersetzbar) unabdingbar ist. Für die Bearbeitung bestimmter Themen mögen darüber hinaus Kenntnisse im Griechischen, Italienischen, Hebräischen oder in slawischen Sprachen von großem Vorteil sein.

Das Studium im in Planung befindlichen MA-Studiengang Nah- und Mitteloststudien (Near and Middle Eastern Studies) setzt die Kenntnis zweier orientalischer Quellensprachen (Arabisch, Persisch, Türkisch) sowie Lesekenntnisse im Englischen und Französischen (letzteres auf Antrag durch eine andere lebende Fremdsprache zu ersetzen) voraus..

 

Aufbau des Studiums

BA Islamwissenschaft (Islamic Studies)

Der BA-Studiengang Islamwissenschaft (Islamic Studies) umfasst in der Regel 6 Studiensemester und kann als BA-Hauptfach (113 LP), 2. Hauptfach (74 LP) oder als Begleitfach (35 LP) studiert werden, wobei nur im BA-Hauptfach die Möglichkeit besteht, eine BA-Arbeit im Fachbereich Islamwissenschaft zu verfassen. Nur die beiden erst genannten Optionen vermitteln die notwendigen Kenntnisse, um in den konsekutiven MA-Studiengang Nah- und Mitteloststudien (Near and Middle Eastern Studies) zu wechseln.

Die Studierenden haben die Möglichkeit jede der drei angebotenen Orientsprachen Arabisch, Türkisch und Persisch als A-Sprache zu wählen. Die endgültige Festlegung der Sprachreihenfolge findet erst im dritten Semester, bei der Wahl der zweiten Sprache, statt. Die inhaltliche Ausrichtung der ab dem dritten Semester beginnenden Vorlesungen, Seminare und Übungen wird jedoch durch die Wahl der Erstsprache bestimmt, so dass unterschiedliche Sprachkombinationen auch auf unterschiedliche Studienoptionen des geplanten MA-Studiengangs Nah- und Mitteloststudien (Near and Middle Eastern Studies) hinführen.

MA Nah- und Mitteloststudien (in Planung)

Der MA Nah- und Mitteloststudien sieht drei inhaltliche Studienoptionen vor: Arabisch (Arabic), Osmanisch (Ottoman) und Persisch (Persian). Im Rahmen dieser Studiengänge, die jeweils auf der Kenntnis zweier Quellensprachen aufbauen (Arabisch und eine weitere Sprache im Falle der Studienoption Arabisch (Arabic), Türkisch und eine weitere Sprache im Falle der Studienoption Osmanisch (Ottoman) und Persisch sowie eine weitere Sprache im Falle der Studienoption Persisch (Persian) wird eine dritte Quellensprache aus dem Angebot des Instituts für Islamwissenschaft erlernt (auf Antrag ersetzbar durch eine weitere Quellensprache). Gleichzeitig werden die Kenntnisse in der Grundsprache der jeweiligen Studienoption auf breiter Front vertieft und erweitert. Darüber hinaus werden die Studierenden in diesem Studienabschnitt an den selbständigen und vertieften Umgang mit Quellentexten herangeführt. Das vierte Semester ist als Prüfungszeitraum vorgesehen.

 

Forschungsschwerpunkte

Osmanistischer Schwerpunkt:

  • Provinzialgeschichte des Osmanischen Reiches, besonders Balkanländer mit Schwerpunkt im frühen 19. Jahrhundert
  • osmanisches Urkundenwesen und Paläographie
  • Nichtmuslime in den islamischen Gesellschaften
  • Geschichtsschreibung im Osmanischen Reich der Spätzeit
  • Zeitungs- und Pressegeschichte Osmanisches Reich, Iran und Rußland

Arabistischer Schwerpunkt:

  • Literatur in Mittelalter und Moderne (Dichtung, Adab, Maqama, Kurzgeschichte, Autobiographie)
  • Entstehung und Entwicklung des Islam (und Islamismus)
  • Geschichte (und Sozialgeschichte) Schwerpunkte: Ägypten/ Syrien/ Libanon/ Palästina/ Irak
  • Geschichte der arabischen Länder in der Moderne.

Iranistischer Schwerpunkt:

  • Kultur und Geschichte des iranischsprachigen Raumes vornehmlich in islamischer Zeit

 

Formalia

Zulassung

Für den BA-Studiengang Islamwissenschaft (Islamic Studies) besteht keine Zulassungsbeschränkung; Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier.

Die Zulassung zu den drei Schwerpunkt MA-Studiengängen regeln die zugehörigen Zulassungsordnungen.

Zulassungsordnung für den Bachelor-Studiengang Islamwissenschaft (Islamic Studies)

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

Fächerkombination

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog. Eine Verbindung der BA-Studiengänge Islamwissenschaft (Islamic Studies) und Semitistik ist nur möglich, wenn im BA-Studiengang Islamwissenschaft (Islamic Studies) Arabisch nicht als Sprache gewählt wird.

Studien- und Prüfungsordnungen

BA Islamwissenschaft (Islamic Studies)

Modulhandbuch

Das aktuelle Modulhandbuch finden Sie hier.

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

Masterstudiengang

Die Universität Heidelberg bietet den konsekutiven Masterstudiengang Nah- und Mitteloststudien (Near and Middle Eastern Studies) an.

 

Fachstudienberatung

Johannes Zimmermann, M.A.
Albert-Ueberle-Str. 3-5, Raum 253
Tel. +49 (0)6221-54-3582
E-Mail: johannes.zimmermann@ori.uni-heidelberg.de

Sprechstunde: dienstags von 11.00 bis 13.30 Uhr (in der Vorlesungszeit)
Nur nach Voranmeldung im Sekretariat der Islamwissenschaft!

 

 

Kontakt

Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients
Albert-Ueberle-Straße 3-5
D-69120 Heidelberg

Sekretariat:
Patricia Roth
Tel.: +49 (0)6221-54-2969
Fax: +49 (0)6221-54-2963
E-Mail: sekretariat@ori.uni-heidelberg.de
Internet: http://www.islamwissenschaft.uni-hd.de/
Lageplan

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 12.05.2016
zum Seitenanfang/up