SUCHE
Bereichsbild

Geschichte (Lehramt)

Studienabschluss:

Lehramt an Gymnasien

Bewerbungspflichtig:

Ja

Studienbeginn:

WS u. SS

Regelstudienzeit:

10

Sprachnachweise:

Latinum und eine europäische Fremdsprache (nach WPO) bzw. Latinum, Englisch und eine weitere moderne Fremdsprache (nach GymnPO)

Lehrsprache:

Deutsch


Philosophische Fakultät

 

Aufbau des Faches, erforderliche Sprachkenntnisse

Die historischen Wissenschaften sind auf vielfältige Art und Weise gegliedert. Diese Gliederung schlägt sich sowohl in der institutionellen Zuordnung der verschiedenen Teildisziplinen als auch in deren Einbettung in einzelne Studiengänge nieder.

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen dem Fach Geschichte überhaupt – ohne nähere Spezifizierung nach Gegenstandsbereichen – und den Spezialgeschichten wie der Geschichte des Rechts, der Kirche, der Wirtschaft, der Medizin usw., die jeweils an den Fakultäten angesiedelt sind, die den entsprechenden Wissenschaften dienen. Die Kunstgeschichte bildet ein eigenes Fach; die Musikgeschichte ist Teil des Faches Musikwissenschaft.

Das Fach Geschichte als solches ist nach alter Tradition zunächst zeitlich gegliedert in Altertum, Mittelalter und Neuzeit. In Heidelberg werden im wesentlichen die Epochendisziplinen Alte Geschichte (Griechische und Römische Geschichte), Mittelalterliche Geschichte (Früh-, Hoch- und Spätmittelalterliche Geschichte), Neuere Geschichte (1500-1900 – Frühneuzeitliche und Neuere Geschichte) und Neueste Geschichte (ab 1900 – Neueste Geschichte und Zeitgeschichte) unterschieden. Die Ur- und Frühgeschichte umfasst die Epochen ohne Schriftzeugnisse und steht der Archäologie nahe. Neben der zeitlichen Gliederung gibt es geographische Gliederungen, die sich gegenüber der räumlich prinzipiell unbegrenzten Zuständigkeit des Fachs Geschichte wie regionale Spezialisierungen ausmachen. In Heidelberg vertritt das Historische Seminar die Mittelalterliche sowie Neuere und Neueste Geschichte, davon getrennt ist das Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik. Für einzelne regionale Spezialisierungen gibt es weitere eigene Institute bzw. Lehrstühle: Das Seminar für Osteuropäische Geschichte, das Südasien-Institut mit der Abteilung für Geschichte Südasiens und das Fränkisch-Pfälzische Institut als Institut für Landesgeschichte. Integriert in die Bibliothek des Historischen Seminars ist die Schurman-Bibliothek für Amerikanische Geschichte.

Für die Erschließung aller schriftlichen Quellen bildet die Kenntnis der Sprachen, in der sie abgefasst sind, eine unerlässliche Voraussetzung.

Für den Lehramtsstudiengang in Heidelberg müssen daher, spätestens bis zur Zwischenprüfung, ausreichende Sprachkenntnisse nachgewiesen werden.
 

Für den Lehramtsstudiengang nach WPO werden das Latinum und darüber hinaus mindestens eine moderne europäische Fremdsprache (i. d. R. Englisch oder Französisch) verlangt, nach GymnPO sind das Latinum, Englisch und eine weitere moderne Fremdsprache nachzuweisen.
 

 

Inhalt und Aufbau des Studiums

Nach Ablegung der Lehramtsprüfung oder der Masterprüfung kann eine Promotion angestrebt werden.

Im Lehramtsstudiengang gliedert sich das Studium in das Grundstudium von 4 Semestern, das mit der Zwischenprüfung abgeschlossen wird, und das sich daran anschließende ebenfalls 4-semestrige Hauptstudium. Im Lehramtsstudiengang kommt, in der Regel nach der Zwischenprüfung, ein sog. Schulpraxissemester hinzu. Das 10. Semester ist als Prüfungszeitraum vorgesehen.

Im Lehramtsstudiengang (Regelstudienzeit: 10 Semester) umfasst das Fach Geschichte die Epochen Alte, Mittlere sowie Neuere und Neueste Geschichte; regionale oder inhaltliche Spezialdisziplinen können in begrenztem Umfang eingebracht werden.

Mit dem Wintersemester 2010/11 ist der Lehramtsstudiengang in modularisierter Form (nach GymnPO) eingeführt worden. Ersteinschreibungen in das erste Fachsemester im Lehramtsstudiengang in seiner bisherigen Form (nach WPO) sind - für einen begrenzten Zeitraum und in besonderen Fällen - nur für Studierende möglich, die vor dem Wintersemester 2010/11 bereits ihr Studium aufgenommen hatten. Hierüber entscheiden die Fachstudienberater.
 

 

Das Fach Geschichte wird (mit Ausnahme des Master) in Fächerkombinationen studiert. Das Nähere ergibt sich aus den Prüfungsordnungen bzw. aus dem Fächerkatalog (s.u. Fächerkombinationen). Im Lehramtsstudiengang sind zwei Hauptfächer verpflichtend, in bestimmten Fächerkombinationen muss dabei ein drittes Fach als sog. Erweiterungsfach hinzutreten.

Das Studium der Geschichte ist exemplarisch angelegt. In Proseminaren (im Grundstudium vor der Zwischenprüfung), in Hauptseminaren, aber auch in den Übungen wird an ausgewählten Beispielen die Lösung wissenschaftlicher Aufgabenstellungen geübt und das historische Urteil geschult. Um die Schwerpunkte angemessen einordnen zu können, ist gleichzeitig ein zureichender Überblick über die Gesamtentwicklung erforderlich. Diesem Ziel dienen in erster Linie die Vorlesungen.

Bloße Wissensvermittlung ist nicht das Ziel eines wissenschaftlichen Studiums. Da die Überlieferung nur diejenigen Fragen beantwortet, die an sie gestellt werden, liegt im intelligenten Fragen und der daran orientierten stetigen Weiterentwicklung der Methoden die eigentliche Chance zum Fortschritt historischer Erkenntnis.

 

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

In jedem der Teilfächer der Geschichte ist der Lehrkörper bestrebt, über die Semester hinweg das jeweilige Fach in der Lehre in seinen wesentlichen Dimensionen auszumessen. Besondere Schwerpunkte in Heidelberg ergeben sich demgemäß zunächst aufgrund der Existenz von Instituten und Professuren, mit denen nicht an jeder Universität gerechnet werden kann. Hierzu zählen die Osteuropäische Geschichte, die Geschichte Südasiens, die Historischen Hilfs- bzw. Grundwissenschaften und das Fach Geschichte des jüdischen Volkes.

Darüber hinaus entstehen Schwerpunkte in der Lehre auf Grund der spezifischen wissenschaftlichen Interessen einzelner Mitglieder des Lehrkörpers auch ohne besondere institutionelle Verankerung.
Im Bereich der Mittleren und Neueren Geschichte sind in diesem Sinne hervorzuheben:

  • Alte Geschichte: Griechische Geschichte und Kultur (Schwerpunkt: Hellenismus). Griechische Epigraphik. Griechische Religion. Römische Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Lateinische Epigraphik. Die Stadt in der Spätantike. Papyrologie
  • Mittelalterliche Geschichte: Vergleichende Geschichte Europas im Mittelalter. Ordnungskonfigurationen. Wahrnehmung und Identitätsbildung. Formen und Präsentationen von Herrschaft. Politische Willensbildung und ihre Ritualisierung.
  • Frühneuzeitliche Geschichte: Vergleichende Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit. Selbst- und Fremdwahrnehmung. Identitätsbildung. Formen und Repräsentationen von Herrschaft. Politische Theorie. Mediengeschichte, historische Bildkunde.
  • Neuzeitliche Geschichte: Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. World History: Globalisierungsprozesse und transnationale Netzwerke. Kultur- und Wissenstransfer, transnationale Wissenschaftsgeschichte, Informationskulturen.
  • Zeitgeschichte: Vergleichende Geschichte Europas. Überwindung von Diktaturen und Aufbau von Zivilgesellschaften im 20. Jahrhundert. Historische Friedens- und Konfliktforschung. Erinnerungskulturen. Zeitgeschichte in den Massenmedien.
  • Amerikanische Geschichte: Geschichte der Rassenbeziehungen und der afroamerikanischen Bürgerrechte. Die USA in den internationalen Beziehungen. Verfassungsgeschichte. Kulturgeschichte.
  • Osteuropäische Geschichte: Russland im 17. Jahrhundert: Verhältnis von Herrschaft und Volk. Russland im 19. und 20. Jahrhundert: Reformen, Revolutionen und sozialer Wandel. Religiöse und nationale Minderheiten in Russland und der Sowjetunion. Geschichte der Deutschen in Russland und der Sowjetunion. Jüdische Geschichte in Osteuropa vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Antisemitismus in Russland und der Sowjetunion. Holocaust und seine Behandlung in Kunst und Politik in der Sowjetunion und Polen. Stalinismus. Geschichte Siebenbürgens und seiner Nachbarstaaten
  • Landesgeschichte: Vergleichende deutsche Landesgeschichte in europäischen Zusammenhängen. Geschichte der Kurpfalz. Rang und Macht im fürstlichen Hochadel. Städtische Erinnerungskulturen im späten Mittelalter.
  • Historische Hilfs- bzw. Grundwissenschaften.

 

Formalia

Zulassung

Es besteht eine Zulassungsbeschränkung. Die Satzung der Universität Heidelberg für die Zulassung nach dem hochschuleigenen Auswahlverfahren finden Sie in der Auswahlsatzung. Die Bewerbung erfolgt online.

Erweiterungsprüfung Lehramt: Die Aufnahme des Erweiterungsfaches ist bei Nachweis mindestens der Orientierungsprüfung in den beiden Hauptfächern möglich.

Beifachanforderungen: Es besteht keine Zulassungsbeschränkung.

Hauptfachanforderungen: Es besteht eine universitätsinterne Zulassungsbeschränkung.

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

 

Fächerkombinationen

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog.

Studien- und Prüfungsordnungen

Zwischenprüfungsordnung Lehramt (nach GymPO, vom 29.04.2010)
Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang Lehramt an Gymnasien (nach GymPO)- Allgemeiner Teil (vom 29.04.2010)
Zwischenprüfungsordnung: Lehram (vom 10.12.1982, nach WPO)
Wissenschaftliche Prüfungsordnung für das Lehramt an Gymnasien (WPO)
Verordnung des Kultusministeriums über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (Gymnasiallehrerprüfungsordnung I / GymnPO I)
Studienplan und weitere Informationen: www.zegk.uni-heidelberg.de/hist/bama/

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

 

Fachstudienberatung

Werner Bomm
Grabengasse 3-5, Zi. 141
Mo. 10.00 - 13.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-24 43
E-Mail: werner.bomm@zegk.uni-heidelberg.de

Kilian Schultes
Grabengasse 3-5, Zi. 038A
Mi. 13.00 - 15.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-25 04
E-Mail: kilian.schultes@zegk.uni-heidelberg.de

Dr. Cord Arendes
Grabengasse 3-5, Zi. 140 A
Di. 14.30 - 15.30 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-37 06
E-Mail: cord.arendes@zegk.uni-heidelberg.de

Claus Kropp
Grabengasse 3-5, Zi. 221
Do. 11.00 - 13.00 Uhr
Tel.: +49 (0)6221-54-22 94
E-Mail: claus.kropp@zegk.uni-heidelberg.de

 

 

Kontakt

Historisches Seminar
Neue Universität
Grabengasse 3-5

Sekretariat:
Tel.: +49 (0)6221-54-2280
Fax.: +49 (0)6221-54-2267
Internet: www.historisches-seminar.uni-hd.de
Lageplan

Fachschaft:
Zentrales Fachschaftsbüro
Albert-Überle Str. 3-5
D-69120 Heidelberg
E-Mail: fs.geschichte@urz.uni-heidelberg.de
Internet: www.fsg-hd.de/

 

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 28.03.2013