SUCHE
Bereichsbild

Germanistik im Kulturvergleich

Studienabschluss: Master of Arts
Bewerbungspflichtig: Zugangsbeschränkt
Studienbeginn: WS u. SS
Regelstudienzeit: 4
Studienform: Vollzeit / Teilzeitstudium
Sprachnachweise: Englisch (siehe Zulassungsordnung)
Sonstiges: Postgradualer Studiengang (konsekutiv)
Lehrsprache: Deutsch


Neuphilologische Fakultät

 

Inhalt des Studiums

Der Masterstudiengang Germanistik im Kulturvergleich bietet ein vertiefendes Studium der germanistischen Sprach- oder Literaturwissenschaft für ausländische und deutsche Studierende. Der zweijährige Masterstudiengang baut auf einem Bachelor-Studiengang mit entsprechender inhaltlicher Passung auf. Spätere Berufsfelder sind beispielsweise Lehrberufe im Bereich Deutsch als Fremdsprache in Schule und Hochschule wie auch Positionen in kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Institutionen mit interkultureller Ausrichtung im In- und Ausland. Eine Fortführung in einem Promotionsstudium ist möglich.

Der Master Germanistik im Kulturvergleich kann in zwei Schwerpunkten studiert werden: Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft. Für beide Gebiete stehen jeweils drei Profilbereiche zur Kombination: a) Fachwissenschaftliche Vertiefung, b) Didaktik, c) Interkulturelle Kommunikation. Nähere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie:

http://www.idf.uni-heidelberg.de/

Der Schwerpunkt Sprachwissenschaft bietet ein weiterführendes Studium der germanistischen Linguistik. Es ist auf die Forschungsschwerpunkte am Seminar bezogen und berücksichtigt in besonderem Maße psycholinguistische, sprachvergleichende und interkulturelle Aspekte. Grundsätzlich geht es um einen systematischen, strukturellen und funktionalen Sprachvergleich, auf dessen Basis Sprachverarbeitungs- sowie auch Kommunikationsprozesse in unterschiedlichen Kontexten (z.B. im Bildungsbetrieb, der Wirtschaft und den Medien) analysiert werden. Die besondere Chance der Sprachenvielfalt am Seminar eröffnet die Möglichkeit einer interkulturellen Betrachtungsweise und dient der Vertiefung sprachvergleichender sowie sprachtypologischer Überlegungen.
Innerhalb des sprachwissenschaftlichen Schwerpunkts kann zwischen drei Profilbereichen gewählt werden, die theoretische und anwendungsbezogene Qualifikationen für einschlägige Berufsfelder vermitteln:

a) Bei der Profilbildung Sprache und Kognition stehen aktuelle Forschungsfragen zur Sprachproduktion und zum Spracherwerb in Abhängigkeit von der jeweiligen Einzelsprache sowie der Zusammenhang von Sprach- und Denkprozessen im Zentrum. Diese Profilbildung dient insbesondere der Vorbereitung auf eine Tätigkeit im wissenschaftlichen Bereich.

b) Die Profilbildung Didaktik ist auf die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur in verschiedenen Lehr- und Lernkontexten (z.B. Fremdsprachenunterricht; Literaturvermittlung im Sprachunterricht; Sprachförderung von Migrantenkindern) ausgerichtet. Sie zielt auf den Aufbau eines fundierten Wissens zum Spracherwerb und seinen Steuerungsmöglichkeiten ab. In diesem Bereich werden die Studierenden zu einer wissenschaftlich reflektierten Planung und Beobachtung des Unterrichtsgeschehens angeleitet. Dieses didaktisch ausgerichtete Profil bereitet auf eine Lehrtätigkeit an Schule und Hochschule im In- und Ausland vor.

c) Das Profil Interkulturelle Kommunikation befasst sich auf der Grundlage kultur- und kommunikationstheoretischer Konzepte mit Kommunikationsprozessen in den Bereichen Wirtschaft und Medien. Interkulturelle Kommunikation wird dabei interdisziplinär in den Blick genommen – linguistisch, sozialpsychologisch und kulturwissenschaftlich – und in praxisorientierten Lehrveranstaltungen und Projekten erprobt. Zielgruppe sind Studierende, die in der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, in international operierenden Organisationen oder im Kultur- und Bildungsaustausch tätig werden möchten.

Der Schwerpunkt Literaturwissenschaft bietet einen weiterführenden Studiengang an, der auf komparatistische und interkulturelle Fragestellungen konzentriert ist. Dabei wird die deutschsprachige Literatur in ihre medialen, gesellschaftlichen und übernationalen Kontexte eingebettet. Zugleich wird die Funktion literarischer Texte in kulturellen und ökonomischen Zusammenhängen thematisiert. Dies geschieht in enger Abstimmung mit der Forschung am Institut, die literaturhistorische, kulturwissenschaftliche und textanalytische Fragestellungen eng miteinander verzahnt und kulturvergleichend perspektiviert. Im Zentrum steht die jeweilige innerkulturelle und gesellschaftliche Bedeutung der Texte, ebenso die Bezüge zwischen fiktionalen Texten und außerliterarischer Wirklichkeit und die literarischen Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Literaturen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

a) Das Profil Komparatistik erweitert den Kanon der untersuchten Texte gezielt hin zur Weltliteratur. Innerhalb der übernational vernetzten Literaturwissenschaft ergeben sich durch den vergleichenden Blick auf andere Literaturen auch überraschende Perspektiven zurück auf die deutsche Literatur. Dabei ist uns ein Anliegen, die Fragestellungen in der Lehre gezielt zu öffnen für die eigenkulturelle Kompetenz und die Lektüre- und Wissenshorizonte der aus vielen verschiedenen Ländern kommenden Studierenden und diesen dabei zu helfen, ihr eigenständiges interkulturelles Profil zu entwickeln. Gegenstände sind die Funktion von Literatur in den verschiedenen Kulturen und Gesellschaften in Geschichte und Gegenwart, Imagologie (Selbst- und Fremdbilder), kulturelle Konzepte und ihre mediale Vermittlung, aber auch zwischenkulturelle Austausch-, Abgrenzungs- und Assimilationsprozesse bis hin zur Entstehung „hybrider“ interkultureller Literatur(en). Dieses Profil bereitet auf eine wissenschaftliche Tätigkeit vor.

b) Das Profil Didaktik ist auf die Vermittlung der deutschen Sprache und Kultur in verschiedenen Lehr- und Lernkontexten (z.B. Fremdsprachenunterricht; Literaturvermittlung im Sprachunterricht; Sprachförderung von Migrantenkindern;) ausgerichtet. Es zielt auf den Aufbau eines fundierten Wissens zum Spracherwerb und seinen Differenzierungen ab. die Studierenden werden zu einer wissenschaftlich reflektierten Planung und Beobachtung des Unterrichtsgeschehens angeleitet. Dieses didaktisch ausgerichtete Profil bereitet auf eine Lehrtätigkeit an Schule und Hochschule im In- und Ausland vor.

c) Das Profil Interkulturelle Kommunikation befasst sich auf der Grundlage kultur- und kommunikationstheoretischer Konzepte mit Kommunikationsprozessen in den Bereichen Wirtschaft und Medien. Interkulturelle Kommunikation wird dabei interdisziplinär in den Blick genommen – linguistisch, sozialpsychologisch und kulturwissenschaftlich – und in praxisorientierten Lehrveranstaltungen und Projekten erprobt. Zielgruppe sind Studierende, die in der Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, in international operierenden Organisationen oder im Kultur- und Bildungsaustausch tätig werden möchten.

 

Aufbau des Studiums

Hauptfach Germanistik im Kulturvergleich

Der zweijährige Masterstudiengang Germanistik im Kulturvergleich baut auf einem Bachelorabschluss mit inhaltlicher Passung auf. In einer Regelstudienzeit von 4 Semestern sind im Hauptfach insgesamt 120 Leistungspunkte zu erwerben, davon 20 im Begleitfach.

Der Hauptfach‐Studiengang Germanistik im Kulturvergleich Sprachwissenschaft bzw. Germanistik im Kulturvergleich Literaturwissenschaft gliedert sich in acht Module. Zu belegen sind:

vier fachwissenschaftliche Pflichtmodule (36 LP)
zwei Module aus dem jeweils gewählten Profilbereich (24 LP)
zwei Prüfungsmodule (40 LP)
Module aus einem gewählten Begleitfach (20 LP)

Begleitfach Germanistik im Kulturvergleich

Als Begleitfach (20 Leistungspunkte) vertieft der Studiengang am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie eine im Hauptfach studierte Disziplin durch Kenntnisse auf dem Gebiet der vergleichenden Sprach- oder Literaturwissenschaft. Wahlweise können Sie auch didaktisch-methodische Kenntnisse im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in theoretisch oder praktisch ausgerichteten Seminaren erwerben bzw. vertiefen. Aus den angebotenen Wahlpflichtmodulen sind zwei zu wählen. Bitte bedenken Sie bei der Modulwahl, dass das Begleitfach auf einem vorher erworbenen BA mit ausreichender Passung aufbaut. Voraussetzung für die Teilnahme an den Modulen des Begleitfachs ist der erfolgreiche Abschluss mindestens zweier einschlägiger Proseminare. Wer Germanistik im Kulturvergleich Sprach- oder Literaturwissenschaft studiert, kann als Begleitfach auch Germanistik im Kulturvergleich Literatur- oder Sprachwissenschaft wählen.

Begleitfach aus den weiteren Fächern der Universität Heidelberg

Als Begleitfach (20 Leistungspunkte) in Ergänzung zum Hauptfach Germanistik im Kulturvergleich können Sie auch aus einer Reihe anderer Fächer der Universität Heidelberg auswählen. Hier finden Sie eine Liste aller angebotenen Begleitfächer, die mit Germanistik im Kulturvergleich kombiniert werden können.

http://www.uni-heidelberg.de/md/studium/interesse/faecher/begleitfaecher.pdf

 

Forschungsschwerpunkte

Der Kern der sprachwissenschaftlichen Forschung liegt in den Gebieten der kognitiven Sprachtypologie, der vergleichenden Psycholinguistik und des frühen und späteren Zweitspracherwerbs. Die Forschung ist interdisziplinär ausgerichtet, es gibt gemeinsame Forschungsinitiativen mit Computerlinguisten, Psychologen, Physikern, Kunsthistorikern und Medizinern. Derzeit bestehen am Institut Projekte zu den folgenden Themengebieten:

  • Sprachtypologische Forschung zum Ausdruck von Raum- und Zeitkonzepten sowie zum Informationsaufbau in germanischen, romanischen, slawischen Sprachen, im Arabischen, Japanischen und Chinesischen.
  • Sprachverarbeitungsprozesse unter sprachvergleichender Perspektive (mit den Schwerpunkten in den oben genannten Sprachen) unter Einsatz experimenteller Methoden wie Blickbewegungsmessung, Chronometrie der Prozesse, MEG, EEG.
  • Zweitspracherwerb und Sprachförderung („Deutsch für den Schulstart“- Projekt zur Sprachförderung in Kindergarten und Grundschule, „Deutsch als Zweitsprache“).
  • Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (mit dem Schwerpunkt auf sprach- und kulturspezifischen Mustern der Informationsdarstellung in der externen Unternehmenskommunikation und in Publikumsmedien).

Diese Projekte bieten den interessierten Studierenden die Möglichkeit zum forschenden Lernen.

In der Literaturwissenschaft richten sich die Forschungsvorhaben auf interkulturell und komparatistisch relevante sowie sozialhistorische, mediengeschichtliche und kulturwissenschaftliche Felder. Sie werden getragen von einem breiten Feld nationaler und internationaler Kooperationen u.a. mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Osten Europas (Oldenburg), mit dem Max Hermann Neisse-Institut an der Universität Düsseldorf, mit dem Department of German an der Dalhousie University in Halifax (Kanada), mit dem Willy-Brandt-Zentrum und mit dem Germanistischen Institut der Universität Breslau (Polen), mit dem Mitteleuropäischen Germanistenverband (MGV) sowie mit den Germanistischen Instituten der Universitäten Danzig (Polen), Olmütz (Tschechische Republik), Vészprem (Ungarn), Kaunas (Litauen), Tartu (Estland) und Kutaissi (Georgien). Thematisch konzentriert sich die Forschung auf folgende Bereiche:

  • Literatur vom 18. bis 20. Jahrhundert in interkultureller und komparatistischer Perspektive (bes. Imagologie, Thematologie, Alterität, Intertextualität, Intermedialität); einen Schwerpunkt bilden editorische Tätigkeiten (Johann Georg Hamann, Ludwig Tieck, Max und Elsa Bernstein u.a.).
  • Wirklichkeitsbezogenes Erzählen: Theoretisch reflektiert werden die Funktionen des Erzählens und der Wirklichkeitsgehalt der Fiktion. Die Geschichte dieser hybriden Literatur zwischen Realität und Fiktion wird in ihrer historischen Relevanz und in ihrer Bedeutung für das literarische Leben untersucht (z.B. Schreiben unter Zensur, literarische Skandale, fact-fiction-Formate). Das Handbuch „Fakten und Fiktionen. Werklexikon der deutschsprachigen Schlüsselliteratur 1900-2010“ liegt innerhalb dieses Projekts seit 2012 vor.
  • Regionalität als postnationales Paradigma, um die nationalphilologisch nicht erfassbare Wechselwirkung zwischen Literaturen verschiedener Sprachen und Kulturen zu beschreiben, die im selben Verbreitungsraum gleichzeitig anwesend sind. Forschungsergebnisse in Form von Monographien, Sammelbänden und Aufsätzen liegen vor u.a. zu Nordosteuropa (Baltikum und angrenzende Länder), deutsch-polnischen Kontakt- und Konflikträumen, der Lausitz, Mitteleuropa im Allgemeinen u.a.m..

Diese Projekte bieten Studierenden und Doktoranden die Möglichkeit, eigene Forschungsthemen zu entwickeln.

 

Formalia

Zulassung

Es besteht eine hochschuleigene Zugangsbeschränkung; hier finden Sie die geltende Zulassungssatzung.

Deutsche Studieninteressierte

Deutsche Studieninteressierte können sich ohne vorherige Bewerbung bei der Zentralen Universitätsverwaltung bis Vorlesungsbeginn immatrikulieren. Erforderlich für die Immatrikulation ist eine Zugangsbescheinigung des Vertreters des gewünschten Masterstudiengangs, die bestätigt, dass die Zugangsvoraussetzungen gemäß der jeweiligen Zulassungsordnung erfüllt sind. Bitte informieren Sie sich beim Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie über das weitere Vorgehen.

Internationale Studieninteressierte

Internationale Studieninteressierte müssen sich aufgrund der in der Regel aufwendigen Prüfung der Vorbildungsnachweise schriftlich bewerben. Die Bewerbungsfrist für internationale Studieninteressierte ist der 15. Juni für das Wintersemester und der 15. November für das Sommersemester. Die Bewerbung erfolgt direkt an das Dezernat Internationale Beziehungen. Bitte nutzen Sie bei Ihrer Bewerbung folgenden Antrag auf Zulassung zum Masterstudium und fügen Sie die nötigen Unterlagen bei.

Weitere Informationen

Aktuelle Informationen zum Verfahren

Bei Interesse am Masterstudiengang können Sie sich bereits vor der offiziellen Bewerbung an die Fachstudienberater wenden, um eventuelle Fragen zu den Voraussetzungen zu klären.  

Fächerkombinationen

Als Begleitfach kann grundsätzlich jedes Fach gewählt werden, für das ein entsprechendes Studienangebot im Masterbereich besteht. Wird der Schwerpunkt Sprachwissenschaft gewählt, so kann als Begleitfach auch Literaturwissenschaft innerhalb des Studienganges Germanistik im Kulturvergleich gewählt werden. Wird der Schwerpunkt Literaturwissenschaft gewählt, so kann als Begleitfach auch Sprachwissenschaft innerhalb des Studienganges Germanistik im Kulturvergleich gewählt werden.

Studien- und Prüfungsordnungen

Prüfungsordnung Master (vom 21.07.2011)
Prüfungsordnung Master (vom 29.05.2009)
Prüfungsordnung für die Masterstudiengänge - Allgemeiner Teil (vom 21.04.2010, letzte Änderung 21.07.2011)

Modulhandbuch

Das aktuelle Modulhandbuch finden Sie hier.

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.


Fachstudienberatung

Dr. Michael Haase (Literaturwissenschaft)
Plöck 55, Zi. 126
Mi 14.00 - 16.00 Uhr in der Vorlesungszeit
Tel.: +49 (0)6221-54-7550
E-Mail: studium@idf.uni-heidelberg.de

persönliche Webseite  - mit kurzfristigen Änderungen der Sprechstunde

Dr. Rolf Koeppel (Sprachwissenschaft)
Plöck 55, Zi. 024
Mo 12.30 - 13.30 in der Vorlesungszeit
Tel.: +49 (0)6221-54-7400
E-Mail: studium@idf.uni-heidelberg.de
persönliche Webseite  - mit kurzfristigen Änderungen der Sprechstunde

 

Kontakt

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
Plöck 55
D-69117 Heidelberg

Sekretariat:

Tel.: +49 (0)6221-54-7545
Fax: +49 (0)6221-54-7597
E-Mail: studium@idf.uni-heidelberg.de
Internet: www.idf.uni-heidelberg.de
Lageplan

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 11.05.2016
zum Seitenanfang/up