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Bereichsbild

Germanistik im Kulturvergleich

 

Studienabschluss: Bachelor of Arts
Bewerbungspflichtig: Nein (Hinweise im Abschnitt "Formalia")
Studienbeginn: WS u. SS
Regelstudienzeit: 6
Prozentstruktur: 75%; 50%; 25%
Studienform: Vollzeit / Teilzeit
Sprachnachweise: siehe Zulassungssatzung
Lehrsprache: Deutsch

Neuphilologische Fakultät

Dieses Fach stellt sich im Rahmen der Orientierungstage der Metropolregion Rhein-Neckar im Zeitraum von 5.-20. Mai 2017 vor.

Germanistik im Kulturvergleich präsentiert sich am 10. Mai um 16:00 - 17:00.

 

Inhalt des Studiums

Der BA-Studiengang Germanistik im Kulturvergleich (75%, 50%, 25%) bietet ausländischen und deutschen Studierenden eine fundierte Ausbildung in der germanistischen Sprach- und/oder Literaturwissenschaft. Lehre und Forschung berücksichtigen dabei insbesondere sprachvergleichende und interkulturelle Aspekte. Die fachwissenschaftlichen Kernfächer werden durch alternativ zu wählende berufsorientierende Fächer ergänzt: Didaktik für Deutsch als Fremdsprache sowie Interkulturelle Kommunikation. Spätere Berufsfelder sind Tätigkeiten im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache bzw. Berufe im Umfeld kultureller, wirtschaftlicher oder politischer Institutionen im In- und Ausland.

Der BA-Studiengang kann in einem Master-Studiengang Germanistik im Kulturvergleich oder im Master Deutsch als Zweitsprache weiter geführt werden. Einen ausführlichen Überblick zum Aufbau des Studiengangs und zu möglichen Studienschwerpunkten finden Sie auf  den Informationsseiten Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie:

http://www.idf.uni-heidelberg.de/

Für ausländische Studierende, die ihr Germanistikstudium durch einen Studienaufenthalt in Deutschland ergänzen wollen, wird ein Kurzzeitstudium von 2 Semestern Länge angeboten, das mit einem Zertifikat abgeschlossen werden kann.

 

Aufbau des Studiums

Das Studium dauert in der Regel 6 Semester und schließt mit dem Bachelor of Arts ab. Die BA-Studiengänge werden mit unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Schwerpunkten in den Gebieten Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft angeboten und durch die berufsorientierenden Bereiche ergänzt.

Das Studium im fachwissenschaftlichen Schwerpunkt Sprachwissenschaft vermittelt zunächst die theoretischen und methodischen Grundlagen zur Beschreibung von Sprachsystemen und vertieft diese Kenntnisse in ausgewählten Bereichen, in denen die Studierenden zum wissenschaftlichen Arbeiten befähigt werden sollen. Im Vordergrund der Betrachtungen stehen dabei die klassischen Kerndisziplinen der Sprachwissenschaft: die Analyse von Lautstrukturen und -systemen (Phonetik, Phonologie), von Wortformen und -strukturen (Morphologie), von Wortgruppen und Sätzen (Syntax) sowie von Bedeutung auf Wort- und Satzebene (Semantik). Die Verwendungsbedingungen sprachlicher Äußerungen, die unter sprachsystematischen Aspekten in der Pragmatik sowie in ihrer Abhängigkeit von sozialen Faktoren in der Soziolinguistik betrachtet werden, gehören ebenso zum Lehrgebiet der germanistischen Linguistik. Das Deutsche steht dabei im Zentrum der Betrachtungen. Die besondere Chance der Sprachenvielfalt am Seminar wird insofern genutzt, als grundsätzlich sprachvergleichende und typologische Betrachtungen in die Lehre integriert werden. Daraus ergibt sich auch die Profilierung der sprachwissenschaftlichen Forschung im Bereich der vergleichenden Psycholinguistik (Erst- und Zweitspracherwerbsforschung, Psycholinguistik der Sprachproduktion, Sprache und Kognition unter vergleichender Perspektive).

Das Studium im fachwissenschaftlichen Schwerpunkt Literaturwissenschaft beginnt mit einer Einführung in die historisch differenzierte Analyse und Interpretation von literarischen Texten der deutschsprachigen wie der Weltliteratur, in die Methoden des Faches sowie in die Ästhetik und Literaturgeschichte. Die Literatur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts wird dabei stets im Kontext von Philosophie, Sozial- und Geistesgeschichte sowie der Entwicklung der Medien gesehen, wodurch sich enge Verbindungen zu den Veranstaltungen der Kulturwissenschaft und der Medienkommunikation ergeben. Ausgehend von den unterschiedlichen Lese- und Rezeptionserfahrungen der Studierenden wird die nationalliterarische Perspektive in den komparatistischen Veranstaltungen hin zur Weltliteratur erweitert und ergänzt; dies erlaubt, die eigene Kultur in einem übergreifenden Kontext wahrzunehmen. Im Vordergrund steht die kulturgeschichtliche Erforschung der Literatur und ihrer Kontexte. Schwerpunkte liegen auf der Aufklärung, Klassik und Romantik sowie auf der klassischen Moderne seit dem Naturalismus, auf dem 20. Jahrhundert und der aktuellen Gegenwartsliteratur (wobei alle Epochen im europäischen Kulturzusammenhang und im Kontext der Weltliteratur untersucht werden). Besonderer Rang kommt der Erforschung interkultureller Verflechtungen der Literatur(en) zu sowie Fragen der Fiktionalität und der Metafiktionalität im Kontext der europäischen Moderne.

Die Kulturwissenschaft ergänzt das fachwissenschaftliche Kernstudium innerhalb der Bachelor-Studiengänge des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie. Die Veranstaltungen geben eine Einführung in Kulturgeschichte und Kulturtheorie, in die Funktion und Organisation kultureller Abläufe sowie in Felder der Alltagskultur.

Der Bereich Angewandte Linguistik/Sprachpraxis begleitet das fachwissenschaftliche Studium und hat zum Ziel die Diskurskompetenzen zu erweitern, die für ein Studium erforderlich sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Vermittlung von Analyse- und Produktionsstrategien, die für den kompetenten Umgang mit studienrelevanten Texten erforderlich sind.

Der Bereich Didaktik  ist eines der zwei Angebote im berufsbezogenen Teil des BA-Studiengangs. Er wendet sich an alle, die einen Lehrberuf ergreifen wollen oder aus anderen Gründen eine didaktische Kompetenz anstreben. Die theoretisch ausgerichteten Veranstaltungen geben einen Überblick über Ziele, Gegenstände, Materialien und Methoden des Fremdsprachenunterrichts oder wahlweise des Unterrichtens des Deutschen als Zweitsprache.

Der berufsorientierende Bereich Interkulturelle Kommunikation vermittelt journalistisches Handwerkszeug, das sowohl für eine Tätigkeit in unterschiedlichen Bereichen der Medien als auch auf die Arbeit in der unternehmensexternen sowie -internen Kommunikation vorbereitet. Dabei werden theoretische und praktische Aspekte im Umgang mit einschlägigen Diskurstypen aus der Unternehmens- bzw. Medienkommunikation behandelt. Die Perspektive in allen Veranstaltungen ist kulturvergleichend.

 

Forschungsschwerpunkte

Der Kern der sprachwissenschaftlichen Forschung liegt in den Gebieten der kognitiven Sprachtypologie, der vergleichenden Psycholinguistik und des frühen und späteren Zweitspracherwerbs. Die Forschung ist interdisziplinär ausgerichtet, es gibt gemeinsame Forschungsinitiativen mit Computerlinguisten, Psychologen, Physikern, Kunsthistorikern und Medizinern. Derzeit bestehen am Institut Projekte zu den folgenden Themengebieten:

  • Sprachtypologische Forschung zum Ausdruck von Raum- und Zeitkonzepten sowie zum Informationsaufbau in germanischen, romanischen, slawischen Sprachen, im Arabischen, Japanischen und Chinesischen.
  • Sprachverarbeitungsprozesse unter sprachvergleichender Perspektive (mit den Schwerpunkten in den oben genannten Sprachen) unter Einsatz experimenteller Methoden wie Blickbewegungsmessung, Chronometrie der Prozesse, MEG, EEG.
  • Zweitspracherwerb und Sprachförderung („Deutsch für den Schulstart“- Projekt zur Sprachförderung in Kindergarten und Grundschule, „Deutsch als Zweitsprache“).
  • Interkulturelle Wirtschaftskommunikation (mit dem Schwerpunkt auf sprach- und kulturspezifischen Mustern der Informationsdarstellung in der externen Unternehmenskommunikation und in Publikumsmedien).

Diese Projekte bieten den interessierten Studierenden die Möglichkeit zum forschenden Lernen.

In der Literaturwissenschaft richten sich die Forschungsvorhaben auf interkulturell und komparatistisch relevante sowie sozialhistorische, mediengeschichtliche und kulturwissenschaftliche Felder. Sie werden getragen von einem breiten Feld nationaler und internationaler Kooperationen u.a. mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Osten Europas (Oldenburg), mit dem Max Hermann Neisse-Institut an der Universität Düsseldorf, mit dem Department of German an der Dalhousie University in Halifax (Kanada), mit dem Willy-Brandt-Zentrum und mit dem Germanistischen Institut der Universität Breslau (Polen), mit dem Mitteleuropäischen Germanistenverband (MGV) sowie mit den Germanistischen Instituten der Universitäten Danzig (Polen), Olmütz (Tschechische Republik), Vészprem (Ungarn), Kaunas (Litauen), Tartu (Estland) und Kutaissi (Georgien). Thematisch konzentriert sich die Forschung auf folgende Bereiche:

  • Literatur vom 18. bis 20. Jahrhundert in interkultureller und komparatistischer Perspektive (bes. Imagologie, Thematologie, Alterität, Intertextualität, Intermedialität); einen Schwerpunkt bilden editorische Tätigkeiten (Johann Georg Hamann, Ludwig Tieck, Max und Elsa Bernstein u.a.).
  • Wirklichkeitsbezogenes Erzählen: Theoretisch reflektiert werden die Funktionen des Erzählens und der Wirklichkeitsgehalt der Fiktion. Die Geschichte dieser hybriden Literatur zwischen Realität und Fiktion wird in ihrer historischen Relevanz und in ihrer Bedeutung für das literarische Leben untersucht (z.B. Schreiben unter Zensur, literarische Skandale, fact-fiction-Formate). Das Handbuch „Fakten und Fiktionen. Werklexikon der deutschsprachigen Schlüsselliteratur 1900-2010“ liegt innerhalb dieses Projekts seit 2012 vor.
  • Regionalität als postnationales Paradigma, um die nationalphilologisch nicht erfassbare Wechselwirkung zwischen Literaturen verschiedener Sprachen und Kulturen zu beschreiben, die im selben Verbreitungsraum gleichzeitig anwesend sind. Forschungsergebnisse in Form von Monographien, Sammelbänden und Aufsätzen liegen vor u.a. zu Nordosteuropa (Baltikum und angrenzende Länder), deutsch-polnischen Kontakt- und Konflikträumen, der Lausitz, Mitteleuropa im Allgemeinen u.a.m..

Diese Projekte bieten Studierenden und Doktoranden die Möglichkeit, eigene Forschungsthemen zu entwickeln.

 

Formalia

Bewerbung und Zulassung:

Hier finden Sie die Satzung für die Zulassung und Immatrikulation in den Bachelorstudiengang.

Für ausländische Studienbewerber gelten für die Bewerbung in grundständige Studiengänge besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).

Aufgrund des spezifischen Studienprofils wird deutschen Studieninteressierten ausdrücklich nahegelegt, sich in einem Gespräch mit der Fachstudienberatung über die unterschiedlichen Anforderungen für deutsche Muttersprachler im Studium zu informieren (Ansprechpartner siehe unten).

Fächerkombinationen

Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog

Studien- und Prüfungsordnungen

Prüfungsordnung Bachelor (vom 14.06.2010)
Prüfungsordnung Bachelor (vom 08.01.2009)
Prüfungsordnung Bachelor (vom 08.02.2007)

Modulhandbuch

Das aktuelle Modulhandbuch finden Sie hier.

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

Masterstudiengang

Die Universität Heidelberg bietet die konsekutiven Masterstudiengange Germanistik im Kulturvergleich und Deutsch als Zweitsprache an.

 

Fachstudienberatung

Dr. Michael Haase (Literaturwissenschaft)
Plöck 55, Zi. 126
Mi 11:00 - 13:00 Uhr in der Vorlesungszeit
Tel.: +49 (0)6221-54-7550
E-Mail: studium@idf.uni-heidelberg.de

persönliche Webseite  - mit kurzfristigen Änderungen der Sprechstunde

Dr. Ute Kohlmann (Sprachwissenschaft)
Plöck 55, Zi. 116
Mo 12.00 - 13.00 Uhr und Di 13.00 - 15.00 Uhr in der Vorlesungszeit
Tel.: +49 (0)6221-54-7316
E-Mail: studium@idf.uni-heidelberg.de
persönliche Webseite mit kurzfristigen Änderungen der Sprechstunde

 

Kontakt

Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie
Plöck 55
D-69117 Heidelberg

Sekretariat:
Tel.: +49 (0)6221-54-7545
Fax: +49 (0)6221-54-7597
E-Mail: idf@mail.idf.uni-heidelberg.de
Internet: www.idf.uni-heidelberg.de
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E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 23.03.2017
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