Christliche Archäologie und Kunstgeschichte
| Studienabschluss: | Magister (auslaufend ab WS 07/08) |
Erw. Prüfung Lehramt an Gymn. |
| Bewerbungspflichtig: | Nein | Nein |
| Studienbeginn: | WS u. SS | WS u. SS |
| Regelstudienzeit: | 9 | 3 |
| Sprachnachweise: | Latinum oder gleichwertiges Zeugnis; Lesekenntnisse in Englisch, Französisch und Italienisch NF: In besonderen Fällen kann anstelle des Latinums ein entsprechender Nachweis für eine andere klassische Sprache anerkannt werden; |
Latinum oder gleichwertiges Zeugnis; Lesekenntnisse in Englisch, Französisch und Italienisch NF: In besonderen Fällen kann anstelle des Latinums ein entsprechender Nachweis für eine andere klassische Sprache anerkannt werden |
| Lehrsprache: | Deutsch |
Inhalt des Studiums
Das Fachgebiet der Christlichen Archäologie (siehe auch Bachelor Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte) umfasst die materielle Hinterlassenschaft des Christlichen Altertums von den Anfängen christlicher Denkmäler bis in die Zeit des Bilderstreits im 8. Jahrhundert. Dabei lässt sich prinzipiell nicht auf ein Übergreifen in die Bereiche der nichtchristlichen Kunst der gleichen Zeit verzichten. Räumlich sind dabei alle Bereiche der Christlichen Antike und Spätantike einbezogen. Außer den Denkmälern der bildenden Kunst und Architektur gehören zum Fach sämtliche Zeugnisse der allgemeinen materiellen Kultur. Ursprungs- und Überlieferungsfragen verbinden das Fach ebenso besonders eng mit der Klassischen Archäologie und der Kunstgeschichte wie ihm Alte Kirchengeschichte und Patristik notwendige Interpretationshilfen und -ergänzungen geben. Insbesondere untersucht die Christliche Archäologie wegen der engen Verflechtung der frühchristlichen Zeugnisse mit der nichtchristlichen Kultur der römischen Kaiserzeit und der Spätantike auch die Wechselbeziehung zu dieser (z.B. auch für das Judentum und die Mysterienkulte).
Als Gegenstand des Faches sind folgende Denkmälergruppen zu nennen:
- Architektur, Städtebau und Topographie
- Bildende Kunst (Skulptur und Plastik, Malerei, Mosaik)
- Kleinkunst, Kunsthandwerk, Gebrauchsgegenstände
- Inschriften
- Münzen
Die Methoden des Faches sind jeweils an den Gegenständen orientiert. Die angestrebte Ausbildung zum vergleichenden Sehen wird insbesondere durch die Methoden der Typologie, Ikonographie und Stilanalyse gefördert. Dazu kommt das Bemühen um eine sachgemäße Hermeneutik mittels literarischer Zeugnisse, für die historische und philologische Methoden notwendig sind. Basis des Faches ist seine rein archäologische Seite: Kenntnisse der Methoden des Ausgrabens, der Konservierung und Dokumentation antiker Befunde. Mit den anderen archäologischen und kunsthistorischen Fächern (v.a. Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Kunstgeschichte) hat die Christliche Archäologie die Art der Zeugnisse - visuell erfaßbare Denkmäler und Befunde - und die damit verbundenen Forschungsmethoden gemeinsam, unterscheidet sich aber von ihnen grundsätzlich in Bezug auf die untersuchte Kultur. Mit einem Teil der anderen Klassischen Altertumswissenschaften (Klassische Philologie, Alte Geschichte) hat sie den kulturellen Bereich gemeinsam, unterscheidet sich aber von ihm grundsätzlich in der Art der Zeugnisse.
Aufbau des Studiums
Das Studium gliedert sich in einen ersten Studienabschnitt, der grundsätzlich nach dem vierten Semester mit der Zwischenprüfung abgeschlossen wird, und in einen sich daran anschließenden zweiten Studienabschnitt vom fünften bis achten Semester; das neunte Semester ist als Prüfungszeitraum vorgesehen.
Im Hauptfach müssen das Latinum, das Graecum sowie Lesekenntnisse in Englisch, Französisch und Italienisch bis zur Zwischenprüfung nachgewiesen werden, im Nebenfach das Latinum sowie Lesekenntnisse in Englisch, Französisch und Italienisch.
Formalia
Zulassung
Magister: Es besteht ein Zulassungsstop in den ersten Semestern. Eine Immatrikulation in höhere Semester ist ohne vorherige Bewerbung möglich. Informationen zur Immatrikulation finden Sie hier.
Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2).
Fächerkombinationen
Die möglichen Fächerkombinationen ergeben sich aus dem Fächerkatalog
Studien- und Prüfungsordnung
Zwischenprüfungsordnung: Magister
Prüfungsordnung: Magister
Lehramtsprüfungsordnung (LPO)
Prüfungsausschuss
Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.
Studiengebühren
Die allgemeinen Studiengebühren betragen 500,00 € pro Semester. Zusätzlich ist ein Beitrag für das Studentenwerk und ein Verwaltungskostenbeitrag zu bezahlen.
Fachstudienberatung
Dr. Christine Stephan, Institutsdirektorin
Marstallhof, Südostturm
Do 13.00-14.00 Uhr
Tel. +49 (0)6221-54-2229
E-Mail: Christine.Stephan-Kaissis@zaw.uni-heidelberg.de
Fedor Schlimbach M. A., wissenschaftlicher Mitarbeiter
Marstallhof, Südostturm
Do 13.00-14.00 Uhr
Tel. +49 (0)6221-54-2228
E-Mail: fedor.schlimbach@zaw.uni-heidelberg.de
Kontakt
Seminar für Byzantinische Archäologie und Kunstgeschichte
Marstallhof 4
D-69117 Heidelberg
Sekretariat
Gabriele Frischkorn
Tel.: +49 (0)6221-54-2521
Fax.: +49 (0)6221-54-3385
E-Mail: gabriele.frischkorn@urz.uni-heidelberg.de
Internet: www.christliche-archaeologie.uni-hd.de
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