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Bereichsbild

Angewandte Informatik

Studienabschluss: Bachelor of Science  
Bewerbungspflichtig: Ja  
Studienbeginn: WS  
Regelstudienzeit: 6  
Prozentstruktur: 100%, 50% (auch mit Lehramtsoption)  
Sprachnachweise: Keine (für internationale Studierende: DSH2)  
Lehrsprache: Deutsch und Englisch  

 

Informatik an der Universität Heidelberg

Dieses Fach stellt sich im Rahmen der Orientierungstage der Metropolregion Rhein-Neckar im Zeitraum von 5.-20. Mai 2017 vor.

Angewandte Informatik präsentiert sich am 16. Mai um 17:00 - 18:00.

Hinweis für Studieninteressierte für das Abschlussziel Lehramt an Gymnasien an der Universität Heidelberg:

Auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben des Landes Baden-Württemberg erfolgen für das Abschlussziel Lehramt an Gymnasien ab dem Wintersemester 2015/2016 Einschreibungen ins erste Studiensemester grundsätzlich nur noch in gestufte Studiengänge mit einer Bachelor-/Master-Studienstruktur (polyvalenter Zweifach-50%-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption und Master of Education ab Wintersemester 2018/2019).

Dieses Studienfach können Sie ab Wintersemester 2015/2016 in einem polyvalenten Zweifach-50%-Bachelorstudiengang mit Lehramtsoption studieren. Die Kombination mit einem weiteren lehramtsrelevanten 50%-Fach ist entsprechend erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uni-heidelberg.de/studium/zlb/

Hinweis für Studierende, die bereits in ein Lehramtsstudium im Rahmen der Gymnasiallehrerprüfungsordnung I eingeschrieben sind:

Für Studierende, die am 31.07.2015 in einem Lehramtsstudiengang unter den Bedingungen der GymPO I (2009) eingeschrieben sind, gilt ab dem Wintersemester 2015/2016, dass ein Wechsel des Hauptfaches unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben auch weiterhin unter den Bedingungen der GymPO möglich ist.

Es gelten dabei die besondere Übergangsregelungen, die Sie hier nachlesen können.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.uni-heidelberg.de/studium/zlb/

Vorkurs für StudienanfängerInnen

Für alle StudienanfängerInnen der Mathematik und Informatik bietet die Fachschaft MathPhys im Wintersemester 2016 einen zweiwöchigen Vorkurs an. Mit Fachvorträgen, nützlichen Tipps und sozialem Rahmenprogramm soll damit der Studieneinstieg möglichst leicht gestaltet werden.

 

Weitere Informationen für Studierende des ersten Semester auf den Seiten der Fakultät für Mathematik und Informatik.

 

Inhalt des Studiums

Die Informatik ist heutzutage für alle Bereiche der Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft grundlegend. Komplexe Prozesse und große Datenmengen lassen sich nur mit leistungsfähiger Software und Hardware verarbeiten. Die Informatik beschäftigt sich mit Planung, Modellierung, Entwurf und Umsetzung von komplexen Systemen und Abläufen in Software und/oder Hardware. Dabei wird der gesamte Prozess betrachtet, dies beinhaltet auch Fragen der Kommunikation, Organisation und Motivation.

Informatik ist nicht:

  • Nur Computer programmieren oder zusammenbauen
  • Nur Arbeit mit Maschinen statt mit Menschen
  • Reine Mathematik
  • Surfen im Internet
  • Erstellung von Web-Seiten

Voraussetzungen

Studierende der Informatik sollten mit der Fähigkeit, logisch zu denken und genau zu arbeiten, sowie mit Interesse und Spaß am Einsatz von und Umgang mit Computern das Studium aufnehmen. Weiterhin wichtig sind Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent sowie die Freude an der Mitgestaltung der Gesellschaft mit Hilfe von Informatikkonzepten. Hilfreich, aber nicht erforderlich ist, eine Programmiersprache und ein Betriebssystem zu beherrschen: Sofern diese Kenntnisse nicht vorliegen, eignen die Studierenden sich diese während des Grundstudiums an. Da Mathematik als Grundlage für weite Teile der Informatik und der naturwissenschaftlichen Nebenfächer einen hohen Stellenwert im Grundstudium hat, ist Interesse und Spaß an der Mathematik von Vorteil. Notwendig sind Kenntnisse der englischen Sprache, da der Großteil der Softwaredokumentation und wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Informatik in Englisch verfasst ist.

Berufsmöglichkeiten

Die Berufsmöglichkeiten reichen von der Kommunikationsindustrie, der Unternehmensberatung, der Medienwirtschaft, den neu entstehenden Internet-Dienstleistern, dem Versicherungs- und Bankensektor, der öffentlichen Verwaltung bis hin zu allen Ingenieursbereichen, wie z.B. Maschinenbau, Verfahrenstechnik oder Elektrotechnik. Für naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Anwendungen wird Informatik immer wichtiger, z.B. Geoinformationssysteme, Genomanalyse oder linguistische Analysen. Viele Informatiker und Informatikerinnen sind in der Software- und Hardwareentwicklung beschäftigt, aber auch in den Bereichen des Projektmanagements, der Lehre, der Forschung und Schulung, sowie in vielen anderen Betätigungsfeldern, in denen technologisches und kommunikatives Know-How gefragt ist.
 

Aufbau des Studiums

Die Fakultät bietet Bachelor-, Master-, Lehramts- und Nebenfachstudiengänge in Informatik an. Diese umfassen eine fundierte anwendungsorientierte Informatik-Ausbildung, wobei die Schwerpunkte der Anwendungen in Naturwissenschaften und Technik, aber auch in den Geisteswissenschaften liegen. Ziel der Ausbildung ist der Erwerb eines soliden Grundwissens der Informatik und ihrer theoretischen und mathematischen Grundlagen, sowie das Erlernen typischer Informatikmethoden und deren Umsetzung in der Praxis. Diese Grundkenntnisse und -fähigkeiten sollen den Absolventen und Absolventinnen die Möglichkeit geben, flexibel auf die sich rasch ändernden Anforderungen im Berufsbild Informatik zu reagieren. Interdisziplinarität und Forschungsorientierung geben den Studiengängen ein besonderes Profil. Viel Wert wird auf die praktische Arbeit gelegt. In Projektarbeiten entwerfen die Studierenden im Team Systeme für Wissenschaft und Industrie. Dabei werden Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten sowie Grundkenntnisse im Projektmanagement erworben.

Im Bachelorstudium (aufgeteilt in einen größeren Pflicht- und einen kleineren Wahlbereich) wird ein breites Grundlagenwissen vermittelt, das insbesondere befähigt, komplexe Anwendungen zu erstellen. Dies umfasst

  • den Umgang mit Daten (z.B. effiziente Datenstrukturen und Datenbanken),
  • die Entwicklung von automatischen Verfahren (z.B. Effiziente Algorithmen und Simulation),
  • den Umgang mit und die Entwicklung von Rechnerarchitekturen,
  • den Umgang mit komplexen Rechnerstrukturen (z.B. Parallelrechner) und
  • den Umgang mit komplexen Entwicklungsprozessen (z.B. Projektorganisation und Softwareentwicklungswerkzeuge).

Der Studiengang ermöglicht auch eine Vertiefung im Bereich Technische Informatik.

Der Master-Studiengang setzt einen Bachelorabschluss voraus und ermöglicht die Vertiefung in Anwendungen der Informatik. Besonders profitiert der Studiengang von der engen Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen, insbesondere bei Optimierung und Simulation komplexer Phänomene in Naturwissenschaft und Technik.

Im Anschluss an das Masterstudium bietet das breite Forschungsspektrum der Universität vielfältige Möglichkeiten zur Promotion.

Weitere Informationen zu den Studiengängen erhalten Sie unter http://www.informatik.uni-heidelberg.de/.

Forschungsschwerpunkte

Die Informatik an der Universität Heidelberg widmet sich in der Forschung dem Verständnis und der Gestaltung komplexer informatischer und informationstechnischer Systeme und Prozesse. Als Basis für komplexe Anwendungen werden im Kernbereich der Informatik neuartige Konzepte für die effiziente Gestaltung von daten- und rechenintensiven Prozessen und Systemen entwickelt. Beispiele hierfür sind Berechenbarkeits- und Komplexitätstheorie, Konzepte und Mechanismen zur effizienten Nutzung von anwendungsspezifischen Höchstleistungsrechensystemen, Algorithmen zur Lösung von Optimierungsproblemen, Data Mining sowie wissensbasierte Softwareentwicklung. Ergebnisse der Grundlagen- und Anwendungsforschung in der Physik werden genutzt, um rechnergestützte Systeme mit neuartigen Merkmalen und hoher Rechenleistung zu entwickeln. Beispiele dazu sind photonische Systeme, sowie Konzepte aus der theoretischen Physik (Hamiltonformalismen, Thermodynamik, Quantenmechanik).

In den Anwendungsfeldern wird intensiv mit Arbeitsgruppen aus Physik & Astronomie, Mathematik, Wissenschaftlichem Rechnen, Medizin und Biologie, Geographie und Computerlinguistik zusammengearbeitet. Dabei werden Technologie und Methodik der Informatik in anwendungsspezifische, informationstechnische Systeme für Natur- und Lebenswissenschaften umgesetzt. Diese wissenschaftliche Instrumentierung, z.B. zur Datenerfassung/Analyse durch Spezialrechner, ermöglicht wegen der umfangreichen Datenmengen sowie erforderlichen hohen Rechenleistungen erst die Durchführung vieler Forschungsvorhaben in den Natur- und Lebenswissenschaften. Beispiele für solche interdisziplinäre Arbeitsschwerpunkte sind:

  • BIOQUANT: Ein Schwerpunkt von BIOQUANT ist die Validierung mathematischer Modelle in der Systembiologie mit Hilfe hochauflösender Licht-, Elektronen- und Röntgenmikroskopie.
  • Physik: Die Großexperimente der Teilchenphysik benötigen die leistungsfähigsten Datenverarbeitungssysteme zum Auslesen und zur Analyse der Detektoren. Dies betrifft sowohl die Rechnerhardware, angefangen von anwendungsspezifischen Schaltungen, um Millionen von Kanälen auslesen zu können bis hin zu speziellen Prozessoren, welche die Daten zu kompletten Ereignissen zu kombinieren und zu analysieren erlauben, aber auch die effiziente Verwaltung und schnelle Analyse der enormen Datenmengen.
  • Bioinformatik: Beispiele für besonders rechenintensive Algorithmen der Bioinformatik sind die DNA-Sequenzierung und die Proteinfaltung. Obwohl die Informatik hier die Effizienz der Algorithmen bereits drastisch gesteigert hat, besteht bei Biotechnologie-Unternehmen dringender Bedarf nach anwendungsspezifischen Rechnersystemen, um die Rechenzeiten von Wochen auf eine akzeptable Dauer zu reduzieren.
  • Medizin: In der Medizin werden seit wenigen Jahren mit stark steigender Tendenz rechnergestützte Systeme für die Diagnose, die Therapieplanung, die Therapieunterstützung und für die Aus- und Weiterbildung benötigt. Entsprechende Systeme können außerordentlich komplex sein und müssen teilweise in Echtzeit arbeiten, obwohl aus Kostengründen keine herkömmlichen Hochleistungssysteme eingesetzt werden können.


Diese Forschung wird von den folgenden Einrichtungen gestaltet

Dabei bestehen enge Kooperationen zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem „European Media Lab“ (EML Research GmbH) der Klaus Tschira Stiftung, und zur Industrie.

 

Formalia

Zulassung

Es wird ein Aufnahmeprüfung durchgeführt; hier finden Sie die Auswahlsatzung. Die Bewerbung erfolgt online.

Ausländische Studienbewerber

Für ausländische Studienbewerber gelten besondere Regelungen. Informationen erhalten Sie beim Akademischen Auslandsamt der Universität Heidelberg (Seminarstraße 2). Jeweils im Sommersemester wird für ausländische Studienbewerber ein Propädeutisches Vorsemester angeboten.

Studien- und Prüfungsordnungen

Angewandte Informatik: Prüfungsordnung Bachelor (vom 26.03.2015)
Angewandte Informatik: Prüfungsordnung Bachelor (vom 07.02.2013)
Angewandte Informatik: Prüfungsordnung Bachelor (vom 22.07.2010)
Angewandte Informatik: Prüfungsordnung Bachelor (vom 19.09.2007)
Anwendungsorientierte Informatik: Prüfungsordnung: Bachelor

Modulhandbuch

Das aktuelle Modulhandbuch finden Sie hier (Bachelor 100%).
Das aktuelle Modulhandbuch finden Sie hier (Bachelor 50%).

Prüfungsausschuss

Zuständig für Anrechnungs-, Anerkennungs- und Prüfungsfragen ist der jeweilige Prüfungsausschuss, bzw. das Prüfungsamt. Nähere Informationen erhalten Sie bei der betreffenden Fachstudienberatung.

Gebühren

Für ein Studium an der Universität Heidelberg fallen zu Beginn jedes Semesters Gebühren an.

Masterstudiengang

Die Universität Heidelberg bietet die konsekutiven Masterstudiengänge Angewandte Informatik und Technische Informatik an.

Fachstudienberatung

PD Dr. Wolfgang Merkle
Im Neuenheimer Feld 205 - Mathematikon (Teil A) Raum 02.211
D-69120 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-54-14323
E-Mail: merkle@math.uni-heidelberg.de
Internet: www.math.uni-heidelberg.de/logic/merkle/merkle.html

Kontakt

Institut für Informatik
Im Neuenheimer Feld 205 - Mathematikon (Teil A)
D-69120 Heidelberg

Sekretariat:

Raum 01.308
Tel.: +49 (0)6221-54-14300
Fax: +49 (0)6221-54-14301
E-Mail: sekretariat@informatik.uni-heidelberg.de
Internet: http://www.ifi.uni-heidelberg.de/sekretariat.html

Fachschaft MathPhys

Raum 01.301
D-69120 Heidelberg
Tel.: +49 (0)6221-54-14999
Fax: +49 (0)6221-54-16114999
E-Mail: fachschaft@mathphys.fsk.uni-heidelberg.de
Internet: mathphys.uni-hd.de

 

E-Mail: Seitenbearbeiter
Letzte Änderung: 23.03.2017
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