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Eine kleine Geschichte des Semester-Tickets

Im Grunde genommen begann es mit zwei Umfragen. Im Rahmen der Rückmeldung zum Sommersemester 1992 sprachen sich 84 % derer, die den Fragebogen ausgefüllt hatten, für das Zwei-Säulen-Finanzierungsprinzip aus (s.o.), um den Preis für ein Semester-Ticket erschwinglich zu gestalten. Zuvor hatte eine Vollversammlung der Studierendenvertretung generell für die Einführung eines solchen Tickets mit großer Mehrheit votiert
Damit waren die Weichen gestellt für das erste Projekt dieser Art in Baden-Württemberg. Ab dem 1. September 1993 waren schließlich gegen Vorlage des Studentenausweises die begehrten Zeitkarten erhältlich, die für schlappe 100 DM erworben werden konnten. Der Studentenwerksbeitrag betrug damals noch 69 DM, davon wurden 19 DM zur besagten Grundfinanzierung herangezogen. Kalkuliert wurde mit 7.000 Tickets. Doch schon bei der Einführung freute sich der Verkehrsverbund über 17.000 verkaufte Fahrkarten, was dem VRN Mehreinnahmen in Millionenhöhe bescherte. Dennoch kam es in der Folgezeit stets zu Preiserhöhungen – die erste erfolgte im WS 1995/96, als der Preis von 100 DM auf 105 DM angehoben wurde, zwei Jahre später kostete es dann schon 110 DM.

Das Semester-Ticket aus dem Jahr 2002

Begehrte Fahrkarte: Das Semester-Ticket, hier ein Original-Exemplar aus dem Jahre 2002, erblickte 1993 die Welt. Foto: Archiv

Infolge der Kündigung der Semester-Ticket-Vereinbarung von Seiten des VRN zum 1. Oktober 2002 konnte durch "zähe Verhandlungen" (Studentenwerk) immerhin ein zusätzliches Angebot präsentiert werden: Seitdem dürfen nämlich alle Studierende auch ohne Semesterticket ab 19 Uhr kostenlos Busse und Bahnen benutzen, wenn auch nur in einem bestimmten Wabenbereich. "Mit der neuen Regelung kann jetzt wirklich jeder Student noch die letzte Kneipe leerfegen", freute sich Rektor Peter Hommelhoff seinerzeit bei der Vertragsunterzeichnung. Ganz umsonst war die Regelung freilich nicht zu haben – um 3,50 Euro wurde der Grundbeitrag zur Finanzierung des Semester-Tickets im Rahmen des Studentenwerksbeitrags angehoben (heute beträgt der Anteil für die Abendnutzung 5 Euro).

Generell will das Studentenwerk im Rahmen der Preiserhöhung den Grundbeitrag aber weitgehend unangetastet lasten, was in der Vergangenheit auch die Studierendenvertreter so sahen: Die Verteuerung sollte nicht zu Lasten derjenigen gehen, die das Semester-Ticket gar nicht in Anspruch nehmen. Darum geht es auch im aktuellen Fragebogen 2004. Mal wieder eine Umfrage.
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Updated: 21.06.2004