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Editorial

Der Chef der Heidelberger Kriminalpolizei, Karl-Heinz Ruff, brachte präzise auf den Punkt, was auch manche Studentin, manchen Studenten der Universität Heidelberg in diesen Tagen bewegt: Kritiker einer restriktiveren Sicherheitspolitik befürchten, "Deutschland werde mit den Anti-Terror-Gesetzespaketen die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit verlassen und zum Polizei-, Überwachungs- und Obrigkeitsstaat zurückkehren". Dass die Universitäts-Spitze Ängste vor den Auswirkungen der Terroranschläge ernst nimmt, macht das Rektorat in einer Stellungnahme (siehe Seite drei) deutlich. Ebenso seine Entschlossenheit, zusammen mit den Behörden gegen jegliche verbrecherische Handlung vorzugehen. Das Rektorat formuliert öffentlich sein Ziel, pauschales Misstrauen sowie Vorurteile gegenüber Mitbürgern islamischen Glaubens oder arabischer Herkunft abzubauen. Gerade nach dem 11. September steht weiterhin ganz oben auf der hochschulpolitischen Prioritätenliste, die Internationalisierung auszubauen, zum Beispiel durch englischsprachige Studienangebote, und die weltumspannenden wissenschaftlichen Kontakte zu vertiefen. Die Universität Heidelberg wird auch in Zukunft ein Ort des freien Denkens bleiben. "Islamische Studierende sind für uns eine Bereicherung", sagt der Prorektor für internationale Beziehungen, Prof. Dr. Angelos Chaniotis – der übrigens selbst als Ausländer hierher kam. Doch: Diffuse Ängste müssen ausgeräumt werden. Was die konkreten Kriterien der Rasterfahndung in Heidelberg gewesen seien, wollten nicht nur die Studierenden immer wieder wissen. Da durfte Ruff, aus naheliegenden Gründen, in der Podiumsdiskussion der Universität nicht allzu präzise werden. Er verwies auf zwei ausländische Studenten in Niedersachsen, die kürzlich in das Visier der Ermittler gerieten. Die Telefonnummer des einen sei laut Presseberichten in den Unterlagen im Umfeld Mohamed Attas gefunden worden, der andere habe an einer niedersächsischen Flugschule Unterricht genommen und sei seit September verschwunden. "Ausgehend von den Ermittlungen zu den ‚Hamburger Attentätern' Jarrah, Atta und Alshehhi wurden Fahndungsraster erstellt, die auf einen möglichen ‚Schläfer' hindeuten", sagte der Kripo-Chef. Unser Resümee: Die Rasterfahndung ist keine Hetzjagd auf islamische Studenten. Es geht um die Suche nach Verbrechern.

Michael Schwarz Endpunkt

 

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Updated: 15.12.2001