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Tendenz steigend

Hundert Jahre Frauen an der Universität
Entstanden im Rahmen des Heidelberger Herbstsymposiums zur Frauenforschung, ist im Foyer der Alten Universität (Grabengasse 1) noch bis zum 20. Januar 2001 eine Ausstellung zum Thema "Hundert Jahre Frauen an der Universität Heidelberg" zu sehen. Auf mehreren Schautafeln bietet sie dem Besucher einen instruktiven Einblick in eine wechselvolle Geschichte, die sich letztlich zu einer Erfolgsgeschichte wendet.

Erfolgsgeschichte

Übersichtlich und mehrfarbig präsentieren die Tafeln drei thematische Schwerpunkte, innerhalb derer sie die wich-tigsten Punkte chronologisch aufarbeiten: "Bildungswesen", "Politik, Kultur und Gesellschaft" und schließlich die Vorgänge an der "Universität Heidelberg". Viele Abbildungen illustrieren die Dokumentation, die sich auf Exemplarisches konzentriert. Ein dreidimensionales Säulendiagramm verdeutlicht, wie sich die Anzahl der Studentinnen und Professorinnen zwischen 1900 und 2000 entwickelt hat.

Streng genommen begann das Frauenstudium in Heidelberg eigentlich schon vor mehr als hundert Jahren: Die Ausstellung beginnt mit Sophia Kovalevskaja, die 1869 für ein Semester in den Fächern Mathematik und Physik Vorlesungen hörte. Doch immatrikuliert war sie nicht und die bürokratischen Hürden zur Erlangung dieses Gasthörerstatus waren aus heutiger Sicht unglaublich. Erst 1900 wurden insgesamt vier Studentinnen auch offiziell zum Studium zugelassen: Rahel Goitein, Irma Klausner, Else von Leyen (alle Medizin), Georgine Sexauer (Philologie). Mehr als ein halbes Jahrhundert allerdings sollte es noch dauern, ehe im Jahr 1959 mit Margot Becke-Goehring zum ersten Mal eine Frau als ordentliche Professorin an der Ruperto Carola ernannt wurde; 1961 wurde ihr schließlich auch das Amt der Dekanin der naturwissenschaftlichen Fakultät anvertraut.

Die letzte Schautafel der Ausstellung zeigt alle derzeit lehrenden Professorinnen an der Universität Heidelberg. Und auch wenn ihre Zahl noch immer weniger als 10 Prozent der gesamten Professorenschaft ausmacht – die Tendenz ist eindeutig steigend, zumal was den wissenschaftlichen Nachwuchs angeht.

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Updated: 13.12.2000