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Jahresfeier der Universität

Aktuelles Thema: Konstituierung des neuen Universitätsrats
Zur traditionellen Jahresfeier der Ruprecht-Karls-Universität lud Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke zu Beginn des Wintersemesters in die Aula der Neuen Universität, wo er zahlreiche Gäste aus den unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens begrüßen konnte. Weitere Ansprachen kamen von Kirsten Heike Pistel als Vertreterin der Studierenden und Dr. Ulrich Cartellieri als Vorsitzenden des neuen Universitätsrats. Die Marsilius-Vorlesung hielt Prof. Dr. Ekkehard Bautz über das Thema "Vier Jahrzehnte Molekularbiologie: Vom Gen zum Genom".

Durchaus positiv fiel der Jahresbericht des Rektorats aus. Verweisen konnte Prof. Siebke beispielsweise auf die Erfolge beim Einwerben von Drittmitteln, beim Projekt "Impulse" sowie beim Versuch, "neue wissenschaftliche Entwicklungen aufzunehmen bzw. sie auch vorwegnehmend zu prägen". Zu Letzterem gehört der fertig konzipierte Studiengang "Molekulare Biotechnologie". Ausgearbeitet ist außerdem der neue Studiengang "Anwendungsorientierte Informatik", der freilich nur umgesetzt werden kann, wenn die Landesregierung zusätzliche personelle Ressourcen zur Verfügung stelle. Kritische Anmerkungen machte der Rektor im Zusammenhang der Neuberufungen. Zwar sei es auch dieses Jahr wiederum gelungen, eine hohe Anzahl profilierter Forscher und Lehrer für die Ruperto Carola zu gewinnen, doch falle es zunehmend schwer, "Rufe an Heidelberger Kolleginnen und Kollegen auf Direktoren-Positionen der Max-Planck-Institute abzuwehren. Es bleibt zu fragen, ob die verzerrenden Wettbewerbsbedingungen – umfangreicher die Ausstattungswünsche der Berufenen erfüllen zu können – nicht letztlich der gesamten Wissenschaftslandschaft in Deutschland schaden. Das Abwandern der besten Köpfe in die außeruniversitäre Forschung geht trotz aller Kooperationsbereitschaft zu Lasten des Potenzials der Universitäten und hier auch der Lehre."

Dr. Cartellieri
Dr. Ulrich Cartellieri
Foto : Kresin

Begrüßen konnte Prof. Siebke auch die universitäts-externen Mitglieder des neuen Entscheidungsgremiums der Ruperto Carola, des "Universitätsrats". Dessen konstituierende Sitzung hatte tags zuvor stattgefunden; lediglich die Medizin-Nobelpreisträgerin Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard war verhindert.

Die Fackel weitertragen

Dr. Ulrich Cartellieri, Vorsitzender des neuen Universitätsrats, umriss die zukünftigen Aufgaben des neuen Gremiums. Cartellieri wies darauf hin, dass es sich nicht um ein "nettes Dekorum" handeln würde, sondern um einen wichtigen Entscheidungsträger, der in einem Unternehmen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat angesiedelt wäre. Nur dann werde man in den "Rückspiegel" schauen, "wenn uns jemand überholen will". Hervorragend positioniert sieht er die Heidelberger Universität, wenn auch noch nicht in allen Bereichen. Die Formel "Aus Tradition in die Zukunft" versteht Cartellieri folgendermaßen: "Wir wollen nicht die Asche bewahren, sondern die Fackel weitertragen."

Die vollständige Rede des Rektors (wie auch die Marsilius-Vorlesung von Prof. Bautz) ist im Internet abrufbar unter www.uni-heidelberg.de/presse/uniaktuell.html

 

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Updated: 13.12.2000