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Eckhard Behrens im Ruhestand

Nun will er sich auf publizistische Arbeit konzentrieren
An seinem 63. Geburtstag Ende November war der letzte Arbeitstag des Dezernenten für Studium und Lehre, Eckhard Behrens. Seit Februar 1971 war er bei der Universitätsverwaltung, seit 1973 "zuständig für die Verwaltung des Numerus clausus, der Studenten und der Prüfungsordnungen", wie er gerne sagt.

Er erlebte die Gründung der ZVS, die Einführung der Regelstudienzeiten, das Anschwellen und Abschwellen der Prozesse um die Ausbildungskapazitäten, die Auswahlgespräche Medizin sowie in den letzten Jahren die Einschreibe- und Rückmeldegebühren sowie die Langzeitstudiengebühren. Noch am vorletzten Tag seiner Tätigkeit erläuterte er den Fachvertretern die Überwachung der neuen Orientierungsprüfungen. Viele kennen ihn als Vollstrecker bürokratischer Hochschulreformen, die andere für notwendig gehalten haben.

Aus politischem Interesse begann Eckhard Behrens sein Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Bonn und wechselte nach dem dritten Semes- ter nach Frankfurt am Main, um einen der geistigen Väter der Sozialen Marktwirtschaft, den Kartellrechtler Prof. Dr. Franz Böhm, kennen zu lernen, von dem er strenges ordnungspolitisches Denken lernte. Schon während des Studiums war dem ehemaligen Waldorfschüler Behrens klar geworden, dass der Staat sich eines Tages auch aus der Lenkung des Bildungswesens zurückziehen und ihm ebenfalls eine Wettbewerbsordnung geben muss. Er verließ daher Anfang 1968 das Bundeskartellamt, um berufliche Erfahrungen in der Bildungsverwaltung zu sammeln. Es war die hohe Zeit zentralistischer Bildungsplanung, die er schon damals für falsch hielt.

Mit einem reichen Erfahrungsschatz will Behrens sich nun schriftstellerisch der Darstellung des kommenden Wettbewerbs im Bildungswesen widmen, dessen Wirkungen seiner Überzeugung nach nicht mit der Modellvorstellung des homo oeconomicus erklärt werden können. "Kultur ist anders als Wirtschaft. Neben die 2000 Jahre alte Sozialwissenschaft vom Staat, die uns zur rechtsstaatlichen Demokratie führte, und die 200 Jahre alte Sozialwissenschaft von der Wirtschaft, die uns trotz aller Unvollkommenheit schon einen gewaltigen Wohlstand brachte, muss noch eine dritte Sozialwissenschaft treten, die uns die Ursachen und die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des kulturellen Reichtums erschließt", postuliert Eckhard Behrens. Die Hauptplattform für seine künftigen Initiativen wird das gemeinnützige Seminar für freiheitliche Ordnung e.V. in Bad Boll mit seinen Tagungen und seiner Schriftenreihe Fragen der Freiheit sein.

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Updated: 12.12.2000