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Kontinuierliches, erfolgreiches Engagement

Preis der Freunde für "Anatomie am Lebenden"
Der alljährlich verliehene Preis des Vereins der Freunde der Universität Heidelberg zur Förderung studentischen Engagements ging in diesem Jahr an die Gruppe "Anatomie am Lebenden". Während einer Feierstunde in der Alten Universität wurde die mit 5000,- DM dotierte Auszeichnung übergeben.
Preisverleihung in der Bel Etage
Preisverleihung in der Bel Etage
Foto : Schwarz

Jan Schrage, studentisches Vorstandsmitglied des Vereins, erläuterte in seiner Laudatio die Entscheidungsgründe des Vereins. "Engagement heißt vor allem langfristiges, kontinuierliches und erfolgreiches Engagement – jene Kombination, die so schwer zu finden ist. Die Kriterien, nach denen eine Gruppe für den Preis in Frage kommt, sind einfach: sie muss seit längerer Zeit bestehen und erfolgreich arbeiten. Sie muss von Studenten und für Studenten tätig sein. Und: Sie muss sich auf den Bereich der Universität Heidelberg beschränken." Genau diesen Kriterien entspreche die Gruppe "Anatomie am Lebenden".

Die dahinter stehende Idee ist einfach, aber genial: Das Medizinstudium, in dem viel mit Leichen gearbeitet wird, soll ergänzt werden um die Möglichkeit, den lebenden Menschen in seinen anatomischen Feinheiten kennen zu lernen. Ziel ist, die Studierenden der Medizin die funktionelle Anatomie in praktischen Anwendungen nahe zu bringen und ihnen damit einen ersten Einblick in die klinische Praxis zu ermöglichen.

"Anatomie am Lebenden" wurde 1987 nach einer Idee aus Hannover von zwei Studenten, Barbara Hilligardt und Tillmann Steinhausen, gegründet. Seit drei Semestern ist das Tutorium eng mit der Allgemeinmedizin verbunden. Unter dem Namen "Hospitationsprogramm" arbeiten Dozenten der Medizin, Praxisärzte, die Arbeitsgruppe Problemorientiertes Lernen und die "Anatomie am Lebenden" zusammen. Mit dieser Initiative, auch als "Heidelberger Modell" bekannt, wird die Brücke zwischen vorklinischer Theorie und klinischer Praxis geschlagen. Die Studenten lernen im Tutorium die Anatomie des gesunden Körpers kennen und haben bei den parallel stattfindenden Hospitationen Gelegenheit, krankhafte Veränderungen zu studieren.

Stellvertretend für rund 40 Tutoren insgesamt nahmen Stefan Blum und Renato Dambe den Preis entgegen. Seinen Kommilitonen die Anatomie des lebenden Menschen nahe zu bringen, ist für Dambe auch eine pädagogisch reizvolle Tätigkeit. Es gehe vor allem darum, den Erstsemestern die Dinge so einfach wie möglich darzustellen, erläutert er. Und dass das ihm großen Spaß bereite, ist ihm beim Erklären anzusehen. Seit vier Semestern sind er und Stefan Blum schon dabei – und solange es geht, möchten sie noch weitermachen.

Michael Schwarz magenta

 

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Updated: 13.12.2000