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Singen für einen guten Zweck

Alumni A-Capella in der Alten Aula – HardChor sorgte für ausgelassene Stimmung
Ein durchaus ungewöhnlicher Einzug: In der Alten Aula der Heidelberger Alma Mater – für viele der "Nabel der Akademischen Welt" und eigentlich das Ambiente für ehrwürdige Feiern oder klassische Konzerte – eilen 16 Männer im Sauseschritt den Mittelgang entlang der vollbesetzten Stuhlreihen und erstürmen die Bühne, hinauf zu ihrem Auftritt unter dem großen Lunettenbild mit der allegorischen Darstellung des triumphierenden Einzugs der Pallas Athene in Heidelberg.

Den ganz persönlichen Triumph vor einem begeisterten Publikum feiern konnte der "HardChor", ein A-Capella-Ensemble aus 16 ehemaligen Heidelberger Studiosi, an jenem Sommerabend auch. Nach über 170 Konzerten in ganz Deutschland und unzähligen Radio- und TV-Auftritten erfüllten sich die Heidelberger HardChor-Männer einen alten Wunsch: Einmal als Alumni in der Alten Aula ihrer Alma Mater aufzutreten. Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Akademischen Auslandsamtes für die Neuankömmlinge in Heidelberg luden Albrecht Bayer, stellvertretend für Heidelberg Alumni International, in Kooperation mit Dr. Peter Saueressig, HardChor-Mitglied und ehemaliger Redakteur der Alumni-Revue, zu diesem musikalischen Ereignis ein.

Singing for Science
"Singing for Science" – Der HardChor sang für einen guten Zweck. Unser Bild zeigt (von links) Dirigent Bernhard Bentgens, die Sänger Peter Saueressig und Jörg Kraus (zugleich Technologiebeauftragter der Universität) bei der Übergabe des Schecks an Dr. Joachim Gerke, Leiter des Akademischen Auslandsamts.
Foto : Welker

So stand mit dieser gemeinsamen Initiative nicht nur Entertainment im Mittelpunkt des Konzerts, sondern auch die Unterstützung für einen guten Zweck. Einen Teil ihrer Einnahmen stifteten die Sänger nämlich für das "Coimbra Group Hospitality Scheme" (HS) der Universität. Damit werden Nachwuchswissenschaftler aus den Regionen Südosteuropas unterstützt, die aufgrund der politischen Situation in ihrer Heimat von offiziellen Förderprogrammen, beispielsweise der EU, ausgeschlossen sind. Mit dem Stipendium wird ihnen ermöglicht, zwei Monate an der Universität Heidelberg mit Wissenschaftlern ihres Fachs zusammenzuarbeiten.

Für das Akademische Auslandsamt trat der HardChor unter dem Motto "Vom Zitronat zum Alumnat: Sultaninnen der Liebe" auf, um den Erstsemestern "das Deutsche Liedgut näher zu bringen", so Bernhard Bentgens, Dirigent und Leiter des Chors. Der studierte Musikwissenschaftler ist im Hauptberuf Kabarettist, Sänger und Komponist. Den HardChor hat er vor zwölf Jahren gegründet. Und angefangen hat die Karriere des Chors an der Uni Heidelberg: HardChor steht für Ausdruck, Lust, Unsinn, Musik, Neuro-Transmitter und Ignoranz – Worte, deren Anfangsbuchstaben wiederum den Begriff "Alumni" bilden.

Seit der Gründung schnell auf über ein Dutzend angewachsen, sind die Männer, alle so um die Ende 30, unzertrennlich – quasi "ein Herz und eine Kehle". Ob im Chor oder mit ihren jeweiligen Solo-Auftritten, präsentieren die Heidelberger Herren virtuos ein Songspektrum von Bach bis Beatles, von Schumann bis Queen, von Abba bis Prince. Oftmals sind ihre Texte den Originalen gegenüber verfremdet, als Parodien mit viel Sinn für Unsinn und Komik, aber auch schon mal ungehörig frivol und eindeutig-zweideutig. Besonders gilt dies für Texte aus dem "deutschen Liedgut", wie etwa "In einem kühlen Grunde" oder "Und es war Sommer". Dabei nehmen die Protagonisten mit Herz & Schmerz immer wieder das männliche Dasein, ob frust- oder freudvoll, auf die Schippe.

Wohl selten war die Stimmung in der Alten Aula so ausgelassen wie bei diesem ungewöhnlichen Konzert. Nach fast zwei Stunden Programm, voll mit tragisch-komisch besungenen Männerschicksalen, hatten die Zuhörer davon noch lange nicht genug. Mit drei Zugaben ging der Chor in die Verlängerung – und wünscht sich jetzt, nach diesem "traumhaften" Auftritt, möglichst bald ein weiteres Heimspiel in der Alma Mater.

Carmen S. Freihaut ende

 

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Updated: 18.10.2001