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Fachkompetenz und Allgemeinbildung

Auswahlgespräche für den Bachelor-Studiengang "Molekulare Biotechnologie"
Bewerberinnen und Bewerber für den neuen Bachelor-Studiengang "Molekulare Biotechnologie" wurden diesen Sommer von der Universität ausgewählt. "Selbst die Besten müssen sich anstrengen, um einen Studienplatz zu erhalten", sagte Professor Michael Wink, Direktor des Instituts für Pharmazeutische Biologie. Nach sechs Semestern gibt es einen ersten, international anerkannten berufsqualifizierenden Abschluss.

Etwa 370 Bewerbungen waren eingegangen. Angesichts der 45 zur Verfügung stehenden Studienplätze sind das mehr als acht Bewerber pro Studienplatz. "Wir haben zunächst eine Reihung der Bewerber anhand ihrer Abiturnoten in den Fächern Mathematik, Chemie, Physik, Biologie, Deutsch und Englisch vorgenommen und somit etwa 100 Bewerber eingeladen", erläuterte Wink. Davon waren 60 Prozent Frauen. Elf Hochschullehrer der Universität widmeten sich den Geladenen, um die am besten geeigneten unter ihnen herauszufiltern. Jeder Bewerber führte zwei Gespräche von 15 Minuten mit jeweils einem unabhängigen Prüfer.

Obwohl nicht international ausgeschrieben, hat der neue Bachelor-Studiengang großes Interesse hervorgerufen. Bestätigen konnte das der Abiturient Frank Schmitges: "Ich habe mir viele Universitäten im Internet angeschaut und bin dann auf eine Pressemitteilung der Uni Heidelberg gestoßen, in der dieser Studiengang beschrieben wurde". Für Molekulare Biotechnologie habe er sich entschieden, weil hier ein breit angelegtes naturwissenschaftliches Grundstudium mit der späteren Möglichkeit zur Spezialisierung angeboten werde.

Fachkompetenz ...
Weg aus der Anonymität? Bewerberinnen und Bewerber im Gespräch
Foto : Kresin

Die ungewöhnlichen Auswahlgespräche schienen niemanden der anwesenden Bewerber zu stören. Im Gegenteil: "Ich finde, dass durch persönliche Gespräche ein stärkeres Interesse an den Studierenden gezeigt wird", erläutert Ursula Lakner. Also weg aus der Anonymität? "Schon möglich", meint auch Diana Ihringer aus München, die den langen Weg nach Heidelberg angetreten hatte. Sie reizt besonders das Neue – ein Abschluss schon nach drei Jahren.

Qualität in der Ausbildung wird demnach von beiden Seiten groß geschrieben. Die Universität legte bei den Auswahlgesprächen nicht zuletzt auf Allgemeinbildung in Bezug auf aktuelle Diskussionen großen Wert. Fragen etwa zur Genomforschung, BSE und Stammzellen wurden gestellt. Michael Wink möchte die Studierenden mit der höchsten Motivation gewinnen. Dabei kommt auf "die besten der Besten" einiges zu. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Studienganges liegen auf den Gebieten der Bioinformatik, der biophysikalischen Chemie und der Wirkstoffforschung. Neue Entwicklungen in der Gentechnologie, Wirkstoffentwicklung, Diagnostik und Biomedizin werden in Lehre und Forschung vermittelt. Kooperationen gebe es, so Wink, mit dem Heidelberger Technologiepark, insbesondere der Firma "Lion Bioscience", die einen Teil der Lehre übernehmen wird. Auch Praktika in biotechnologischen Betrieben sind während des Studiums vorgesehen. Zusätzlich stehen Schlüsselkompetenzen wie Wissenschaftsenglisch, Rhetorik, Präsentations- und Managementtechniken auf dem Lehrplan.

Nach erfolgreichen drei Jahren können sich die Studierenden mit dem Bachelor of Science (BSc) schmücken und sich in einem anschließenden zweijährigen Masterstudium ihrer Wahl weiter qualifizieren. Das Bachelor-Studium wird noch in deutscher Sprache gehalten und ist modular gegliedert. Der Studienfortschritt wird über sogenannte Credit Points (European Credit Transfer System ECTS) bewertet. Deren Einführung soll der zunehmenden Globalisierung Rechnung tragen und die internationale Mobilität der Studierenden steigern. Für alle, die es geschafft haben: Im Wintersemester 2001/02 kann es losgehen.

 

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Updated: 18.10.2001