Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Startseite der Universität
Presse-Kontakt, WWW-Team Volltext-Suche, E-Mail-Suche, Datenbank-Suche Alle Seiten im Überblick English

Startseite > Presse > Publikationen > unispiegel

Lateinamerika-Engagement verstärkt

Universität gründet "Heidelberg Center" in Chile
Die Universität Heidelberg gründet für den Transfer deutscher Lehrangebote nach Lateinamerika das "Heidelberg Center – Deutsches Postgraduiertenzentrum der Universität Heidelberg in Lateinamerika" in Santiago de Chile.

Während US-amerikanische Universitäten schon seit geraumer Zeit eine große Anziehungskraft auf Studenten aus Lateinamerika ausüben, ist die "deutsche Präsenz auf dem dortigen Bildungsmarkt noch zu verstärken", begründet Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke das nun eingeleitete Engagement der Ruprecht-Karls-Universität, das im übrigen auch dem Wunsch "lateinamerikanischer Entscheidungsträger" entspreche. Das "Center" entwickelt postgraduale Studiengänge und Weiterbildungskurse für selbstzahlende Interessenten auf dem lateinamerikanischen Bildungsmarkt. Es wird als Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach chilenischem Recht betrieben und seinen Sitz in der chilenischen Hauptstadt Santiago haben.

Traditionell unterhält die Universität Heidelberg als Schwerpunkthochschule des Landes Baden-Württemberg enge Beziehungen zu den bedeutendsten chilenischen Universitäten, der Pontificia Universidad Católica und der Universidad de Chile. Beide Hochschulen, an denen zahlreiche Absolventen der Universität Heidelberg als Professoren tätig sind, ziehen Studierende aus ganz Lateinamerika an. Auf der Basis der erfolgreichen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, des dichten Alumni-Netzes und der zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Bedeutung der Region soll die Präsenz deutscher Wissenschaft und Forschung verbessert werden.

Das "Heidelberg Center" setzt sich zum Ziel, ein anspruchsvolles Programm von Masterstudiengängen und Weiterbildungskursen (Executive Programs) zu etablieren. Renommiertes Lehrpersonal, überwiegend von der Universität Heidelberg, soll das Unterrichtsangebot in ein- oder mehrwöchigen Intensivseminaren vor Ort gestalten. Zusätzlich werden Professoren und Lehrbeauftragte der chilenischen Partneruniversitäten – mit wissenschaftlicher Ausbildung in Deutschland – Lehrveranstaltungen anbieten. Die Masterstudiengänge richten sich an lateinamerikanische Bewerber mit einem hervorragenden ersten Studienabschluss. Die qualitativ hochwertigen Weiterbildungskurse sollen zukünftige Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft in Lateinamerika ansprechen.

Der Lehrbetrieb wird im März 2002 aufgenommen. Folgende Unterrichtsangebote sind vorgesehen: ein berufsbegleitender Masterstudiengang im Fach "European Political Studies", ein- bis zweiwöchige Weiterbildungskurse zu den Themen "Wahlrecht und Wahlorganisation in Lateinamerika", "Vergleichende Sicherheitspolitik", "Medizinische Informatik", "Medizinische Physik", "Umweltphysik", "Früh- und Neugeborenen-Medizin" und "Systemische Therapie und Beratung". Zwei weitere Masterstudiengänge und drei Kurzprogramme befinden sich in Planung. Die Unterrichtssprachen sind Englisch und Spanisch. Studienbegleitend wird von Lehrkräften des Internationalen Studienzentrums der Universität Heidelberg Deutschunterricht angeboten, um die Studierenden auf den obligatorischen Heidelberg-Aufenthalt zur Anfertigung der Abschlussarbeit vorzubereiten. Absolventen erhalten einen "Heidelberg Master", der von der Universität Heidelberg allein oder in Verbindung mit den Partneruniversitäten vergeben wird. Die "Executive Programs" werden vom "Heidelberg Center" zertifiziert. Den besten Absolventen soll die Promotion sowie die Teilnahme an Trainee-Programmen von führenden Wirtschaftsunternehmen der hiesigen Region angeboten werden.

In der Aufbauphase wird das "Center" finanziell vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg, von der Universität Heidelberg und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst unterstützt. Ziel ist die vollständige Kostendeckung durch Studiengebühren, deren Höhe nach Dauer und Intensität des Programms gestaffelt ist. Wissenschaftlicher Direktor wird der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dieter Nohlen, der einen Forschungsschwerpunkt in Lateinamerika hat und zahlreiche Lateinamerikaner, unter anderem den derzeitigen chilenischen Verteidigungsminister Prof. Dr. Mario Fernández, zur Promotion führte. Als geschäftsführenden Direktor entsendet die Universität Heidelberg in der Aufbauphase Dr. Walter Eckel, Direktor des Internationalen Studienzentrums, der bereits von 1994 bis 1996 als Gastprofessor an der Universidad Católica in Santiago tätig war.

MS ende

 

Zurück

Top

Universität | Fakultäten | Einrichtungen | Studium | Forschung und Kooperation
Stellenmarkt | Termine | Intern | Presse | Alumni/Fördervereine | Projekt IMPULSE
Neues im Netz | Kontakt | Suche | Überblick | English


Page maintained by Pressestelle der Universität Heidelberg,
presse@rektorat.uni-heidelberg.de.
Copyright © Pressestelle der Universität Heidelberg.
Updated: 18.10.2001