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Vom Wohnraum bis zur psychologischen Betreuung

Das Studentenwerk zieht Bilanz und verweist auf ein erweitertes Angebot an Leistungen
"Obwohl die Landeszuschüsse ein weiteres Mal zurückgingen, konnten wir das Spektrum unserer sozialen Leistungen für Studierende weiter ausbauen", so der Geschäftsführer des Heidelberger Studentenwerks, Dieter Gutenkunst, zum Jahresbericht 2000, den das Studentenwerk unlängst vorgelegt hat.

Gerade mal noch 15%, das sind rund 6 Mio. DM, der Gesamterträge von 40,6 Mio. DM erhält die Anstalt des öffentlichen Rechts vom Land. 24,4 Mio. DM, also 60% seines Einnahmevolumens, erwirtschaftete das Studentenwerk durch Umsatzerlöse. Diese Steigerung wurde u.a. durch Ausweitung der Angebote, Erschließen von Wirtschaftlichkeitsreserven und Straffung der Organisation erreicht. Serviceleistungen fielen dabei keine zum Opfer. Im Gegenteil: "Im Fall der Jobvermittlung, weiteren Angeboten für internationale Studierende und sogar einem Mittagstisch für hiesige Grundschüler", so Gutenkunst, "konnte das Angebot sogar breiter aufgefächert werden".

Das Studentenwerk ist nicht allein für die Hochschulen in Heidelberg, sondern auch für Heilbronner, Künzelsauer und Mosbacher Studierende zuständig. Sein Leistungsspektrum fächert sich in die Bereiche Wohnen, Verpflegung in Mensen und Cafés, BAföG, Kinderbetreuung, psychotherapeutische Beratung sowie kulturelle und soziale Dienste auf.

Insbesondere im Bereich Mensen will das Studentenwerk investieren, um wirtschaftliche Risiken durch die zunehmende Konkurrenz von Fast-Food-Ketten zu minimieren. So soll bereits ab dem Wintersemester die Marstallmensa umgebaut und attraktiver gestaltet werden. Die Umsätze in den sechs Mensen und zwölf Cafés lagen bei insgesamt 9,8 Mio. DM.

Mit seinen 3 116 Plätzen in 25 Wohnheimen konnte das Studentenwerk immerhin 14,8% der Heidelberger Studierenden im Jahr 2000 unterbringen. Die Mieter kommen inzwischen aus 123 Nationen dieser Erde – etwa 44% der Wohnheimplätze werden an ausländische Studierende vergeben. "Angesichts zunehmender Engpässe auf dem privaten Wohnungsmarkt zeichnet sich eine verschärfte Situation in Heidelberg ab", gibt Dieter Gutenkunst zu bedenken. Mit 4 358 Privatzimmerangeboten liegt das Studentenwerk bundesweit zwar an der Spitze der Vermittlungsaktivitäten, doch reicht die Anzahl für das kommende Wintersemester immer noch nicht aus. Daher appelliert das Studentenwerk, wie schon in den vergangenen Jahren, seit Anfang September mit Plakaten und Aktionen auf Wochenmärkten an die Bevölkerung, Wohnraum – insbesondere auch an internationale Studierende – zu vermieten.

Deutlich positivere Zahlen bei der Bundesausbildungsförderung (BAföG) verspricht sich das Studentenwerk erst ab diesem Jahr mit der neu in Kraft getretenen BAföG-Novelle. Allein in Heidelberg sollen nach Schätzungen des BAföG-Amtes rund 800 Studierende zusätzlich an die begehrten staatlichen Gelder kommen. Höchste Zeit: Denn im Jahr 2000 wurden gerade mal noch 22,3 Mio. DM (1994 im Vergleich: 35,9 Mio. DM) an rund 10% der Studierenden ausgezahlt.

Wie wichtig aber nicht nur eine materielle Versorgung, sondern auch psychologische Betreuung für Studierende ist, lässt sich an den Klientenzahlen der Psychotherapeutischen Beratungsstelle ablesen: Rund 1 300 Studierende nahmen im Berichtsjahr eine Beratung in Anspruch, meist bei Prüfungs-, Versagens- und Zukunftsängsten. Aber auch um die Studierenden von übermorgen kümmerte sich das Studentenwerk in vier Kinderbetreuungseinrichtungen, deren 156 Ganztagsplätze voll belegt sind, besonders groß ist hier die Nachfrage, ganz klar, im Kleinkindbereich.

Annette Baumann ende

 

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Updated: 18.10.2001