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Ein breites Netz sozialer Dienste: Das Heidelberger Studentenwerk

Mit weniger Mitteln mehr erwirtschaftet – das ist die Bilanz des Jahresberichts 1999, den das Studentenwerk kürzlich vorgelegt hat. Trotz rückläufiger Studierendenzahlen sowie sinkender Zuschüsse vom Land ist es der Anstalt des öffentlichen Rechts gelungen, das Einnahmenvolumen von 40,8 Mio. auf 41,4 Mio. DM zu steigern.

Mit diesem Ergebnis kann der Geschäftsführer des Heidelberger Studentenwerks, Dieter Gutenkunst, ein positives Signal setzen: "Keine Frage, wir mussten Einbußen hinnehmen, aber mit der Erschließung von Wirtschaftlichkeitsreserven und der Straffung der Organisation konnten wir die in verschiedenen Bereichen entstandenen Ertragsminderungen mehr als kompensieren."

Sinkende Zuschüsse

Marstallhof

Die sinkende Studierendenzahl verminderte die Erträge aus Studentenwerksbeiträgen von 4,7 auf 4,4 Mio. DM. Die Umsatzerlöse in den Mensen und Cafeterien gingen von 10,9 Mio. auf 9,9 Mio. DM zurück, während die Mieterlöse aus dem Wohnheimbetrieb mit 12,8 Mio. DM nahezu unverändert blieben. Zu schaffen machten dem Studentenwerk auch die sinkenden Landeszuschüsse für den laufenden Betrieb. Sie gingen von 6,6 Mio. auf 6,2 Mio. DM zurück.

Rund 31.000 Studierende verköstigte das Studentenwerk 1999 in den Speisebetrieben seiner Zuständigkeitsbereiche Heidelberg, Heilbronn und Künzelsau. Dabei wurden 1,46 Mio. Essen ausgegeben, 9,7% weniger als im Jahr zuvor. Diese Entwicklung führt Gutenkunst neben dem Rückgang der Studierendenzahl auf die Einführung eines veränderten Preissystems zurück, das infolge von Zuschusskürzungen in Höhe von 3,6 Mio. DM in den beiden Vorjahren notwendig geworden war.

Statt jedoch eine generelle Preiserhöhung durchzusetzen, führte das Studentenwerk ein gestaffeltes sozialverträglicheres System ein, wonach die Essenpreise den tatsächlichen Wareneinsatzkosten angepasst und zum Teil auch erhöht wurden. Umsatzrückgänge in den Cafés resultierten außerdem aus Betriebsschließungen infolge aufwendiger Modernisierungsmaßnahmen.

Zwar verfügen Heidelbergs Studierende über etwas mehr Geld als ihre Kommilitonen im bundesweiten Durchschnitt, doch sind es auch hier rund 62%, die einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen müssen, um für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Angesichts der zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Situation hat das Studentenwerk im Berichtsjahr seinen Service um eine Jobvermittlung erweitert, die seit ihrer Eröffnung inzwischen mehr als 1.000 Vermittlungen vorweisen kann. Insgesamt standen den rund 28.000 Heidelberger Studierenden 4.212 Wohnheimplätze zur Verfügung, 3.121 davon bewirtschaftet das Studentenwerk, das mit ständigen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen für eine zeitgemäße Ausstattung in seinen Zimmern und Wohnungen sorgt. Der Bau neuer Häuser ist vorerst beendet, dafür stehen jetzt in den Wohnheimen Im Neuenheimer Feld mehr als 600 Zimmer mit Internetanschluss und Direktanbindung an das Rechenzentrum zur Verfügung.

In seinem breiten Netz sozialer Dienste fing das Studentenwerk in seiner Psychotherapeutischen Beratungsstelle im vergangenen Jahr rund 1.200 Studierende auf, über 600 suchten Rat bei der kostenfreien Rechts- und Sozialberatung. Fachgerechte Fürsorge und Erziehung in vier Kinderbetreuungseinrichtungen erhielten auch die 154 Kinder studentischer Eltern. Dass das Studentenwerk außerdem mit seinem Betreuungsprogramm für ausländische Studierende auf die sozialen Erfordernisse einer internationalen Hochschulstadt zu reagieren weiß, würdigte das Auswärtige Amt 1999 mit der Verleihung des vom ehemaligen Bundesaußenminister Kinkel initiierten Betreuungspreises.

"Der Leistungsumfang unserer Betreuungsangebote ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, nicht aber der Personalstand", so Dieter Gutenkunst. "Um mit einem Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit den veränderten Rahmenbedingungen begegnen zu können, müssen jetzt mehr Aufgaben von weniger Händen verrichtet werden."

Mehr Leistungen

Dennoch schaut der Geschäftsführer des Heidelberger Studentenwerks zuversichtlich nach vorne: Die mittlerweile erreichte Effizienz und die mit dem neuen Studentenwerksgesetz im vergangenen Jahr eingeführte Finanzhilfe lassen ihn eine positive Prognose für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung des Studentenwerks treffen. "Auch wenn in der auf fünf Jahre festgelegten Finanzhilfe Tarif- und allgemeine Kos-tensteigerungen nicht berücksichtigt werden, gewinnen wir damit gegenüber den Vorjahren Planungssicherheit."

Annette Baumann magenta

 

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Updated: 16.10.2000