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Neue Märkte sind gefragt

5. Heidelberger Sportbusiness Forum
Unter dem Titel "Erobert der Sport neue Märkte" referierten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über die Themen Sport im Internet, virtuelle Werbung und neue Perspektiven der Fußballvermarktung. Der Rahmen war das zum fünften Mal veranstaltete Heidelberger Sportbusiness Forum, das unter der Regie von Dr. Gerhard Trosien und Michael Dinkel stattfand. Die Organisation lag ausschließlich in der Hand von Studenten der Universität Heidelberg.
Sportbusiness Forum
Experten gefragt – Podiumsdiskussion auf dem 5. Heidelberger Sportbusiness Forum, das diesmal in der Stadthalle Weinheim veranstaltet wurde und rund 500 Teilnehmer anzog.

Höhepunkt des Forums war die Podiumsdiskussion mit Vertretern des privaten und öffentlichen Fernsehens, der Vermarktungsagenturen und der Fußballbundesliga. Der Sportberichterstattung fehlt es derzeit an Alternativen, deshalb erst ist ein hohes Maß an Werbung im Fußball möglich. Die Bundesliga hat es geschafft, ein spannendes Unterhaltungsprodukt Fußball zu kreieren. Allerdings gelingt die erfolgreiche Optimierung der Wirtschaftsverfassung erst in Ansätzen. "Die Vereine der Fußballbundesliga müssen immer mehr neue Geschäftsfelder finden, weil sie im europäischen Vergleich weit weniger Einnahmen aus TV-Rechten erzielen", so Dr. Christian Hockenjos, Marketingleiter der Borussia Dortmund GmbH & Co. KG.

Problematisch gestaltet sich etwa der Einsatz virtueller Werbung bei TV-Übertragungen. "Es besteht dazu kein Bedarf in der Bundesliga. Sie ist noch zu teuer und aufwendig und wird derzeit nur im internationalen Sport eingesetzt", meint Karsten Petri von der Deutschen Städte Medien GmbH. Die Liga stehe vor dem Dilemma, dass die Vereine zwar mehr Geld verdienen, die Zuschauer jedoch weniger Werbung sehen wollen. Eine Lösung wäre virtuelle Werbung in Form von Doppelvermarktung, das heißt: Bandenwerbung im Stadion und die Überblendung dieser in der TV-Übertragung durch digitale Werbung.

Auch der Zukunft des Sports im Internet widmete sich das Forum. Internetnutzer sind immer noch überwiegend männlich, zwischen 20 und 30 Jahren, gebildet und besserverdienend, so das Marktforschungsinstitut INRA. Interessant sei dabei, dass die Zielgruppe eine hohe Sportaffinität besitzt. Darauf setzen vor allem die Anbieter von Sportportalen. Diese spüren freilich die Marktkonsolidierung der Internetbranche. Die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsmodelle steht deshalb ständig in der Diskussion. Derzeit entwickeln die Sportportale neue Konzepte für die Umsatzgenerierung. Neben der klassischen Online-Werbung nehmen dabei neue Formen des Internet-Sponsoring eine immer bedeutendere Stellung ein (z.B. Free-SMS oder Gewinnspiele). Weitere Einnahmequellen sind darüber hinaus Media-Sales, Content-Vertrieb und E-Commerce. "Die besten Marktchancen haben zudem Portale von großen Medienhäusern", so Thomas Medau, Geschäftsführer des Internetportals Sport1.de.

Im Anschluss an die Veranstaltung verlieh das Fachmagazin SPONSORS schließlich noch den 4. SPONSORS Nachwuchspreis, der mit insgesamt 5500 DM dotiert ist. Den ersten Preis gewann der Bayreuther Sportökonomiestudent Gerhard Maier mit seiner Diplomarbeit zum Thema "Marktorientierte Unternehmensberatung im Profi-Fußball." Der zweite Preis ging an Florian Schmidt (Sporthochschule Köln), gefolgt von Jan-Gerd Bach (Universität Dortmund). Insgesamt 20 Studenten aus den Fachbereichen Sportwissenschaft, Sportökonomie und Betriebswirtschaftslehre hatten ihre Abschlussarbeiten eingereicht.

Zum Heidelberger Sportbusiness-Forum gehörte ebenfalls eine Informationsbörse mit renommierten Unternehmen aus dem Sportbusiness, wie z.B. Sport1.de, SPONSORS, Deutsche Telekom, SWR und Sport-Job. Die Studenten konnten sich über die Unternehmen informieren und Gespräche über Berufsperspektiven führen. Wer das diesjährige Sportbusiness verpasst hat, kann sich übrigens unter www.medienrezeption.de eine Videodokumentation ansehen.

Peter Klodwig endpunkt

 

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Updated: 02.07.2001